So gewinnt man im Casino: Solides Bankroll-Management

Bankroll-Management Wie kann man im Casino gewinnen? - Kaum ein Spieler in Deutschland hat sich noch nicht mit dieser entscheidenden Frage auseinandergesetzt. Meine Antwort: Ohne gutes Cash-Management geht es nicht - weder im Leben noch an der Börse und auch nicht beim Glückspiel. Im Gegenteil: Bankroll-Management ist ein entscheidendes Tool zum Gewinnen im Casino.

Was ist Bankroll Management?

Eine Bankroll ist der einem Spieler zur Verfügung stehende Geldbetrag. Dieses Kapital ist die Basis und auch das Rettungsnetz eines Gamers. Ohne sie entsteht kein Profit, zudem sind damit Verluste ausgleichbar. Schließlich verlieren auch die besten Spieler. Durch geschicktes Management hält man das Risiko, einen wesentlichen und großen Anteil seiner Bankroll zu verlieren, klein.

Bevor Sie im Casino spielen

Der Start eines erfolgreichen Bankroll-Management ist wenig spektakulär: Es beginnt mit dem Blick auf die monatlichen Einnahmen und das eigene Konto. Und mit dem Überblick über die eigenen Finanzen und dem Wissen, wie viel Geld man durchschnittlich zum Lebensunterhalt benötigt. So wie die Miete maximal ein Drittel des monatlichen Budgets ausmachen sollte, so darf auch für das Spielen nur ein bestimmter Betrag genutzt werden. Es ist davon auszugehen, dass maximal zehn Prozent des Monatseinkommens niemanden den Hals brechen, wenn dieses Geld verloren ginge und man dennoch Spaß beim Spiel haben könnte. Wählen Sie also einen Betrag, den Sie bequem entbehren, aber auch verlieren können. Dabei gilt: Das Glücksspiel-Budget ist streng vom Geld für den Lebensunterhalt zu trennen. Denn die eiserne Regel besagt: Nie mit Geld spielen, das man zum Leben braucht. Denn ansonsten schliddert man allmählich in die Privat-Insolvenz.

Die 6 Experten-Tipps für einen erfolgreichen Casino-Besuch

  1. Regeln aufstellen

    Regeln aufstellen Es ist nicht immer einfach: die eigenen Richtlinien einzuhalten. Deswegen haben wir ein Bankroll-Management: Damit es uns den Weg weist, mit eingebauten Stopplinien: bis hierhin und nicht weiter! Egal, ob es sich um 50 oder 700 Euro im Monat handelt. Diese Bankroll ist Ihr Wettbudget - und Sie sollten sich streng daran halten.

    Prinzipiell gibt es für das Management der Bankroll keine Gesetzmäßigkeiten. Denn jedes Budget, jeder Spieler ist individuell - deswegen kann es nur Tipps und Empfehlungen geben. Ziel eines jeden Spielers oder einer Investition ist es naturgemäß einen Gewinn zu erzielen - allerdings funktioniert dies nicht immer unbedingt. Deswegen gilt: Verluste vermeiden. Man sollte sich nicht nur nach oben und damit zu einem möglichen Gewinn orientieren und darauf verlassen, sondern in der Planungsphase eher nach unten schauen, in Richtung Verlust, vielleicht sogar bis hin zum Totalverlust. Ist ein verlorener Betrag ärgerlich, lästig oder überlebenswichtig? Die Antwort darauf kann man sich nur selbst geben.

  2. Unternehmerisch denken

    Unternehmerisch denken Ein weiterer Ansatz für Ihr Spielemanagement: Spieler sollten die Bankroll als ihre Investition - immerhin umsetzbar Buy-ins bzw. Einsätze und Rake - sehen. Die Gewinne - minus der Kosten - sind der erspielte Profit. Damit wird Ihre Bankroll zum Betriebskapital. Und dieses Betriebskapital ermöglicht Ihnen, Guthaben am Automaten aufzuladen, Startgelder für Turniere zu zahlen oder Chips zu kaufen. Sie können für sich errechnen, wie viel Sie sich dafür leisten können, abhängig von Ihren Spielgewohnheiten. Das bringt Struktur und Überblick ins eigene Spiel und ist zudem variabel, indem man beispielsweise zu kleineren Einsätzen übergeht. Denn schließlich muss das eigene Limit auch zur persönlichen Bankroll passen. So kann man selbst ermitteln, wann man in den Limits aufsteigen kann oder absteigen muss. Mit einem guten Bankroll Management hat man seinen Einsatz unter Kontrolle, denn man richtet sich bei der Auswahl des Limits nach seinem Budget. „Wie gewinnt man im Casino“ ist also durchaus mit der Frage „Wie führt man ein erfolgreiches Unternehmen“ zu vergleichen.

  3. Fallen umgehen

    Fallen umgehen Es könnte eigentlich als Anfängerfehler durchgehen, passiert aber auch erfahrenen Spielern: Im Spielcasino nicht mit Kreditkarte zahlen - denn das Nachladen des Spielbudgets ist viel zu einfach. Dagegen am besten nur Bargeld mitnehmen, dabei nicht einen Cent mehr mitnehmen wie Ihr Bankroll-Management vorgibt. Das gilt ebenfalls für die Online-Welt: Auch hier sollte man nicht aus dem selbst gesetzten Raster ausbrechen. Ziel muss es sein, eben nicht einen zu großen Anteil der Bankroll zu riskieren. Auch relevant: Den Betrag, den man plant pro Runde zu setzen, muss man fest im Auge behalten. Vor allem beim Automatenspiel kann man schnell darauf hereinfallen, dass der Einsatz plötzlich höher wird. Wichtig ist, das Risiko zu reduzieren, das Budget unkontrolliert und deutlich zu schnell zu verlieren. Dennoch kann eine gut gemanagte Bankroll Schwankungen beim Poker und bei klassischen Casino Spielen wie Roulette oder Blackjack aushalten. Der richtige Weg ist der geschickte Umgang mit dem eigenen Kapital, mit dem Ziel das Geld zu erhalten.

  4. Konservativ ist clever

    Konservativ ist clever Klar, es gibt zahlreiche Spieler, die mit aggressivem Bankroll-Management und risikoreichen Einsätzen erfolgreich waren und sind. Sie sollten sich aber immer vor Augen führen, dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Sie mit solch einer Strategie Ihr Kapital verpulvern, als dass Sie den erhofften Gewinn landen.
    Das konservative Bankroll-Management ist für die meisten Spieler relevant. Denn wer verliert schon gern, vor allem von seinem sauer verdienten Geld. Das macht niemand gern - weder an der Börse noch im Spielcasino. Die eigene Bankroll stellt einen echten Wert dar, die man nur selten mal schnell durch andere Einnahmequellen füllen kann. Deswegen ist vorsichtiges Agieren angesagt. Das kann man noch verstärken: Je wertvoller die Bankroll für einen Spieler ist, desto konservativer sollte man an das Bankroll-Management herangehen. Ein risikobewusstes Management und ein vorsichtiges Spiel, dann ist der Totalverlust deutlich weniger wahrscheinlich.

  5. Game-Diary

    Game-Diary Der Ansatz ist nicht viel anders wie bei einem erweiterten Haushaltsbuch: Notieren Sie alles, was für Sie und Ihr Spiel relevant ist. Prinzipiell ist es sinnvoll, sich vor und nach jeder Spielphase Notizen zu Start- und Endguthaben zu machen. Führen Sie Buch über die eigene Perfomance, die Spielzeit, darüber, welche Profite/Verluste Sie mit welchen Einsätzen du bei welchem Spiel erzielen, ergänzt um weitere sinnvolle Informationen wie Gefühlslage, Ärger, Wut, Freude. Ein solches Spieltagebuch ist eine gute Möglichkeit, den Überblick über das eigene Spiel und die Ausgaben zu behalten - und auch über sich selbst. Das kann man in einem Fließtext notieren oder besser in eine Tabelle eintragen.

    Schon nach kurzer Zeit dürften Sie Trends erkennen: Wie lange habe ich gespielt? Gibt es Korrelationen zu Verlusten/Gewinnen? Wie viel habe ich bisher mit einem bestimmten Limit gewonnen/verloren? Bei welchem Spiel gewinne ich am meisten? Wie waren Ihre Gefühle bei verschiedenen Ereignissen? Ein Game-Diary ist ein hilfreiches Tool, um sich selbst und sein Spiel besser zu kontrollieren – und erfolgreicher zu werden.

  6. Gewinn-Management

    Gewinn-Management Die Krönung eines erfolgreichen Bankroll-management ist die Planung, wie man mit Gewinnen verfahren wird. Zunächst ist dabei wichtig zu organisieren, dass solche Einnahmen nicht auf dem Konto beim Spielcasino bleiben, sondern dahin wandern, wo sie hingehören: auf das eigene Konto oder in die eigene Tasche. Zudem sollte man vorher festlegen, wie Gewinne genutzt werden. Dabei ist es kein konservativer Ansatz, den Einsatz zu erhöhen, um mehr zu gewinnen! Die deutlich bessere Strategie ist vielseitiger. Und sollte bei nahezu jeder Gewinnhöhe so eingehalten werden! So könnte man sich zunächst etwas besonderes Gönnen, zum Beispiel ein leckeres Abendessen, einen Kurzurlaub oder ein schickes Möbelstück. Danach den Hauptteil des Gewinns auf die hohe Kante legen, also dem Privatvermögen zuführen. Und erst dann an die Bankroll denken, indem man maximal die Hälfte, oder besser nur ein Drittel des Gewinns dem Spiel-Budget zuführt. Und so sorgen Sie als Ertrag eines soliden Bankroll-Managements auch für ein kontinuierliches Wachstum der Bankroll.

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