, 06.05.2021

Niedersachsen plant angesichts sinkender Inzidenzzahlen als erstes Bundesland die Umsetzung eines Stufenplans, der die schrittweisen Lockerungen der Corona-Restriktionen vorsieht. Erste Lockerungen seien laut Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bereits ab kommendem Montag geplant, berichtet das niedersächsische Nachrichtenportal HNA. Doch der Plan stellt auch die Öffnung von Spielhallen, Wettbüros und Casinos ab Ende Mai in Aussicht.

 

Unter dem Motto „Vorsichtig bleiben, aber Spielräume nutzen“ soll es in den kommenden Wochen in den Landkreisen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 nach und nach zu Öffnungen verschiedener Bereiche des öffentlichen Lebens kommen.

 

Den Anfang sollen Gastronomie, Tourismus und Kulturveranstaltungen im Freien machen. Auch sei die Ausübung von Kontaktsport mit bis zu 30 Personen im Freien wieder möglich. Erwachsene müssten allerdings einen negativen Corona-Test vorlegen.

Öffnung für Spielhallen, Casinos und Wettbüros

 

Spielstätten könnten Ende Mai bei positiver Entwicklung der Fallzahlen möglicherweise unter Einhaltung strenger Auflagen ihre Pforten wieder öffnen. So müssten die Gäste durchgängig einen Mund-Nasenschutz tragen und einen negativen Testnachweis vorlegen. Vollständig geimpfte Menschen müssten einen entsprechenden Nachweis vorlegen.

Doch auch in anderen Bundesländern könnte es zu ersten Lockerungen kommen. So wachse in Berlin und Brandenburg angesichts sinkender Fallzahlen und steigender Temperaturen die Hoffnung auf den Wegfall der Bundesnotbremse, berichtete gestern das Nachrichtenportal rbb24.

 

Dementsprechend könnten bald die Außenbereiche der Gastronomie öffnen. Erste Schritte werden ebenfalls in Bayern in Erwägung gezogen. Allerdings gibt es dort für eine mögliche Öffnung der Glücksspielbranche noch keine konkreten Termine.

 

Verband der Deutschen Automatenwirtschaft drängt auf Öffnung der Spielhallen

In einem Statement gegenüber der Deutschen Presse-Agentur äußerte sich am Mittwoch der Vorstandssprecher des Verbands der Deutschen Automatenwirtschaft (DAW), Georg Stecker.

 

Es werde derzeit eine Verlagerung ins illegale Glücksspiel beobachtet, so Stecker. Der Lockdown zeige einmal mehr die Notwendigkeit eines ausreichenden attraktiven und legalen Angebots. Stecker führt aus, dass der Gesundheitsschutz Priorität habe. Tests der Bevölkerung seien aber eine gute Idee:

Sie eröffnen die Option, Spielhallen wieder zu öffnen. Dort herrscht striktes Alkoholverbot, und es ist ausreichend Platz für Besucher, die sich kaum bewegen.

Für die Betreiber der Spielhallen sei die derzeitige Situation dramatisch, da sie bereits Anfang November hätten schließen müssen. Die Branche habe einen Umsatzeinbruch von 50 % zu verzeichnen.

 

Dies betreffe nicht nur die Betreiber der Spielhallen selbst, sondern auch Zulieferer. Reserven seien längst aufgebraucht und Hilfen würden nur schleppend ausgezahlt. Der Verband erwarte die Schließung vieler Betriebe.

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