, 24.03.2021

Der Casino-Betreiber Caesars Entertainment verklagt mehrere Versicherungsunternehmen auf die Zahlung von über 2 Mrd. USD. Grund für die juristische Auseinandersetzung seien ausbleibende Zahlungen für Schäden, die der US-Glücksspielkonzern aufgrund der Corona-Pandemie erlitten habe.

 

Caesars Entertainment begründe seinen Anspruch auf eine “alle Risiken” abdeckende Versicherung, die sämtliche drohenden Schäden beinhalte. Doch obwohl das Unternehmen dafür 25 Mio. USD an Prämien überwiesen habe, seien die Zahlungen bisher ausgeblieben.

Nach der Fusion mit Eldorado Resorts betreibt Caesars in den USA über 50 Casinos und ist damit einer der größten Glücksspielanbieter des Landes. Im Zuge der Corona-bedingten Schließungen und Einnahmeausfälle zählt das Unternehmen im Glücksspielbereich zugleich zu den größten Verlierern der Krise. Den Geschäftszahlen zufolge lag der Verlust im vergangenen Jahr bei rund 1,75 Mrd. USD.

Um die Rückvergütung juristisch zu erzwingen, hat Caesars nun Klage vor einem Bezirksgericht in Clark County (Nevada) eingereicht. Wie US-Medien berichten, sei der Klageschrift zu entnehmen, dass es das Casino-Unternehmen mit einer Reihe illustrer Anspruchsgegner aufnehme.

 

So sollen zu den Beschuldigten internationale Versicherungskonzerne wie Allianz, Chubb, Aspen und Lloyds of London zählen. Das Unternehmen berufe sich dabei auf Schäden, die es aufgrund der Pandemie erlitten habe.

 

So heiße es in der Klage:

Regierungsanordnungen erforderten zu verschiedenen Zeiten, in unterschiedlichem Ausmaß und an verschiedenen Orten Stillstände, Sperren, Schließungen von Einrichtungen, Quarantänen, Reisebeschränkungen und Betriebsbeschränkungen, die sich alle erheblich auf die Immobilien und Geschäfte von Caesars auswirkten.

Schwierige Beweislage

Allerdings müsste Caesars nach Ansicht von Versicherungsexperten erlittene physische Schäden in seinen Casinos nachweisen, damit die Klagegegner zahlten. Im Vergleich zu Schadensfällen, die durch Feuer oder Stürme ausgelöst wurden, dürfte dies dem Unternehmen deutlich schwerer fallen.

 

Unter den Casino-Anbietern ist Caesar nicht das erste Unternehmen, das aufgrund ausbleibender Zahlungen rechtlich gegen Versicherungen vorgeht. Unter anderem versuchte auch Circus Circus-Besitzer Phil Ruffin vor Gericht sein Glück. Dort unterlag er im Februar gegen den Versicherer AIG.

 

Deshalb und aufgrund weiterer Urteile werden Caesars Chancen auf einen Sieg nicht sonderlich hoch eingeschätzt. Einer Studie der University of Pennsylvania Carey Law School zufolge hätten Gerichte in rund 200 ähnlichen Fällen zuungunsten von 80 % der klagenden Unternehmen entschieden.