, 20.08.2020

Der walisische Profi-Fußballclub Swansea City hat seinen Sponsoring-Vertrag mit dem Sportwetten-Anbieter YoBet beendet. Wie der Verein am Mittwoch auf seiner Webseite berichtet hat [Seite auf Englisch], habe er für die Saison 2020/21 die Universität Swansea als neuen Hauptsponsor gewählt.

 

Auf diese Weise könnten Junior-Spieler und Profis nun in denselben Trikots auflaufen. Dies war zuvor nicht möglich gewesen, da die Darstellung von Namen und Logos von Glücksspielfirmen und Wettanbietern auf den Trikots von U-19-Teams verboten ist. Dasselbe gilt für Fan-Trikots für Kinder und Jugendliche.

 

Bisher war die Universität einer der Nebensponsoren des derzeitigen Zweitligisten. Das Logo befand deshalb auf dem Rücken der Trikots. Für mindestens die nächsten drei Jahre soll es nun das YoBet-Logo auf der Frontseite ersetzen.

 

Die Leiterin der Marketing-Abteilung des Clubs, Rebecca Edwards-Symmons, kommentiert:

Ich bin sehr glücklich darüber, die Universität Swansea als unseren Hauptsponsor für die Saison 2020/21 zu haben. Es ist die perfekte Partnerschaft, die unseren Club und unsere Stadt zusammenschweißt […] Es gibt nichts Besseres, als lokale, prestigeträchtige Marken in unseren Club zu involvieren und wir freuen uns auf eine sehr erfolgreiche nächste Saison.

Wie ein Sprecher der Universität Swansea erklärt, könne auch die Hochschule von dem Deal profitieren. Über den Profi-Fußball könnten mehr junge Menschen auf die Universität aufmerksam und somit zu potenziellen Studierenden werden.

 

Spielsucht-Organisationen begrüßen die Entscheidung

Für seine Entscheidung, sich aktiv gegen einen Wettanbieter als Hauptsponsor zu entscheiden, ist Swansea City bereits von mehreren Seiten gelobt worden. Wie die BBC am Mittwoch berichtet hat, zeigten insbesondere Spielsucht-Hilfsorganisationen großen Zuspruch.

 

James Grimes, Gründer der wohltätigen Hilfsorganisation The Big Step, erklärt hierzu:

Junge Fans sollten die gleichen Trikots tragen können wir ihre Eltern und ihre Helden, aber noch viel wichtiger ist, dass Kinder nicht mit Marken in Kontakt kommen sollten, die Produkte verkaufen, die mit Sucht in Verbindung gebracht werden.

Er hoffe daher, dass weitere Clubs dem Beispiel Swanseas folgen würden. Die Reaktion der Swansea-Fans habe gezeigt, dass Glücksspielfirmen als Sponsoren immer weniger gern gesehen würden.

 

Er appelliere daher auch an die Regierung, Glücksspielwerbung und entsprechende Sponsoren-Partnerschaften im Fußball gänzlich zu verbieten. Diesen Vorschlag hatte im Juli auch das britische Oberhaus gemacht.

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