, 03.11.2019

Der britische Online Zahlungsdienstleister Skrill ist in dieser Woche zum ersten Mal mit einem der jährlich verliehenen Future Digital Awards von Juniper Research, einem Unternehmen für digitale Marktforschung und Beratung, ausgezeichnet worden.

 

Skrill konnte sich dabei gegen den zweitplatzierten Zahlungsdienst, Sticpay, durchsetzen und erhielt in der Kategorie „Best Digital Wallet“ die Platinum-Auszeichnung.

 

Skrill ist vor allem in Online Casinos eine beliebte Zahlungsmethode, da der Dienstleister gegenüber Kreditkarten oder herkömmlichen Überweisungen zahlreiche Vorteile bietet.

 

In allen Punkten überzeugt

Jedes Jahr hält das britische Unternehmen Juniper Research Ausschau nach den besten und innovativsten digitalen Dienstleistern verschiedener Sparten und Branchen.

 

Auch in diesem Jahr dienten sechs Kategorien [Seite auf Englisch] als Grundlage für die Award-Vergabe:

 

  • Innovatives Banking
  • Innovationen in Betrug und Sicherheit
  • Innovativer Einzelhandel
  • Fintech-Innovationen
  • Zahlungs-Innovationen
  • Wahl des Richters

 

Skrill konnte sich dabei einen der sechs Awards im Bereich Zahlungs-Innovationen sichern, und zwar die Auszeichnung zum „Best Digital Wallet“.

 

Das Unternehmen zählt sich dabei schon seit langem zu den weltweiten Marktführern für digitale Zahlungsvorgänge.

 

Skrill beschreibt sich dabei als ein „weltweiter Vorreiter in der Entwicklung globaler Zahlungslösungen“ und wirbt damit, das Unternehmenswachstum von Firmen zu steigern und diesen weltweit zu einer größeren Kundschaft zu verhelfen.

Skrill wurde im Jahr 2001 gegründet und war bis zum Jahr 2010 unter dem Namen Moneybookers bekannt. Im Jahr 2015 akquirierte die börsenorientierte Paysafe-Gruppe, welche auch hinter den Zahlungsmitteln Paysafecard und Ukash steht, das Unternehmen. Skrill ist heute in 200 Ländern verfügbar und bearbeitet im Jahr zirka 150 Mio. Zahlungen mit einem Gesamtvolumen von fast 13 Mrd. Euro.

Gegenüber den Jurymitgliedern von Juniper Research konnte sich das Unternehmen dank seiner innovativen und vielfältigen Arbeitsweise in diesem Jahr erstmals gegen viele andere e-Wallets behaupten.

 

Laut Juniper Research käme es vor allem darauf an, innovative Produkte auf den Markt zu bringen, vielfältige Features bereitzustellen, mit anderen Unternehmen zu kooperieren und Partnerschaften zu pflegen sowie vielversprechende geschäftliche Zukunftsprognosen darzulegen.

 

Eine Alternative zu PayPal?

Viele Menschen nutzen Skrill oder andere e-Wallets als Zahlungsmittel in Online Casinos. Der Zahlungsdienst steht dabei nach eigener Aussage heute in mehreren Hundert Online Casinos zur Verfügung.

 

PayPal Logo auf Bildschirm

PayPal für Online Casinos in Deutschland nicht mehr verfügbar (Bild: PxHere)

Bis vor kurzem zählte PayPal zu den beliebtesten Zahlungsmethoden deutscher Spieler, doch der amerikanische Zahlungsdienst kündigte im August an, ab Oktober keine weiteren Zahlungen an Online Casinos zu autorisieren.

 

Der Grund dafür liegt in der komplexen deutschen Gesetzeslage rund um das Online Glücksspiel. So kam es zu mehreren Klagen gegen PayPal, bei denen Spieler ihr Geld, welches sie per PayPal im Online Casino eingezahlt und dort verloren hatten, von PayPal selbst zurückforderten.

 

Anwälte unterstützten die Klagen mit dem Argument, dass die Online Casinos in Deutschland nicht legal seien und PayPal somit illegale Überweisungen autorisiert habe.

 

Während für Skrill in Deutschland grundsätzlich dieselben Umstände vorliegen, kam es bisher noch zu keiner ähnlichen Klage gegen das e-Wallet.

 

Skrill und der Brexit

Allerdings scheinen in diesem Jahr die politischen Turbulenzen in Großbritannien nicht ganz unbemerkt an Skrill vorbeizugehen. Als international operierender Dienstleister scheint Skrill durch den Brexit vor neue Hürden gestellt worden zu sein.

 

So hieß es in einer Pressemittelung auf der Skrill-Webseite im August, dass Skrill aufgrund des Brexits seine Arbeitsweise umstellen müsse, um weiterhin für Kunden aus dem Europäischen Wirtschaftsraum zur Verfügung zu stehen. In der Mitteilung hieß es:

Wir haben hart daran gearbeitet, jegliche Auswirkungen dieses Prozesses auf unsere Kunden zu minimieren, und wollen dafür sorgen, dass Skrill Ihnen nach dem Brexit weiterhin ununterbrochene Dienstleistungen bieten kann.

Skrill hatte vor, für den Fall des Brexits, ab November 2019 seine Dienstleistungen für EWR-Kunden über das irische Unternehmen Paysafe Payment Solutions Limited (PPSL) abzuwickeln.

 

Zu den aktuellen Entwicklungen, aufgrund derer der Brexit vorerst erneut verschoben worden ist, hat sich Skrill noch nicht geäußert. Fürs erste scheint sich also für europäische Skrill-Kunden nichts zu ändern.

 

Trotz aller Ungewissheiten scheint das Unternehmen jedoch gut auf die Zukunft vorbereitet, was der aktuelle Juniper Research Award nur bestätigt.

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