Casino von Oscarpreisträger Kevin Costner schließt nach 26 Jahren

, September 2, 2017

Schauspieler Kevin Costner

Hollywoodstar Kevin Costner hat sein Casino in South Dakota nach 26 Jahren geschlossen. (Bildquelle)

Das Midnight Star Casino von Schauspieler Kevin Costner hat diese Woche seinen Betrieb eingestellt. Es schließt nach 26 Jahren Geschäftsaktivität. Ein Verkauf der Immobilie soll bisher nicht geplant sein. Als Grund für die Geschäftsaufgabe wurden die starke Konkurrenz und sinkende Wettbewerbsfähigkeit des Casinos genannt. 1991 hatte Kevin Costner den Standort in Deadwood im Bundesstaat South Dakota eröffnet. Die Spielstätte entwickelte sich schnell zu einem Erfolg, musste aber schließlich doch aufgeben. Der zweifache Oscarpreisträger erklärte in einem Statement, dass er die Schließung nur schwer übers Herz gebracht habe. Seine Entscheidung kommt sowohl für Fans als auch für den Gesetzgeber und die Regulierungsbehörde überraschend. Rund 40 Mitarbeiter haben in Folge der Geschäftsaufgabe ihren Job verloren.

 

Vom Glitzertempel zum Schattenhaus

Das Innere des Midnight Star Casinos

Innenraum des Midnight Star (Bildquelle)

Das Midnight Star präsentierte sich als Casino und Fanmekka zugleich. Neben einer Sportsbar, Spielfläche mit Slots, Blackjack und andere beliebten Casinospielen, stellte das Midnight Star auch Requisiten und Kostüme aus Kevin Costners Blockbustern „Bodyguard“ oder „Der mit dem Wolf tanzt“ aus. Als Gastronomie hatte sich „Jakes“, eines der renommiertesten Restaurants des Landes, eingemietet. Dank angeschlossener Geschäfte, Events und Konzerten, fähigen Mitarbeitern, Barkeepern und Dealern sowie dem gastronomischen Angebot wurde das Casino schnell zur Goldgrube. Unter der Leitung und Detailverliebtheit eines befreundeten Ehepaars des Schauspielers florierte der Betrieb lange Jahre. Mit der fortschreitenden Ansiedelung von Casinos in den USA, hatte das Midnight Star jedoch vermehrt mit starker Konkurrenz zu kämpfen. Aufgrund seines Alters, einem Rechtsstreit um die von Costner bestellten Betreiber und mehreren Managementwechseln verlor das Casino immer mehr an Bedeutung. Im März 2016 schloss schließlich auch das „Jakes“.

 

Kevin Costner hatte große Pläne für Deadwood

Als Kevin Costner das Midnight Star 1991 eröffnete, wurde das Casino mit großer Spannung erwartet und der Ansturm war groß. Grund dafür war auch nicht zuletzt der Erfolgsfilm „Der mit dem Wolf tanzt“ aus dem Jahr 1990, der die Kultur der in South Dakoto beheimateten Sioux-Indianer in den Fokus der Öffentlichkeit rückte. So überrascht es nicht, dass auch Kevin Costner, der sich den Indianern nach seiner Arbeit an dem Film besonders verbunden fühlte, große Investitionen in der Gegend um Deadwood plante, darunter auch das Dunbar Resort. Dieses 100-Millionen-Dollar-Projekt war als Luxusresort im Westernstil konzipiert, wurde jedoch nie fertiggestellt. 2013 verkaufte Kevin Costner schließlich für 14 Millionen Dollar große Teile seines Grundbesitzes bei Deadwood, darunter auch das Dunbar Resort. Die Betriebsaufgabe des Midnight Stars bedauere er sehr, wie der gebürtige Kalifornier ein einer E-Mail an die Presse erklärte:

„Schweren Herzens muss ich verkünden, dass die Lichter des Midnight Stars heue zum letzten Mal ausgehen werden. Aber wir hatten eine tolle Zeit und es gibt nichts, wofür wir uns schämen müssen. Ich bin sehr stolz auf das Midnight Star.“

Hollywoodstar mit Pokerfilm „Molly’s Game“ im Kino

Szene aus Molly's Game mit Kevin Costner und Jessica Chastain

Kevin Costner am Set (Bildquelle)

Kevin Costner wird im Herbst in der Hollywoodproduktion „Molly’s Game“ zu sehen sein. Der Film erzählt die wahre Geschichte der „Pokerprinzessin“ Molly Bloom. Ab 2004 veranstaltete die heute 38-Jährige exklusive Pokerparties für Geschäftsleute und Hollywoodstars wie Leonoardo DiCaprio und Ben Affleck, bevor sie nach unwillentlichem Kontakt mit der russischen Mafia 2013 verhaftet wurde. In den Hauptrollen werden Jessica Chastain und Idris Elba zu sehen sein, während Kevin Costner Molly Blooms Vater mimen wird. Der Film läuft am 22. November in den USA an.