, 08.06.2020

Der ehemalige UFC-Champion Conor McGregor hat am Sonntag erneut seinen Rücktritt vom professionellen Kampfsport bekanntgegeben. Auf Twitter teilte der 31-jährige mit, künftig nicht mehr in das Oktagon steigen zu wollen.

 

 

Auf der Social-Media-Plattform postete McGregor ein gemeinsames Foto mit seiner Mutter und schrieb:

„Hallo Leute, ich habe mich dazu entschieden, vom Kampfsport zurückzutreten. Danke euch allen für die großartigen Erinnerungen. Was für eine Reise das gewesen ist! Hier ist ein Bild von mir und meiner Mutter in Las Vegas nach einem meiner Weltmeisterschaftsgewinne (…).

 

Für McGregor ist es bereits die dritte Rücktrittsankündigung innerhalb der vergangenen vier Jahre. Schon im Jahre 2016 und im Jahre 2019 hatte der ehemalige UFC-Feder- und Leichtgewichts-Champion sein Karriereende angekündigt, war jedoch immer wieder in den Profisport zurückgekehrt.

 

Welche Gründe hat McGregor?

 

Auf Anfrage des US-Sportnachrichtenportals ESPN [Link auf Englisch] teilte McGregor am Sonntag seine Gründe für den vorzeitigen Eintritt in den Ruhestand mit. Derzeit, so der Dubliner, gäbe es keine interessanten Kämpfe für ihn.

McGregor kämpfte im Jahre 2017 gegen den ehemaligen Box-Weltmeister Floyd Mayweather und wurde dadurch weltweit bekannt. Der Ire ging damals mit einer Außenseiterquote von 4,00 gegen Mayweather (Quote: 1,25) in den Kampf und verlor durch technischen K.O. nach 10 Runden. Für den Boxkampf erhielt er geschätzte 75 Millionen US-Dollar. In den vergangenen Monaten hatte McGregor immer wieder Gerüchte über einem möglichen Rückkampf gegen Mayweather befeuert.

Enttäuscht sei McGregor vor allem darüber, dass kein Interims-Weltmeisterschaftskampf zwischen ihm und dem US-Amerikaner Justin Gaethje zustande komme.

 

Dieser hatte im Mai 2020 den UFC-Interimstitel im Leichtgewicht gegen MMA-Legende Tony-Ferguson gewonnen und soll im September gegen den amtierenden Champion Khabib Nurmagomedov antreten. McGregor hatte seinen Leichtgewichtstitel im Jahre 2018 an den Russen verloren.

 

 

Experte glaubt McGregor kein Wort

 

Ob McGregor tatsächlich aus der UFC ausscheidet, wird derzeit in der MMA-Szene heiß diskutiert. UFC-Moderator und Podcast-Star Joe Rogan sagte am Sonntag im Interview mit ESPN, dass er nicht für eine Sekunde daran glaube, dass sich McGregor tatsächlich zur Ruhe setzen werde.

 

McGregors Tweet, der nur kurz nach der UFC 250 in Las Vegas erschienen ist, sei ein Weg, die Medien dazu zu bringen, über den Ex-Weltmeister zur reden, so Rogan.

 

Die Interview-Fragen von ESPN bewiesen, dass McGregor mit seiner Medienstrategie Erfolg habe.