, 03.12.2019

Das griechische Online Magazin „Business Daily“ hat kürzlich berichtet, dass die Unterlagen des Glücksspiel-Konzerns Hard Rock International, einem der Lizenz Bewerber um das Casino Resort Projekt im Hellinikon, fehlerhaft seien.

 

Die Glücksspiel Unternehmen Hard Rock International (HRI) und Mohegan Gaming & Entertainment (MGE) reichten Anfang Oktober ihre Gebote für die Casino Lizenz für das Casino & Resort-Projekt Hellinikon bei der griechischen Glücksspielbehörde HGC in Athen ein. Nun scheint allerdings eine kritische Phase des Bewerbungsprozesses erreicht zu sein.

 

Dies könnte nicht nur zu einer Verzögerung der Entscheidung der HGC [Seite auf Englisch] führen, sondern auch den Ausschluss von Hard Rock International vom Bewerbungsprozess nach sich ziehen.

 

Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass die Bekanntgabe des Betreibers ein notwendiger Schritt ist, um den Bau des 8 Milliarden Euro schweren Megakomplexes auf dem ehemaligen internationalen Flughafen Hellinikon bei Athen beginnen zu können.

Zwei Konzerne kämpfen um ein Mammutprojekt

 

Der Antragsteller, der den Zuschlag von der griechischen Glücksspielbehörde HGC erhält, kann 30 Jahre lang das Casino Resort im Hellinikon Projekt auf dem alten Athener Flughafengelände betreiben.

 

Das Casino Resort stellt das Zentrum des Hellinikon Projekts dar und wird 2.000 Betten, Unterhaltungseinrichtungen, Tagungsräume und ein 12.000 Quadratmeter großes Casino mit 1.200 Automatenspielen und 120 Spieltischen bieten.

Kampf der Giganten?

Die HRI Akte soll laut der HGC Fehler in der Garantieerklärung sowie im Nachweis der erforderlichen Erfahrung des Baus und Betriebs von Glücksspieleinrichtungen aufweisen.

 

Zwar könne HRI nachweisen, derartige Betriebe zu verwalten, allerdings sei aus den Unterlagen nicht vollständig ersichtlich, ob diese selbst errichtet oder von einem Vorbesitzer erworben worden seien.

 

Hellinikon Casino Resort, Himmel, Gebäude

Das Hellinikon Casino Resort gehört zu den größten ausländischen Investitionen in der Tourismus- und Unterhaltungsbranche. (Bild: youtube.com)

Darüber hinaus sollen die Pläne hinsichtlich der Finanzierung des Projekts im Hellinikon einige Ungereimtheiten aufweisen. Die Akte von MGE soll allerdings keine der aufgeführten Probleme beinhalten.

 

Als Reaktion darauf soll HRI den griechischen Behörden mit Klagen gedroht haben, sollte das Unternehmen vom Bewerbungsprozess um die Lizenz ausgeschlossen werden.

 

Der Prozess könnte komplett entgleisen, wenn sich Mohegan Gaming and Entertainment, das konkurrierende Unternehmen, ebenfalls zu rechtlichen Schritten entscheiden sollte im Falle, dass die Vorschriften der Lizenzvergabe nicht genau eingehalten werden oder der Zuschlag an Hard Rock International gehen sollte.

Mohegan Gaming & Entertainment soll sich gemeinsam mit dem griechischen Unternehmen GEK Terna seit mehr als einem Jahr in Athen auf die Ausschreibung vorbereitet haben.

 

Hard Rock International soll erst später an dem Lizenzierungsverfahren teilgenommen haben, nachdem die griechische Regierung die Fristen der Ausschreibung verlängert hatte.

 

Das könnte bedeuten, dass sich HRI möglicherweise nicht so gründlich hat vorbereiten können wie ihre Konkurrenten.

Laut Insiderinformationen bestehe durchaus die Möglichkeit, dass HRI ausgeschlossen werde. So soll Michael Karloutsos, der Berater und Sprecher von Hard Rock, der sich derzeit in Athen aufhalten soll, gesagt haben:

„Wir sind dazu entschlossen, bis zum Ende zu gehen, auch vor Gericht. Wenn es notwendig ist, gehen wir auch an den Europäischen Gerichtshof.“

Griechische Glücksspielbehörde will Vorgaben genau einhalten

Das Casino Resort im Hellinikon Projekt stellt eine der größten ausländischen Investitionen in der Tourismus- und Unterhaltungsbranche auf griechischem Boden dar. Die beiden Bieter rechnen mit einer Investition von über 1 Milliarde Euro.

 

Das folgende Video vermittelt einen ersten Eindruck des Casino Resorts:

 

 

Die Hellenic Gaming Commission, die das Projekt ausgeschrieben hatte, und die griechische Regierung erklärten, die gesetzlichen Vorgaben während des gesamten Lizenzierungsprozesses genau einhalten zu wollen.

 

Damit wolle man potenziellen Missverständnissen oder rechtlichen Auswirkungen, die in Zukunft entstehen könnten, effizient vorbeugen. Die Regierung wolle auch nicht, dass die Lizenz vergeben werde, bevor die Unstimmigkeiten in den Bewerbungsunterlagen vollständig geklärt seien.

 

Zur Erörterung des nächsten Schrittes des Lizenzierungsprozesses sei von der HGC ein Sonderausschuss gebildet worden, der sich mit Rechtsberatern getroffen habe, um die Optionen zu erörtern. Es ist davon auszugehen, dass der Ausschuss beide Bewerber vorladen wird, um die Situation zu bewerten.

 

Die griechische Regierung hofft indes, dass der Lizenzierungsprozess so schnell wie möglich beendet wird, damit das Hellinikon Projekt in Angriff genommen werden kann.