, May 13, 2018

Venetian Hotel

Das Venetian-Resort ist eines der Casinos des Multimilliardärs (Bild: venetian.com)

Der US-amerikanische Casino-Besitzer Sheldon Adelson hat der Republikanischen Partei der Vereinigten Staaten erneut eine hohe Spende zukommen lassen. Dieses Mal handelt es sich um Wahlkampfhilfen in Höhe von 30 Millionen US-Dollar. Mit ihnen unterstützt der 85-jährige Selfmade-Milliardär republikanische Politiker, die im November bei den Wahlen um ihren Platz im Kongress kämpfen.

 

Wichtiger Unterstützer der Republikaner

Der Mann, der auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt 2017 mit einem Vermögen von etwa 37 Milliarden US-Dollar den 20. Platz belegte, gibt sich nicht zum ersten Mal finanziell erkenntlich. So zahlte er auch in den Wahlkämpfen 2012 und 2016 hohe Summen in die republikanische Parteikasse.

 

2012 gehörte Sheldon Adelson zu den größten Geldgebern des damaligen Bewerbers Mitt Romney. Eigenen Ankündigungen zufolge wollte er bis zu 100 Millionen US-Dollar spenden, um eine Wiederwahl des Amtsinhabers Barack Obama zu torpedieren.

 

2016 beteiligte er sich an der Unterstützung von Donald Trump. So überwies er allein für die Feierlichkeiten zu dessen Amtseinführung fünf Millionen US-Dollar – ganz zu schweigen von seinen 25 Millionen US-Dollar, die kurz vor der Wahl in TV-Spots gesteckt wurden. Mit diesen Summen gehört er neben Robert Mercer und den Koch-Brüdern zu den finanzstärksten Unterstützern der Republikaner.

 

Selfmade-Milliardär mit großem Casino-Geschäft

Wie auch viele andere Superreiche stammt der Einwanderersohn Sheldon Adelson aus kleinbürgerlichen Verhältnissen. Sein Vermögen machte der 1933 in Boston geborene Mann dabei hauptsächlich in der Immobilienbranche von Las Vegas.

 

Die ersten großen Schritte im Glücksspiel-Geschäft der Stadt absolvierte er 1988, als sein Unternehmen dort das Sands Hotel und Casino kaufte. Dieses wurde 1996 geschlossen und abgerissen.

 

Sands-Gruppe weltweit mit luxuriösen Casinos präsent

An der Stelle des Sands entstand daraufhin das Venetian Resort Hotel, welches sich nahtlos in die Reihe der Mega Hotel-Casino-Resorts a la Luxor, Mirage oder MGM Grand am Strip einreihte. Die Baukosten für den mit diversen Architekturpreisen ausgezeichneten Luxus-Komplex des Venetians lagen bei 1,5 Milliarden US-Dollar. Zu den weiteren Highlights der weltweit agierenden Casino-Gruppe zählen das Sands Macau und das Venetian Macau Resort Hotel sowie das spektakuläre, in Singapur im Jahre 2010 eröffnete Marina Bay Sands.

 

 

Energischer Gegner von Online Casinos

Sheldon Adelson

Sheldon Adelson (Bild: Wikimedia)

Der Casino-Mogul ist seit jeher Gegner der Legalisierung des Online Glücksspiels in den USA. Angesichts seines Engagements in der Sands-Gruppe ist es nicht verwunderlich, dass der Mann seit vielen Jahren mit aller Macht versucht, die Online Casinos in die Illegalität abzudrängen.

 

Zumindest in den USA hat er damit einigen Erfolg, denn dort ist das Online Glücksspiel streng reglementiert. Sobald in Bundestaaten Anstalten gemacht werden, Online Casinos zu legalisieren, unterstützt der Milliardär die Gegner dieser Vorhaben nach Kräften.

 

Doch in Zeiten knapper öffentlicher Kassen werden die Bestrebungen einzelner Bundestaaten, zur Finanzierung auf die Einnahmen der Online Glücksspielindustrie zu setzen, immer stärker. Der Druck auf den Sands-Besitzer wächst somit beständig, denn in den einzelnen Bundesstaaten sind es mitunter Politiker beider großer Parteien, die sich für eine Legalisierung stark machen.

 

Staaten wie New Jersey, Nevada, Delaware oder Pennsylvania machten den Anfang, indem sie Online Casinos erste Lizenzen erteilten. Zwar gelten strenge Beschränkungen, doch die absolute Verbannung des Online Glücksspiels ist gebrochen. Nun denken auch Staaten wie Kalifornien, New York oder Michigan darüber nach, die Verbote zumindest teilweise zu lockern.