Donnerstag, 30. Juni 2022

Stadtwette Monheim: Bürgermeister tritt gegen Merkur Spielbank an

Gartenzwerg mit Sonnenbrille Im vergangenen Jahr ging es bei der Monheimer Stadtwette um selbst bemalte Gartenzwerge. (Symbolbild: Pixabay/stux)

Das Stadtfest von Monheim am Rhein, das in diesem Jahr vom 10. bis 12. Juni stattfindet, gilt mittlerweile als echter Besuchermagnet in der Region. Grund hierfür sind unter anderem Highlights wie der Gänseliesellauf, der Gänselieselmarkt und die Stadtwette. In diesem Jahr tritt bei der Stadtwette Bürgermeister Daniel Zimmermann gegen die Merkur Spielbank an.

„Veni, vide, gaude!“

Zimmermann wettet in diesem Jahr, dass es ihm gelingen wird, am 12. Juni um 13:00 h gemeinsam mit 400 Bürgern zu singen. Medienberichten zufolge wolle der Bürgermeister mit den Stadtfestgästen „Alle Vögel sind schon da“ an der Hauptbühne auf der Krischerstraße anstimmen. Die Herausforderung sei dabei jedoch nicht nur, 400 Bürger zusammenzutrommeln, sondern auch das Lied zu meistern. Gesungen werden soll nämlich nicht auf Deutsch, sondern auf Latein.

Den lateinischen Liedtext hat der Bürgermeister der Stadt Monheim passend zum Motto des diesjährigen Stadtfestes gewählt. Dieses lautet „Veni, vide, gaude!“, was auf Deutsch so viel wie „Komme, besuche, feiere!“ bedeutet. Mit ihm werde gefeiert, dass der Niedergermanische Limes 2021 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Dazu gehöre damit auch das Römerkastell Haus Bürgel, das sich auf Monheimer Boden befinde.

Knuth Achilles, Projektleiter für die Spielbank Monheim zeigte sich vom Gewinn der Wette überzeugt. Er suche gerade eifrig nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Spielbank und erklärte, so viel Gesangspersonal bekomme der Bürgermeister nie zusammen.

Auch Zimmermann gab zu, dass die Wette „kein Selbstläufer“ werde. Er ergänzte der Lokalzeitung „WochenAnzeiger“ gegenüber jedoch:

„Aber ich setze da voll auf die Sangeskraft und Freude unserer Stadtfestgäste. Natürlich kriegen wir das gemeinsam hin!“

Verstärkung erhalte er von dem „Bunten Chor Monheim“, der die singenden Bürger anleiten wolle.

Kinder als wahre Gewinner der Stadtwette

Gewinnt der Bürgermeister, würde dies den Kindern und Jugendlichen der Stadt zugutekommen. Die Merkur Spielbank würde dann 3.000 Euro an die Stadt zahlen. Das Geld soll im Anschluss an den Verein „„Sag’s“ überwiesen werden, der sich der Beratung und Prävention gegen sexuelle Gewalt bei Kindern und Jugendlichen widme.

Auch im vergangenen Jahr waren letztlich die Kinder die Gewinner der Stadtwette. Bürgermeister Zimmermann hatte damals gegen die Firma Goldbeck gewonnen. Er hatte gewettet, er würde es schaffen, von den Monheimern Fotografien von 400 selbst gemalten oder gebastelten Gartenzwergen zu erhalten.

Am Ende waren mehr doppelt so viele Fotografien eingegangen. Als Verlierer spendete die Firma Goldbeck 3.000 Euro an den Verein Abenteuerspielplatz.

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