, 11.02.2014

Bitcoins

Foto: REUTERS/PAWEL KOPCZYNSK

Der Kurs für die Cyber-Währung Bitcoin ist auf den niedrigsten Stand der letzten 2 Monate abgerutscht, als Mt. Gox, die Bitcoin-Börse in Tokio, die Auszahlungen bis auf weiteres stoppte. Mt. Gox gab an, “ungewöhnliche Aktivitäten” festgestellt zu haben. Der Bitcoin-Kurs stürzte darauf hin dramatisch ab. Der Kurs schwankt normalerweise von Börse zu Börse, aber bei dem beliebten Handelsplatz Mt. Gox gab es die größten Verluste. Der Preis fiel letzten Montag auf $ 500 von $ 692 am Freitag letzter Woche.

Sebastien Galy, ein Währungsspezialist in New York, sagte, dass das gegenwärtige technische Problem viel ernsthafter sei als Probleme in der Vergangenheit. Er ist der Auffassung, dass der Markt möglicherweise erkannt habe, dass es spezifische Probleme für diese Art von Währung zu geben scheint.

In den letzten paar Monaten hat Bitcoin mehr Anerkennung gewonnen und kann bei verschiedenen Käufen als Zahlungsmittel eingesetzt werden.

Mt. Gox gab bekannt, dass sie einige Untersuchungen angestellt habe und einige Transaktionen genauer unter die Lupe nehmen müsse. Die Firma sagte, dass ein Bug in der Bitcoin Software eine Änderung der Transaktionsdaten erlauben könne. Dies könne dazu führen, dass jemand im Netzwert die Daten ändern könne, damit es so aussähe, als ob eine Transaktion nicht stattgefunden habe – obwohl die Überweisung getätigt worden sei. Dies könne zu einer wiederholten Überweisung führen. Aus diesem Grund hat Mt. Gox jegliche Auszahlungen gesperrt, bis das Problem gelöst werden kann.

Es hat um die Bitcoin Währung in letzter Zeit allerlei Nachrichten gegeben – und nicht nur positive. Hierbei ging es beispielsweise um den Verdacht der Geldwäsche. Charlie Shrem, der Boss der Bitcoin-Börse Bitinstant, wurde Ende Januar dieses Jahres in den USA verhaftet, da er unter Verdacht stand, Geldwäsche mit den Drogenkäufern der Silk Road getätigt zu haben. Ihm drohen jetzt bis zu 30 Jahren Haft.

Nach Angaben der US-Staatsanwaltschaft soll Shrem mit einem Komplizen zusammengearbeitet haben, der auch verhaftet wurde, um Bitcoins im Wert von $ 1 Million weiterzuverkaufen. Sein Komplize soll angeblich eine Untergrund-Börse auf dem illegalen Drogenmarkt Silk Road betrieben haben. Shrem soll nicht nur von diesen Tätigkeiten gewusst haben, er soll auch aktiv damit geholfen haben, die Geldwäsche zu verschleiern. Darüber hinaus wird angenommen, dass er selbst auch Drogen von der Silk Road erworben hat.

Der Drogenmarkplatz Silk Road wurde von US-Fahndern im Oktober letzten Jahres ausgehoben. Bei diesem illegalen Drogenmarkt wurde lediglich in Bitcoin gehandelt, da Transaktionen mit Bitcoin unter einem Pseudonym möglich sind. Trotz der Schließung dieses Marktes scheint es jedoch bereits einen Nachfolger der Silk Road zu geben.

Es gibt ca. 60 Umschlagplätze weltweit für Bitcoin, und Mt. Gox in Tokio ist der größte und beliebteste Handelsplatz. Die größte europäische Bitcoin Börse, bitcoin.de, befindet sich in Herford, Westfalen, Deutschland.

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