, 13.09.2021

Ein Eurojackpot-Spieler aus Bayern ist am vergangenen Freitag zum Multi-Millionär geworden. Er hat den mit 49 Mio. Euro gefüllten Jackpot mit sieben richtigen Gewinnzahlen geknackt. Doch auch in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein hat die Ziehung jeweils einen Spieler zum Millionär gemacht. Hier hat jeder der beiden Tipper mehr als 1 Mio. Euro gewonnen.

 

Medienmeldungen zufolge sei es dem Spieler aus Bayern mit den Zahlen 2, 14, 18, 23, 42 sowie den Eurozahlen 5 und 10 gelungen, die Gesamtsumme von 49.327.084, 70 Euro zu gewinnen.

Für das nächste Jahr kündigte Westlotto Änderungen beim Eurojackpot an. So werde der Jackpot von 90 Mio. Euro auf 120 Mio. Euro angehoben. Zur bisherigen Freitags-Ziehung komme dienstags eine zweite Ziehung pro Woche hinzu. Zudem werde eine neue Spielformel eingeführt. Bei dieser werde weiterhin auf 5 aus 50 Gewinnzahlen getippt. Bei den Eurozahlen allerdings würden die Spieler nun zwei aus zwölf statt zwei aus zehn Zahlen wählen.

In Baden-Württemberg habe ein Karlsruher die fünf Gewinnzahlen sowie die Eurozahl 5 richtig getippt. Zum ersten Gewinn-Rang habe ihm damit nur eine Zusatzzahl gefehlt. Allerdings sei er auch mit der zweiten Gewinnklasse und einer Gewinnsumme von 1.170.614,17 Euro zum Millionär geworden. Den zweiten Gewinnrang teile er sich Lotto Baden-Württemberg zufolge mit einem Spieler aus Schleswig-Holstein.

 

Lotto spielen trotz niedriger Gewinnchancen?

 

Die Chancen auf den 49-Mio.-Eurojackpot lagen für den Gewinner aus Bayern bei 1:95 Millionen. Trotz der geringen Gewinnchance hatte sich der frischgebackene Multi-Millionär für das Abgeben seines Tipps entschieden.

 

Die Neue Osnabrücker Zeitung fragte daher beim Diplom-Psychologen Jürgen Walter nach, warum zahlreiche Menschen Lotto spielten, obwohl das Kosten-Nutzen-Verhältnis in einem derart großen Missverhältnis stehe.

 

Walter habe erklärt:

Wenn ich als Spieler aktiv die Kreuzchen setze, glaube ich, Einfluss auf das Geschehen zu haben. Dass ich der Oberschlaue bin.

Das aktive Ankreuzen verleihe den Spielern demnach ein Gefühl der Kontrolle und Sicherheit. Zudem brächten die Lottogesellschaften ihre Kunden gezielt zum Träumen. Während die Gewinnchancen gering seien, werde mit „prall gefüllt[en]“ Jackpots gelockt und der Kunde damit „bei Laune“ gehalten.

 

Selbst wenn die Gewinnchancen sänken, würden Lottospieler nicht auf das Tippen verzichten. Dies hänge Walter zufolge damit zusammen, dass sie das bisher verspielte Geld dann abschreiben müssten. Sie würden sich jedoch nicht eingestehen wollen, das Geld „verbraten“ zu haben.