, 21.03.2020

In der Glücksspielmetropole Las Vegas ist das öffentliche Leben in dieser Woche zum Erliegen gekommen, nachdem Nevadas Gouverneur Steve Sisolak am Dienstag die Schließung aller Casinos und zahlreicher anderer Unterhaltungsetablissements angeordnet hat.

 

Doch Ryan Carlson, Direktor des Little Darlings Stripclub, hat aus der Not eine „Tugend” gemacht. Er bietet seinen Kunden für 100 US-Dollar zehn Minuten Striptease im Drive-Through-Format an.

 

Das Konzept, das Verbraucher sonst nur von Fast Food-Restaurants kennen, soll sicheren Abstand zwischen Tänzerinnen und Kundschaft garantieren und erfüllt die Vorgaben des Centers for Disease Control and Prevention, dem Zentrum für Krankheitskontrolle- und Prävention.

Nevada wappnet sich gegen das Coronavirus

Eine 30-tägige Schließung aller „nicht-essenziellen“ Unternehmen umfasst unter anderem Casinos, Theater, Nachtclubs und Bars. In der Casino- und Unterhaltungsbranche von Las Vegas macht man sich aufgrund des Coronavirus auf Milliardenverluste gefasst. Die Politik erachtet die Schließungen für notwendig, um die Ausbreitung der Krankheit zu verlangsamen.

Dieses schreibt allen noch geöffneten Dienstleistungsunternehmen vor, einen Mindestabstand von 1,80 Metern zwischen Personen gewährleisten zu müssen.

 

Stripclub versus Coronavirus

 

Obgleich auch Stripclubs in Nevada als „nicht-essenzielle“ Betriebe eingestuft werden, will Ryan Carlson mit der Drive-Through-Aktion ein Zeichen gegen die Angst vor dem Coronavirus setzen. Gegenüber dem Lokalsender News3lv (Link auf Englisch) sagte Carlson, dass die Welt nicht wegen einer „Erkältung“ stillstehen könne.

 

Das ungewöhnliche Drive-Through-Programm sichere seiner Kundschaft Erwachsenenunterhaltung in einer sicheren Umgebung:

„Gäste können bis zum Eingang fahren und wir werden Tänzerinnen haben, die durch die 6-Fuß-Abstandsregel getrennt sind. Sie können eine komplette Nacktshow direkt vom Sitz ihres Autos aus genießen.“

Als reinen Witz begreift Carlson die Aktion nicht. Little Darlings offeriere Nackttanz in Las Vegas seit über 30 Jahren. Wie ernst die Betreiber ihre Mission gegen die Corona-Pandemie nehmen, zeigte sich vor zwei Wochen. Zu Beginn der Krise hatte der Club angekündigt, einen Vorrat von 50.000 Flaschen Handdesinfektionsmittel an seine Gäste verteilen zu wollen.

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