, 03.08.2017

Joe Lee mit den Trump Wettmärkten

Joe Lee hat den Zuschlag als “Head of Trump Betting” erhalten. (Bildquelle)

Nachdem der irische Buchmacher Paddy Power bereits im März seine Stellenausschreibung für die Position „Head of Trump Betting“ veröffentlicht hatte, hat das Unternehmen die Stelle nun endlich besetzt. Joseph Lee wird den gesamten „Trump Betting Hub“ von Paddy Power übernehmen. In dieser eigens für Wetten auf den amtierenden Präsidenten der USA geschaffenen Position ist der 35-Jährige für sämtliche Wettmärkte im Zusammenhang mit Trump verantwortlich. Paddy Power gehört zu denjenigen Wettanbietern mit einem umfangreichen Angebot an Politwetten, darunter rund 150 Märkte nur zu Donald Trump. Um dem hohen Wettaufkommen Herr zu werden, neue Märkte zu entwickeln, Quoten zu berechnen und den gesamten „Trump Hub“ zu managen, wurde Joe Lee eingestellt. Der 35-jährige Lee, Vater zweier Kinder und ausgebildet in Irland, kann auf lange Jahre der Erfahrung im Wettgeschäft zurückblicken. Sein Vertrag läuft bis zum Ende der Trump‘schen Präsidentschaft.

 

Joe Lee überwacht 150 Trump-Wettmärkte

Der Trump Hub von Paddy Power wurde im Februar ins Leben gerufen und ist rund 150 Wettmärkte stark. Von Innen- und Außenpolitik über Mexico und Russland bis hin zu Familien- und Amtsenthebungsspecials wird Spielern eine breite Auswahl geboten. Damit untermauert Paddy Power seinen Ruf als Topadresse für Wetten auf Donald Trump. Um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und interessante neue Wettmärkte zu entwickeln, greift Joe Lee vor allem auf die Twitteraktivitäten des Präsidenten zurück. Aus dieser und anderen Quellen entstehen im Anschluss die auf den ersten Blick sehr kreativen, aber doch existenzberechtigten, Wettmärkte, darunter:

 

  • Donald Trump bestätigt eine Haartransplantation: 2/1
  • Ein Sex-Tape von Donald Trump gerät in Umlauf: 14/1
  • Donald Trump lässt sein Konterfei zum Mount Rushmore hinzufügen: 100/1
  • Trump und Obama spielen eine Runde Gold: 4/1
  • Trump streicht das Weiße Haus gold: 100/1
  • Donald Trump konvertiert zum Islam: 50/1
  • Donald Trump erklärt die Existenz von Aliens: 20/1
  • Melania Trump wird 2017 deportiert: 100/1

 

Das Wettaufkommen rund um den US-Präsidenten übersteigt laut Paddy Power übrigens sogar die Umsätze bei Boxen, Motorsport oder Golf.

 

“The Rock” for President in 2020

Spannend wird es bei der Frage nach Trumps Nachfolger. Die Wettmärkte zu einer zweiten Amtszeit sind besonders beliebt und auch potenzielle Kandidaten lassen nicht auf sich warten. Der neue Trump-Chef Joe Lee erklärt die Wahrscheinlichkeiten für eine zweite Amtszeit Trumps:

„Im Moment bieten wir Quoten von 2/1 auf eine Wiederwahl Donald Trumps für 2020 an. Gleichzeitig halten wir es aber auch mit einer Quote von 4/6 für sehr gut möglich, dass er aufgrund seiner mutmaßlichen Verbindung zu Russland des Amtes enthoben wird.“

Vor allem, wenn Dwayne „The Rock“ Johnson seine Ankündigung wahrmachen und 2020 ebenfalls kandidieren sollte, werde es laut Joe Lee kniffelig, den Ausgang dieses Duells vorherzusehen. Der 45-jährige Schauspieler und ehemaliger Wrestler bekundete bereits Interesse an einer Kandidatur für 2020 und auch ein inoffizielles Komitee zu seiner Unterstützung hat sich mittlerweile gegründet. Das Wahlkampfmotto „Run the Rock 2020“ wurde jüngst bei der Bundeswahlbehörde eingereicht, allerdings nicht von Dwayne Johnson selbst, sondern von einem seiner inoffiziellen Unterstützer. Bei Paddy Power sieht die Trump Abteilung der Zukunft gleichsam ungewiss entgegen wie die Öffentlichkeit:

 „Als Donald Trump ins Weiße Haus gewählt wurde, war eine der beliebtesten Wetten die Frage, ob seine Ehe mit Melania oder seine Präsidentschaft länger halten würde. Sollte „The Rock“ sich wirklich von den Republikanern gegen Trump aufstellen lassen, dann können wir den Ausgang nur schwer abschätzen. Unsere Quote liegt zurzeit bei 25/1.“

Die Quote für eine Kandidatur Melanias gegen ihren Ehemann im Jahr 2020 liegen übrigens bei 80/1.

 

Buchmacher vorsichtig bei Politwetten

Mit der stetig steigenden Beliebtheit von Politwetten bei den Briten, müssen die nationalen Buchmacher ihre Quoten umso gewissenhafter berechnen. So hat die überraschende Wahl Trumps im letzten Jahr Paddy Power rund 4 Millionen Pfund an Gewinnauszahlungen gekostet. Aus diesem Grund und weiteren Verlusten nach dem Brexit-Votum engagierte man sogar Großbritanniens EU-Gegner Nigel Farage, der als politischer Berater von Paddy Power dafür sorgen sollte, derartige Fehleinschätzungen in Zukunft zu vermeiden. Paddy Power gehört mit seiner großen Auswahl an Politwetten und seinen spektakulären PR-Aktionen zu den absoluten Branchengiganten. Erst kürzlich errichtete das PR-Team eine riesige Statue von Premierministerin Theresa May an der Küste von Dover, wenige Wochen später bastelte es dem Kulturdenkmal des „Cerne Abbas Giant“ pünktlich zu Wimbledon einen Tennisschläger in die Hand.