, 08.01.2019

Der Martial Arts-Kampfsportserie Ultimate Fighting Championship (UFC) steht ein neuer Mega-Kampf bevor, bei dem der Halbschwergewicht-Champion Jon “Bones” Jones gegen seinen formstarken Herausforderer Anthony Smith antreten wird. Der Fight soll am 2. März in der 20.000 Zuschauer fassenden T-Mobile Arena von Las Vegas ausgetragen werden.

 

Jon Jones ist seit dem 29. Dezember 2018 Weltmeister in seiner Gewichtsklasse, nachdem er den Titel bereits zwischen 2011 und 2015 erfolgreich verteidigt hatte. Mit seinen 24 siegreichen Kämpfen (bei nur einer Niederlage) weist der 31-jährige Kämpfer eine beeindruckende Bilanz auf.

 

Doch auch Anthony Smith kann bei seinen 31 Siegen (und 13 Niederlagen) auf viele Erfolge im Ring verweisen. Er wird in der aktuellen Rangliste der Herausforderer momentan auf Rang drei geführt. Dass er in guter Form ist, bewies Anthony bei seinen drei letzten Kämpfen, die er allesamt vorzeitig für sich entschied.

 

Positiver Dopingtest von Jon Jones könnte den Kampf verhindern

Allerdings ist der Fight noch nicht endgültig sicher, denn Jon Jones war 2017 positiv auf Steroide getestet worden. Über eine mögliche Sperre für diesen Dopingbefund wird die Nevada State Athletic Commission bei ihrer Sitzung am 29. Januar entscheiden. Erteilen sie Jones die Lizenz, steht dem Kampf in Las Vegas nichts mehr im Wege.

 

UFC-Präsidentin Dana White sagte dazu dem US-Sender ESPN:

Unter der Voraussetzung, dass Jones die Lizenz erhält, wird er seinen Titel im Halbschwergewicht in einem auf fünf Runden angesetzten Kampf gegen Anthony Smith verteidigen.

Neben diesem Hauptkampf wird am 2. März eine Reihe weiterer hochkarätiger Fights ausgetragen. Die Veranstalter gaben bekannt, dass im Rahmen der UFC 235 auch in den Bantam- und Welter-Gewichtsklassen Titelkämpfe veranstaltet werden sollen.

 

Jon Jones liegt bei den Wettquoten vorn

Jon Jones

Jon Jones will seinen Titel verteidigen (Bild: Wikipedia)

Wenn es nach den Buchmachern geht, liegt die Favoritenrolle eindeutig bei Jon Jones. Zurzeit bewegt sich seine Quote bei etwa 1:1,6, während sein Kontrahent Anthony Smith nur mit Quoten zwischen 1:4,0 und 1:5,0 bewertet wird.

 

Für den Halbschwergewicht-Champion Jon Jones ist diese Rolle nicht neu, denn auch in seinen letzten Kämpfen wurde er von Buchmachern und Experten stets als erster Sieganwärter gesehen. Bisher wurde er diesem Status in den weitaus meisten Fällen gerecht.

Derzeit durchläuft der UFC-Zirkus eine schwierige Zeit. Hauptgrund dafür ist das Fehlen eines echten Superstars, der die Massen in ihren Bann zieht. Kein Wunder, dass sich die Augen von Organisatoren und Fans deshalb sehnsüchtig in Richtung des ehemaligen Champions Conor McGregor richten.

 

Wie ernst ist es Conor McGregor mit seinem Comeback?

McGregor kehrte letzten Oktober nach knapp zweijähriger Kampfpause in den Käfig zurück und unterlag dem in 27 Kämpfen ungeschlagenen Leichtgewicht-Champion Khabib Nurmagomedov. Der Kampf hatte weltweit für Aufsehen gesorgt, da es nach dem Ende zu chaotischen Szenen kam, als der 30-jährige Sieger unter den Fans eine Massenschlägerei anzettelte.

 

Seine Popularität nutzte McGregor auch außerhalb des Sports und ging Kooperationen mit weiteren Sponsoren ein. Unter anderem verpflichtete ihn der Sportwetten-Anbieter Betsafe als Markenbotschafter um bei seinen öffentlichen Auftritten für die Buchmacher zu werben.

Conor McGregor ist eines der Aushängeschilder der UFC-Branche. Nicht zuletzt dank seines Kampfes gegen die Boxer Floyd Mayweather im August 2017 errang der irische Kämpfer weltweite Bekanntheit. McGregor verlor den Kampf durch technisches KO in der 10. Runde und verhalf seinem Gegner damit zur siegreichsten Kampfserie der Boxgeschichte: Floyd Mayweather gewann 50 Matches in Serie und liegt damit nun vor der Boxlegende Rocky Marciano (49 Siege).

 

Doch McGregor wurde für die Niederlage finanziell fürstlich entschädigt, denn der Fight brachte ihm eine Rekordgage in Höhe von garantierten 30 Millionen US-Dollar. Durch Zusatzeinnahmen aus Eintrittsgeldern und Pay TV-Umsätzen wird geschätzt, dass McGregor an diesem Abend an die 100 Millionen US-Dollar verdiente.

Anfang Januar verkündete McGregor, dass er gegen den Kickboxer Tenshin Nasukawa antreten möchte. Dieser war am 31. Dezember 2018 in einem aufsehenerregenden Kurz-Kampf gegen Floyd Mayweather in der ersten Runde bereits nach 140 Sekunden KO gegangen. Angesichts des äußerst einseitigen Verlaufs vermuteten viele danach, dass das Ergebnis vorher zwischen den Gegnern abgesprochen worden war.

 

Nun richtete McGregor via Twitter eine Nachricht an die Organisatoren der Ultimate Fighting Championship und sein eigenes Management bei Paradigm Sports:

Ich möchte gerne nach Tokio fahren, um dort in einem Mixed Martial Arts-Kampf im Ring auf Tenshin Nasukawa zu treffen. Bitte organisieren Sie diesen kurzfristig. Mit freundlichen Grüßen, der Champ der Champs.

Obwohl er also finanziell längst ausgesorgt hat, zieht es McGregor also zurück ins Rampenlicht der UFC-Bühne. Berichten zufolge ist er in diesem Jahr sogar an einer Revanche gegen seinen ehemaligen Kontrahenten Floyd Mayweather interessiert. Spätestens dort würde sich zeigen, ob sein Comeback von Erfolg gekrönt ist und er wieder an alte Zeiten anknüpfen kann.