Samstag, 03. Dezember 2022

Die Woche im Überblick: Top-News aus der Glücksspiel-Branche

Top News Die Top-News aus der Glücksspiel-Branche von dieser Woche. (Bild: pixabay.com, casinoonline.de)

Der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) 2021 ist nun seit einem Jahr in Kraft. Die Branche zieht in zahlreichen Stellungnahmen Bilanz. Doch auch aus den Nachbarländern Schweiz, Österreich und Liechtenstein sowie aus dem internationalen Raum erreichten interessante Nachrichten die News-Redaktion von CasinoOnline.de.

Deutschland

Glücksspielstaatsvertrag: Wohin gehört das Spielersperrsystem OASIS?

Ein Jahr nach dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags 2021 scheint es Konflikte darüber zu geben, in welchem Bundesland das Spielersperrsystem OASIS beheimatet sein soll. Derzeit ist die Aufsicht über das System in Niedersachsen positioniert. Die dortige Regierung setzt sich nun dafür ein, es auch in dem Bundesland zu belassen.

Ein Jahr Glücksspielstaatsvertrag: Die Branche zieht Bilanz

Vor einem Jahr ist der Glücksspielstaatsvertrag in Kraft getreten. Doch nicht alles verlief zur Zufriedenheit der Beteiligten, denn Vertreter aus der Branche sowie aus Wissenschaft und Forschung kritisieren die restriktiven Vorgaben und die hohe Besteuerung. Einige Experten befürchten die Abwanderung der Spieler auf den Schwarzmarkt.

Rückforderung von Online-Casino bei Zahlung per Kreditkarte nicht möglich

Ein Spieler aus München hat sich geweigert, die Kreditkartenabrechnung zu begleichen, nachdem er zuvor 3.000 Euro an ein nicht lizenziertes Online-Casino überwiesen hatte. Als der Fall vor Gericht ging, entschied die Richterin allerdings zugunsten der Bank. Zwar sei das Glücksspiel-Angebot illegal, doch da der Spieler auf einer nicht lizenzierten Plattform gespielt habe, sei auch sein Handeln nicht gesetzeskonform gewesen.

Deutsche Glücksspielbehörde holt Expertin für illegales Glücksspiel an Bord

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat personelle Unterstützung beim Kampf gegen das illegale Glücksspiel erhalten. Die Juristin Nadja Wierzejewski soll die Umsetzung von IP-Blocking und Payment-Blocking vorantreiben und auch das länderübergreifende Glücksspielaufsichtssystem (LUGAS) überwachen.

Glücksspiel-Konzern Bally Wulff gehört jetzt zu Apex Gaming

Die Berliner Bally Wulff Holding GmbH gehört nun zum österreichischen Glücksspiel-Konzern Apex Gaming. Wie die Unternehmen mitteilten, befänden sich die Verhandlungen bereits im fortgeschrittenen Stadium. Die Fusion biete beiden Unternehmen gute Perspektiven, da sie sich optimal ergänzten.

Ritter Sport bringt erste Gamer-Schokolade heraus

Der deutsche Schokoladenfabrikant Ritter Sport hat in Kooperation mit OKA Gaming, einer Mobile-Gaming-Organisation, die Schokoladensorte „Ingame“ entwickelt. Die neue Schokolade, die sich speziell an Gamer richten soll, besteht aus Vollmilchschokolade mit einer Füllung aus Banane und Joghurt. In einem Streaming-Event stellten Influencer die neue Sorte vor.

Österreich

Verfassungsgericht: Rückforderungen von Online-Poker-Verlusten möglich

Der Verfassungsgerichtshof (VfGh) Österreich hat in seinem jüngsten Urteil bestätigt, dass Poker als Glücksspiel anzusehen ist und nicht als Geschicklichkeitsspiel. Spieler könnten demnach Verluste zurückfordern, die sie beim Spiel auf Online-Poker-Webseiten erlitten haben.. Auf Anbieter wie PokerStars, Bwin, PartyPoker und 888Poker könnten demnach turbulente Zeiten zukommen.

Schweiz

Spielsüchtiger Pfarrer betrügt Gemeinden um Millionen

Ein ehemaliger Geistlicher aus der Schweizer Gemeinde Küssnacht musste sich vor einem Luzerner Gericht wegen Betrugs verantworten. Er soll zahlreiche Menschen um Millionenbeträge gebracht haben, um mit dem Geld seine Spielsucht zu finanzieren. Der Pfarrer wurde zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt.

Schweizer Gericht bestätigt Legitimität von Netzsperren

Nicht lizenzierte Glücksspiel-Betreiber haben in der Schweiz gegen IP-Blocking geklagt und sich dabei auf die Wirtschaftsfreiheit innerhalb der EU berufen. Das Schweizer Bundesgericht bestätigte nun in einem Urteil die Rechtmäßigkeit der rigiden Vorgehensweise.

Liechtenstein 

Casino 96 in Balzers schließt nach zwei Jahren

Nach zwei Jahren Betrieb hat das Casino 96 in Balzers die Schließung des Betriebs bekanntgegeben. Die Betreiberin, die Casinos Austria International Holding GmbH (CAI), wolle sich stärker auf ihren Flaggschiff-Standort Schaanwald konzentrieren. Die meisten der Angestellten sollen eine Stelle im Casino Schaanwald erhalten. Den Übrigen werde bei der beruflichen Neuorientierung geholfen.

International

Casino-Resort „Live! Resorts Madrid Spain“ in Madrid geplant

Das US-amerikanische Unternehmen The Cordish Companies plant die Errichtung eines großen Hotel & Casino-Resorts in Madrid, Spanien. Die Pläne für das „Eurovegas“ wurden den zuständigen Behörden bereits vorgelegt. Obwohl in der Vergangenheit ähnliche Projekte scheiterten, könnten die politischen Voraussetzungen dieses Mal günstig sein.

Niederlande: Selbstregulierung der Glücksspiel-Branche kaum möglich

Die niederländische Glücksspielbehörde Kansspelautoriteit (KSA) hat in einem aktuellen Beitrag geäußert, dass die Selbstregulation der Branche kaum möglich sei. Es gebe immer wieder Anbieter, die die rechtlichen Grenzen überschritten. Es fehle bei einigen Unternehmen zudem die Bereitschaft zum verantwortungsvollen Handeln. Die Behörde wolle daher künftig strenger vorgehen.

Pragmatic Play unterstützt Ultramarathon-Spendenlauf

Das Glücksspiel-Unternehmen Pragmatic Play unterstützt den Athleten Stephen Sammut Nurminen bei einem 365 km langen Spendenlauf. Der Sportler will mit diesem Ultramarathon, der zwei Tage lang quer durch Sizilien führen werde, 10.000 Euro für die Wohltätigkeitsorganisation Dr Klown sammeln.

Großbritannien: Ende des Streits um National Lottery in Sicht?

Beim Streit zwischen den Glücksspiel-Konzernen Allwyn und Camelot um die Vergabe der Lizenz für den nächsten Betreiber der britischen National Lottery von Großbritannien gibt es neue Entwicklungen. Die Glücksspielbehörde UKGC setzt das Verfahren zur Vergabe der Lotto-Lizenz an den Glücksspiel-Anbieter Allwyn nun fort, nachdem ein Gericht den Lizenzierungsstopp aufgehoben hat.

Spanien plant Lootboxen-Verbot für Minderjährige

Spanien macht Fortschritte bei der Verabschiedung eines Gesetzes zur Regulierung von Lootboxen. Das Verbraucherministerium hat einen ersten Gesetzesentwurf mit einigen Maßnahmen und Verboten veröffentlicht. Zu diesen gehört ein Verbot von Lootboxen für Minderjährige unter 18 Jahren. Vorgesehen ist zudem ein Werbeverbot mit Ausnahme der audio-visuellen Werbung zwischen 1:00 Uhr und 5:00 Uhr nachts.

In anderen News

Österreichischer Lottospieler knackt Fünffach-Jackpot

Am Samstag hat ein Spieler in Österreich den ersten Fünffach-Jackpot in diesem Jahr geknackt. Nach Angaben der Österreichischen Lotterien hat der Mann bei der Ziehung von Lotto 6 aus 45 mit sechs Richtigen 5,6 Mio. Euro gewonnen.

Bad Beat für Daniel Negreanu auf der WSOP 2022

Für den kanadischen Poker Pro Daniel Negreanu scheint es auf der diesjährigen World Series of Poker (WSOP) nicht günstig zu laufen. Diese Woche schied Negreanu beim $250,000 Super High Roller No-Limit Hold’em unglücklich durch einen Bad Beat aus. Das verärgerte Negreanu so sehr, dass er seine Kamera zerschmetterte.

PokerStars launcht sein Glücksspiel-Angebot in Ontario

PokerStars, das Tochterunternehmen des Glücksspiel-Konzerns Flutter Entertainment, hat sein Spielangebot in der kanadischen Provinz Ontario gelauncht. Neben Online-Poker werden die Spieler auch Zugriff auf Sportwetten und Casinospiele erhalten. PokerStars feiert seinen Einzug auf den neuen Markt mit einer Turnierserie mit 1,5 Mio. USD garantiertem Preispool.

Inflation in Großbritannien: Spieler kaufen weniger Lotterie-Tickets

Die Inflation ist so hoch wie nie zuvor in den vergangenen 40 Jahren. Der rasante Anstieg der Lebenshaltungskosten hat nun auch die Glücksspiel-Branche erreicht. Wie der Lotterie-Betreiber Camelot meldete, seien die Verkäufe der Sofortgewinnspiele um 7 % zurückgegangen. Dies entspreche einem Minus von 240 Mio. GBP.

Britischer Glücksspiel-Verband warnt vor Gratis-Wetten-Verbot

Derzeit arbeitet die Regierung in Großbritannien an einer Neufassung der Glücksspiel-Gesetzgebung. Der britische Glücksspiel-Verband Betting and Gaming Council (BGC) warnte die Behörden in einem Statement vor einem Verbot von Gratis-Wetten und Promotionen. Der BGC befürchte ein Abwandern auf den Schwarzmarkt.

Camelot kämpft weiter um britische National Lottery

Camelot, der derzeitige Lizenzinhaber der britischen National Lottery, hat eine Fortsetzung des Rechtsstreits gegen die Aufsichtsbehörden angekündigt. Nachdem der Oberste Gerichtshof dem tschechischen Glücksspiel-Konzern Allwyn die Lizenz für die Nationale Lotterie zugestanden hatte, erklärte Camelot, das Urteil anfechten zu wollen.