, 29.04.2020

Die britische Glücksspielkommission (UKGC) hat heute in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, der gemeinnützigen Organisation GambleAware 9 Mio. GBP zur Verfügung zu stellen. Die Organisation unterstützt vom pathologischen Glücksspiel betroffene Menschen. Aufgrund der Covid-19-Pandemie sei der Bedarf an Unterstützung gestiegen, so die UKGC zur Begründung.

 

Das Geld stammt aus Strafzahlungen, die Glücksspiel- und Sportwetten-Anbieter wegen regulatorischer Mängel an die UKGC zahlen mussten. GambleAware wolle den Betrag in die Behandlung und Unterstützung Spielsüchtiger investieren, heißt es in der Erklärung der Behörde [Seite auf Englisch].

 

GambleAware hatte bereits Anfang des Jahres ein Hilfspaket in Höhe von 27 Mio. GBP von der UKGC erhalten. Das zusätzliche Geld soll gewährleisten, dass die Hilfsangebote auch weiterhin effektiv funktionieren könnten, vor allem, da durch die Pandemie zusätzliche Initiativen notwendig seien.

Die Entscheidung, den Betrag aufzustocken, sei nach einer Untersuchung der Regulierungsbehörde erfolgt, in deren Rahmen festgestellt worden sei, dass die Teilnahme an Sportwetten wegen der Absage großer Sportveranstaltungen und der Schließung der Wettbüros gesunken sei.

 

Allerdings seien Anzeichen für eine Zunahme des Interesses an Glücksspielprodukten wie Online-Spielautomaten, Poker, Casino-Spielen und dem virtuellen Sport zu beobachten.

Die Arbeit von GambleAware muss gewährleistet bleiben

Besonders in der aktuellen Krisenzeit sei es wichtig, dass Organisationen wie GambleAware ihre Arbeit fortsetzen könnten, denn das gegenwärtige Klima stelle ein erhöhtes Risiko für die britischen Verbraucher dar, erklärte William Moyes, Vorsitzender der Glücksspielkommission.

Moyes sagte weiter:

„Neben einem strengen und flexiblen Regulierungssystem ist es äußerst wichtig, dass Organisationen wie GambleAware und ihre Partner ihre großartige Arbeit fortsetzen können, insbesondere in Zeiten, in denen ein erhöhtes Risiko besteht, dass Menschen aufgrund der Maßnahmen zur sozialen Distanzierung zu Hause glücksspielbedingt Schaden nehmen.“

Marc Etches, CEO von GambleAware, begrüßte die Initiative der UKGC. Die zusätzlichen Mittel ermöglichten es, weiterhin Präventions- und Behandlungsdienste in ganz England, Schottland und Wales in Zusammenarbeit mit Experten-Organisationen, einschließlich des NHS, anzubieten, um Menschen vor Schäden zu bewahren.

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