, 21.05.2020

Nachdem im Zuge der Covid-19-Pandemie fast 100 % der US-Casinos vorübergehend schließen mussten, öffnet die Glücksspiel-Industrie seit dieser Woche sukzessive ihre Einrichtungen unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen. Eine Studie des Technologie- und Beratungsunternehmens Synergy Blue hat untersucht, welche Besuchergruppen zuerst in die Glücksspieltempel zurückkehren werden.

 

Das Ergebnis: Vor allem junge Spieler könnten den Weg zu einem erfolgreichen Comeback der US-Glücksspiel-Branche ebnen.

 

Weniger Angst vor Gesundheitsrisiken

 

Die Untersuchung mit dem Titel The Path Forward for Casinos in a Post-Covid World [dt. „Der Weg in die Zukunft für Casinos in einer Post-Covid-Welt“], die im April unter Teilnahme von 1.000 befragten Spielern angefertigt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass junge Menschen weniger Sorgen um Gesundheit und Sicherheit in Casinos haben.

 

62 % der unter 30-Jährigen hätten im Rahmen der Untersuchung angegeben, nach den Lockerungen der Corona-Lockdowns wieder in Casinos spielen zu wollen. Die Rate fällt allerdings mit dem Alter der demographischen Gruppe. So seien nur noch 56 % der 30- bis 45-Jährigen willig, ein Casino zu besuchen. In der Altersgruppe der über 60-Jährigen falle die Zahl sogar auf 40 %.

 

Für Synergy Blue-CEO Georg Washington sind die Zahlen ein Anlass zum Umdenken. Die Casino-Industrie müsse auf die Bedürfnisse der Spieler hören, um nach der Covid-19-Krise erfolgreich zu sein, so der Unternehmer in einer Pressemitteilung:

„Die Casinoindustrie ist von der Krise schwer getroffen worden. Angesichts der hohen Unsicherheit hinsichtlich der langfristigen Auswirkungen ist es schwierig, den besten Weg nach vorne zu finden. Wir sitzen alle im selben Boot. Und gemeinsam können wir unsere Branche wieder aufbauen. Dazu müssen wir sie jedoch neugestalten, um sie an die veränderten Vorlieben unserer größten Unterstützer anzupassen: der Spieler und der Zocker.“

Welche Veränderungen könnten Spieler anlocken?

 

Im Rahmen des demographischen Wandels, so der Bericht, müsse die Industrie auf ihr Spielangebot achten. Nur noch 47 % der unter 30-Jährigen spielten an traditionellen Casino-Spielautomaten, während die Zahl bei den über 60-Jährigen bei 73 % läge.

Die weiteren Ergebnisse des Reports

  • 58 % der Untersuchungsteilnehmer haderten aufgrund der Wirtschaftslage mit einem Casino-Besuch.
  • 63 % der Befragten spielten während der Pandemie an Mobilgeräten.
  • 48 % gaben an, auch in Zukunft ihr Budget für Glücksspiel beibehalten zu wollen.

Für die Casinos bedeutet dies, in Zukunft nicht nur Hygiene- und Sicherheitskonzepte überdenken zu müssen. Um im Geschäft zu bleiben, könnten innovative Spielkonzepte das Zünglein an der Waage sein.