, 06.07.2020

Laut einer neuen Studie der deutschen Beratungs- und Forschungsgruppe Goldmedia Strategy Consulting, die im Auftrag von CasinoOnline.de durchgeführt wurde, könnten die Bruttospielerträge des deutschen Online-Casino-Marktes bis zum Jahr 2024 auf zirka 3,3 Mrd. Euro anwachsen.

 

Dieser Prognose liegt insbesondere die Legalisierung des Online-Glücksspiels in Deutschland durch den geplanten Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag (GlüNeuRegStV) ab Juli 2021 zugrunde. Darüber hinaus wurden die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie generelle Nutzerpräferenzen in den Bericht einbezogen.

 

Wachstum in allen Marktsegmenten erwartet

Laut Goldmedia trage vor allem die Liberalisierung des Online-Glücksspielmarktes zum Gesamtwachstum der deutschen Glücksspielbranche bei. Doch auch im Bereich der bereits legalen (in der Regel stationären) Angebote werde ein stetiges Wachstum prognostiziert.

 

Zwischen 2020 und 2024 werde im Sportwettensektor eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von +17,3 % erwartet, bei den landbasierten Spielbanken seien es +7,9 %, bei Geldspielgeräten +8,3 % und bei den Lotterien +0,6 %.

 

Die Corona-Pandemie habe insgesamt nur geringe Auswirkung auf die Entwicklung. Goldmedia erklärt:

Die Pandemie führt zu einem signifikanten Einbruch des weitgehend stabilen Glücksspielmarktes im Jahr 2020. Den Hemmfaktoren (Schließungen aller stationären Spiel-möglichkeiten, sinkende Haushaltseinkommen) stehen jedoch auch Treiber gegenüber (vermehrte Online-Nutzung, mehr Tagesfreizeit, angepasster Marketing-Mix).

Während zwar insbesondere die Buchmacher und landbasierten Spielstätten starke Einbußen verbucht hätten, habe sich der Lotteriesektor mit gleichbleibenden bzw. leicht steigenden Einnahmen „unbeeindruckt“ gezeigt.

 

Spieler aus Deutschland befürworten den GlüNeuRegStV

Ein wichtiger Stützpfeiler der Studie seien im Februar 2020 durchgeführte Nutzerbefragungen. Mit Hilfe dieser habe sich berechnen lassen, wie sich die Legalisierung von Online-Casinos auf den Markt auswirken könnte.

 

Demnach hätten 62 % der befragten Online-Casino-Spieler erklärt, Anbieter mit deutscher Lizenz vorzuziehen, obwohl auf deren Online-Plattformen gemäß dem Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag einige Restriktionen in Kauf genommen werden müssten.

Der Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag (GlüNeuRegStV) sieht unter anderem die folgenden einschränkenden Spielerschutzmaßnahmen vor:

  • Ein monatliches anbieterübergreifendes Einsatzlimit von 1.000 Euro
  • Maximaleinsatz pro Spiel von 1 Euro
  • Mindestdauer pro Spielrunde von 5 Sekunden
  • Sofortsperrknopf für eine 24-stündige Spielersperre
  • Einsatz von Algorithmen zur Früherkennung problematischen Spielverhaltens

Die restlichen 38 % der Befragten hätten angegeben, auch weiterhin bei Online-Casinos oder Buchmachern zu spielen, die in einem anderen EU-Land lizenziert seien. Als Begründung seien vor allem die dort verhältnismäßig höheren Einzahlungs- und Einsatzlimits genannt worden.

 

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