, 02.02.2016

Fabian Quoss

Der Deutsche Pokerprofi Fabian Quoss gewann die A$ 100.000 Challenge für A$ 1,4 Mio. (Bildquelle: Pokerstars.com)

Vom 13. Januar bis zum 1. Februar 2016 fanden in Melbourne die Aussie Millions 2016 statt, die inzwischen zur PokerStars Asia Pacific Poker Tour (APPT) gehören. 24 Events mit Buy-Ins zwischen A$ 1.150 und A$ 250.000 standen auf dem Programm. Großes Highlight war das A$ 10.600 Main Event.

Los ging die Turnieraction allerdings mit dem A$ 1.150 No Limit Hold’em Event. 1.322 Spieler waren hier an den Start gegangen. Am Ende gewann der Australier Kevin Blackwood das Turnier für ein Preisgeld von A$ 275.300 (ca. € 179.179). Zum Ende hin waren dann aber natürlich alle Augen auf den Main Event gerichtet. 732 Teilnehmer zahlten den Buy-In von A$ 10.000 und sorgten für einen Preispool von A$ 7.320.000. Die besten 80 sollten ins Geld kommen.

Artur Koren wird als 14. bester Deutscher im Main Event

Der Finaltisch musste leider ohne deutsche Spieler auskommen. Als bester Deutscher wurde am Ende der Pokerprofi Artur Koren 14. und nahm A$ 85.000 (ca. € 55.331) mit nach Hause. Der Kanadier Ari Engel führte den Final Table vor dem US-Amerikaner Tony Dunst an. Mit Samantha Abernathy und Kitty Kuo waren auch zwei Damen im Finale vertreten. Der Final Table wurde von den Lokalmatadoren Alexander Lynskey, John Apostolidis und Dylan Honeyman komplettiert.

Ari Engel konnte auch als Führender das Heads-up erreichen und holte sich nach einem langen Duell gegen Tony Dunst den Sieg. Engel sicherte sich nach exakt 223 Händen im Heads-up eine Siegesprämie von A$ 1.600.000 (ca. € 1.041.124).

Drei Siege für die deutschen Spieler

Auch die deutschsprachigen Spieler konnten bei den Aussie Millions 2016 einige Erfolge einfahren. Der Deutsche Dietrich Fast, der bei der WSOPE 2015 in Berlin das einzige Bracelet für Deutschland geholt hatte, wurde beim Event #3, dem „A$ 1.150 Shot Clock Shootout“, Fünfter und nahm A$ 8.400 (ca. € 5.466) mit nach Hause. Der deutsche Pokerprofi Martin Finger wurde Dritter beim Event #5, dem „A$ 1.150 Mix-Max NLH“ und kassierte ein Preisgeld von A$ 19.590  (ca. € 12.748).

Beim Event #4, dem „A$ 1.150 Pot Limit Omaha“ kamen gleich drei deutsche Spieler unter die Top 10. Paul Hoefer, der bei der WSOP 2015 das dritte Bracelet für Deutschland gewonnen hatte, kam auf Platz 8 für A$ 7.230 (ca. € 4.703). Dahinter landeten seine Landsleute Jens Lakemeier und Benjamin Spindler für jeweils A$ 5.005 (ca. € 3.256). Pokerprofi Igor Kurganov verpasste bei der „A$ 25k Challenge“ den ersten Sieg für Deutschland nur knapp. Er musste sich am Ende im Heads-Up nur dem US-Amerikaner Chance Kornuth geschlagen geben. Kurganov durfte sich als Runner-Up mit A$ 541.680 (ca. € 352.426) trösten.

Siege für Hoefer, Quoss und Finger

Beim „A$2.500 No Limit Hold’em Event“ folgte dann der erste deutsche Sieg. Dieses Mal ließ sich Paul Hoefer nicht beirren und setzte sich in einem Feld mit 190 Spielern durch. Im Heads-Up besiegte er den Australier Alex Grocott und kassierte für Platz 1 A$ 106.920 (ca. € 69.561). Zwei Tage später folgte auch schon der zweite deutsche Sieg. Für diesen war dieses Mal der Pokerprofi Fabian Quoss zuständig. Quoss bezwang bei der „A$ 100.000 Challenge“ den US-Amerikaner Ben Tollerene im Heads-Up und sicherte sich ein Preisgeld von A$ 1.446.480 (ca. € 941.167). Im selben Event wurde sein Landsmann Fedor Holz Sechster für A$ 281.260  (ca. € 183.040).

Am finalen Tag der Aussie Millions folgten dann aus deutscher Sicht noch zwei weitere Erfolgsmeldungen: Beim „A$ 1.150 Shot Clock Turbo Event“ setzte sich Martin Finger durch und beim „A$ 2.500 Shot Clock“ gab es Rang 6 für Christian Nolte. Finger wurde mit A$ 42.605 (ca. € 27.715)  belohnt und Nolte durfte sich über A$ 20.755 (ca. € 13.504)  freuen.

Boris Becker scheitert an Tag 1 des Main Events

Für Aufsehen sorgte auch die Main Event Teilnahme von Boris Becker. Die deutsche Tennislegende hielt sich in seiner Tätigkeit als Coach des serbischen Tennis-Weltranglistenersten Novak Djokovic während der Australian Open sowieso in Melbourne auf. Zudem ist Becker Markenbotschafter von LK Boutique und wurde von den Luxusdesignern ins Rennen geschickt. Erste Pokererfahrung an den diversen Livetischen dieser Welt hatte Becker ja als langjähriges Mitglied des PokerStars Profiteams gesammelt. Trotzdem blieb Becker schon an Tag 1 des Main Events auf der Strecke. Für seinen Schützling Djokovic lief es in Australien dagegen besser. Der gewann die Australian Open glatt in drei Sätzen im Finale gegen den Briten Andy Murray.