, 07.04.2018

conor mcgregor

Conor McGregor ist bei einem Pressetermin ausgerastet. (Bild: sports.yahoo.com)

Der irische Superstar und Mixed Martial Arts Kämpfer Conor McGregor sitzt in Untersuchungshaft. Der 29-Jährige hatte bei einem UFC-Pressetermin in New York einen Bus attackiert. Dies zeigt ein Handyvideo. Auf der Aufnahme ist unter anderem zu erkennen, wie der Profisportler ein Metallgerüst auf den Bus wirft. In dem Fahrzeug befanden sich andere UFC-Kämpfer. Nach dem Vorfall stellte Conor McGregor sich am Abend der Polizei.

 

Angesichts dieses jüngsten Ausrasters scheint es fraglich, ob der 29-Jährige zur UFC zurückkehren wird. Seinen letzten Kampf hatte er im November 2016 bestritten, bevor er für den „Kampf des Jahrhunderts“ gegen Box-Weltmeister Floyd Mayweather im August 2017 in Las Vegas trainierte, in dem er trotz großem Hype unterlag. Conor McGregor ist für seine Unberechenbarkeit bekannt und hatte bereits in der Vergangenheit bei offiziellen Terminen die Beherrschung verloren.

 

Conor McGregor attackiert andere Kämpfer mit Metallgerüst

Auf einer Videoaufnahme ist zu erkennen, wie Conor McGregor nach dem Pressetermin in einer Tiefgarage einen Bus mit anderen UFC-Kämpfern angreift. Dabei stürmt er unter anderem mit einem Metallgerüst auf den Bus zu, greift nach einer Sackkarre und einem Mülleimer und brüllt, jemand solle die Bustür aufmachen. Mit dabei ist auch sein Teamkollege und Freund Artem Lobov. Nach der Attacke floh er zusammen mit seinen Begleitern in einem schwarzen Geländewagen.

 

UFC-Präsident Dana White zeigte sich zutiefst schockiert und entsetzt über das Verhalten seines ehemaligen Schützlings:

„Das ist das Widerwärtigste, das meinem Unternehmen je widerfahren ist. […] Conor McGregor muss sich jetzt auf zahlreiche Klagen gefasst machen. Mit dieser Aktion hat er sich und seiner Karriere keinen Gefallen getan.“

Mit dieser Aussage distanziert der UFC-Chef sich klar von seinem einstigen Superstar, den er bis dato stets unterstützt und verteidigt hatte. Als Aushängeschild der UFC hat McGregor maßgeblich zu deren Erfolg und Popularität beigetragen.

 

Khabib Nurmagomedov als Zielscheibe vermutet

McGregor und Mayweather beim Kampf

McGregor und Mayweather im Ring (Bild: nytimes.com)

Den ersten Einschätzungen zufolge könnte es sich bei dem beabsichtigten Opfer von Conor McGregors Angriff um Khabib Nurmagomedov gehandelt haben. Der 29-jährige Russe saß ebenfalls in dem Bus und ist einer von McGregors größten Konkurrenten. Neben zahlreichen verbalen Auseinandersetzungen soll er Anfang der Woche zudem in eine Auseinandersetzung mit McGregors Trainingspartner Artem Lobov verwickelt gewesen sein.

 

Khabib Nurmagomedov wird dieses Wochenende im Hauptkampf der UFC gegen Max Holloway aus den USA antreten. Dann wird der neue UFC-Champion in der Gewichtsklasse Leichtgewicht gekürt. Aktuell hält diesen Titel noch Conor McGregor. Eine Titelverteidigung lehnte dieser jedoch ab. Bei dem Pressetermin war der 29-Jährige demnach nur zu Gast.

 

Bei dem Angriff auf den Bus wurde eine Insassin leicht verletzt. Laut Angaben der UFC sind außerdem zwei weitere Kämpfer bei der Attacke verletzt worden. Sie sollen Blessuren im Gesicht, am Oberkörper und den Augen erlitten haben und bei den geplanten Kämpfen am Wochenende nicht antreten können. Es soll sich dabei um die beiden Fliegengewichtler Michael Chiesa und Ray Borg handeln.

 

Conor McGregor ist größer Star der Szene

Bei Conor McGregor handelt es sich um den zweifelsohne größten Star der MMA Szene. Der gebürtige Ire hält als einziger Kämpfer in der Geschichte der UFC den Titel in zwei Gewichtsklassen und zeichnet verantwortlich für vier der, an ihren Klick- und Zuschauerzahlen gemessen, größten Kämpfe überhaupt. Für die UFC ist ein Auftritt des Iren Gold wert.

 

Sein Kampf gegen den mehrfachen Box-Weltmeister Floyd Mayweather im August 2017 wurde medial ausgeschlachtet wie kein zweiter. Die beiden Kontrahenten setzten eine gigantische Marketingmaschinerie in Gang und sorgen mit Provokationen und Skandal-Auftritten für jede Menge Schlagzeilen. Das Wettaufkommen sowie die über einen Stream auf der ganzen Welt zugeschalteten Zuschauer suchen bis heute ihresgleichen.

 

Im finalen Showdown in Las Vegas unterlag McGregor trotz einer soliden Leistung in Runde 10, nachdem der Ringrichter den Kampf vorzeitig abgebrochen hatte. Für ihren Auftritt strichen beide Sportler Rekordsummen von mehreren hundert Millionen Dollar ein.