, 18.02.2020

Die dänische Glücksspielaufsicht, Spillemyndigheden, hat am Montag ihren Jahresbericht 2019 veröffentlicht. Die jüngsten Statistiken zeigen, dass die Glücksspiel-Bruttoumsätze (Gross Gambling Revenue, GGR) im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen sind.

 

Darüber hinaus ist seit Jahren ein deutlicher Trend hin zum Online und mobilen Glücksspiel zu beobachten, der sich im Jahr 2019 erneut gefestigt hat. Gleichzeitig jedoch lassen sich mehr Dänen als je zuvor vom Glücksspiel ausschließen.

 

Steigende Umsätze dank Online Glücksspiel

Der dänische Glücksspielsektor [Seite auf Englisch] erfreut sich seit vielen Jahren eines kontinuierlichen Wachstums. So erzielte der legale Glücksspielsektor im Jahr 2019 einen GGR von 6,556 Mrd. DKK (knapp 877,7 Mio. Euro), was einem Anstieg von 1,5 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

 

Seit 2012 hat sich der GGR des Landes mit einem Gesamtanstieg von 56,92 % mehr als verdoppelt. Dies ist vor allem dem Wachstum des legalen Online Glücksspielmarktes zu verdanken.

Das Online Glücksspiel ist in Dänemark seit 2012 erlaubt. Sowohl dänische als auch ausländische Glücksspielfirmen können sich seither bei der Spillemyndigheden um eine entsprechende Lizenz bewerben. Die Behörde führt darüber hinaus eine Schwarze Liste illegaler Betreiber und blockiert die Webseiten unlizenzierter Anbieter.

Online Casinos (Sportwetten ausgeschlossen) machten im Jahr 2019 einen Anteil von 35,53 % des GGR aus. Im Vorjahr lag dieser Anteil bei 33,45 %.

 

Auf die Spielbanken des Landes hingegen entfallen im Jahr 2019 21,05 %, auf einzelne Spielautomaten in Spielhallen und Gastronomie 5,31 % und auf den Bereich der Sportwetten (landbasiert und online) 38,11 %.

 

Insgesamt weist lediglich der Bereich der Sportwetten im Jahr 2019 einen leichten Umsatzrückgang von 0,95 % auf. Auch hier jedoch ist eine deutliche Tendenz in Richtung Online Sportwetten zu beobachten. Allein 49,68 % aller Wetten wurden über mobile Apps abgegeben, weitere 16,75 % über den Computer.

 

Mehr Selbstausschlüsse und Spielsuchtberatung

Während der legale Glücksspielsektor in Dänemark floriert, registrierte die Glücksspielaufsicht auch eine stetig steigende Zahl von Personen, die sich vom Glücksspiel haben ausschließen lassen.

 

Bis zum Dezember 2019 sollen sich bei dem nationalen Selbstausschlussregister „ROFUS“ 21.065 Dänen registriert haben. 14.528 Personen entschieden sich für einen permanenten Ausschluss, 6.537 für einen temporären. 75,94 % aller Selbstausschlüsse gehen von Männern aus.

 

Die Spillemyndigheden berichtet des Weiteren, dass 2019 insgesamt 1.896 Anrufe bei der Hilfsorganisation StopSpillet eingegangen seien. Auch hier liegt der Anteil der Männer mit 66,79 % deutlich über dem der Frauen.

 

Oft jedoch seien es nicht die Spieler selbst, die um Beratung böten. In immerhin 38,78 % der Fälle gingen die Anrufe von Angehörigen, in 4,43 % von persönlichen Beratern aus.