, 09.05.2020

Nach wochenlangem Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bereiten sich weltweit die ersten Casinos auf ihre Wiedereröffnung vor. Dabei stellt sich nicht nur die Frage, wann die ersten Spiele beginnen, sondern auch, in welcher Form das Live-Poker-Spiel ablaufen wird.

 

Trotz der Schließung der Glücksspiel-Einrichtungen und Poker-Rooms war die Poker-Szene aktiv. Spieler, die normalerweise an Live-Pokerturnieren teilnehmen, nutzen derzeit die Angebote der Online-Poker-Anbieter, die zahlreiche Turnierserien ins Leben gerufen haben.

 

Social Distancing: strenge Richtlinien beim Live-Glücksspiel

Das Nevada Gaming Control Board [Seite auf Englisch] hat am 1. Mai Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien für die Casinos in Las Vegas veröffentlicht, die es ihnen ermöglichen sollen, den Spielbetrieb nach der COVID-19-Pandemie wieder aufzunehmen.

Casinos in Las Vegas nach Wiedereröffnung stark eingeschränkt

 

Diese Richtlinien schreiben vor, dass an jedem Spieltisch nur eine begrenzte Anzahl von Sitzplätzen verfügbar sein darf. Am Pokertisch sind nur vier Spieler erlaubt, vier Spieler am Roulette-Tisch, sechs Spieler am Craps-Tisch und nur drei pro Blackjack-Tisch.

Trotz der Maßnahmen, die die soziale Distanzierung gewährleisten sollen, könnten die Pläne, wieder mit dem Live-Pokerspiel zu beginnen, problematisch sein. Schließlich ist es nicht möglich zu verhindern, dass das Coronavirus durch konterminierte Chips und Spielkarten übertragen wird.

 

Poker Pro und Betreiber der Online-Poker-Plattform Run It Once, Phil Galfond, hat dazu eine klare Meinung:

„Dieser Tisch ist ein guter Anfang!

Natürlich funktionieren Chips und Karten nicht, aber wir könnten einen Bildschirm mit digitalen Chips und Karten verwenden.

Ersetzt die dünnen Kunststoffteiler durch die schützenden Wände der Häuser der Menschen.

Nutzt das Internet.

Dann legalisiert und reguliert sicheres Online-Poker in den USA.“

Geplante Maßnahmen problematisch beim Live-Poker

Die Vorgabe, nur vier Spieler pro Tisch zuzulassen, dürfte sich für aggressive High-Stakes-Spieler und Action-Junkies zunächst gut anhören, denn sie ermöglicht das schnelle Spiel. Für den Freizeitspieler könnte sich diese Form des Spiels jedoch weniger eignen.

 

Problematisch wäre dies auch bei Turnieren, denn es wären mehr Platz für zusätzliche Spieltische und mehr Dealer notwendig. Diese kosten allerdings Geld. Die Ausrichtung eines Turniers mit niedrigen Buy-ins könnte sich dann für den Veranstalter als unrentabel erweisen, so dass am Ende nur High-Roller-Events stattfinden könnten.

 

Sollten die geplanten Einschränkungen längere Zeit umgesetzt werden müssen, könnte sich dies negativ auf die WSOP 2020 auswirken, die auf den Herbst dieses Jahres verschoben wurde.

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