, June 23, 2017

Christopher Frank bei der WSOP

Christoph Frank erzielt mit dem Sieg bei der WSOP seinen bisher größten Erfolg. (Bild: wsop.com))

Der deutsche Pokerprofi Christopher Robin Frank hat das erste Bracelet für Deutschland bei der 48. World Series of Poker (WSOP) gewonnen. Der 22-jährige Niedersachse konnte mit seinem Sieg beim 1.500 $ No Limit Hold’em das Event #33 für sich entscheiden. Am Montag, dem 19. Juni 2017, setzte sich Frank im berühmten Rio All-Suite Hotel & Casino in Las Vegas gegen stolze 1.698 Kontrahenten durch.

 

Am Finaltisch verwies er die beiden US-Amerikaner Ryan Leng und Arkadiy Tsinis auf die Ränge 2 und 3 und sackte so ein Preisgeld in Höhe von 384.833 $ (umgerechnet ca. 344.000 €) ein. Christopher Frank holt damit sein erstes Bracelet bei der WSOP überhaupt und das erste für Deutschland in dieser WSOP-Saison.

 

Tag 3 von Event 33 führt zum Erfolg

Am finalen dritten Tag des Events Nummer 33 entschied sich der Sieg für Deutschland. Obwohl Christopher Frank mit einem verhältnismäßig großen Stack ins Rennen ging, wurde das Spiel zunächst von Ryan Leng dominiert, der schlussendlich hinter Frank auf dem zweiten Platz landete.

 

Aber auch renommierte Namen und vormalige Bracelet-Gewinner wie Pratyush Buddiga (USA), Georgios Sotiropoulos (GRC), Noah Vaillancourt (CAN), Max Pescatori (IT) und Michael Gagliano (USA) waren im Finale vertreten. Am Ende ließ Chris Frank seiner Freude freien Lauf, obwohl der Unglaube noch da war:

„Ich glaube, ich habe es noch gar nicht richtig realisiert. Aber es fühlt sich super an. Ich spiele jetzt schon ziemlich lange Live-Turniere und habe immer davon geträumt, etwas richtig Großes zu gewinnen. Jetzt hab ich’s geschafft und das ist super cool.“

Ein starker Ryan Leng verwies Sotiropoulos, Vaillancourt, Pescatori und Gagliano schnell des Tisches und so kam es zum Showdown zwischen dem Amerikaner und seinem deutschen Rivalen. Der junge Pokerprofi bewies einmal mehr, dass er ein schneller Spieler ist und etablierte den Snap-Call als wichtigen Zug seines Spiels. Auf diese Weise manövrierte er beispielsweise auch seinen Gegner Arkadiy Tsinis auf Rang 3. Nach rund vier Stunden Spiel hatte Chris Frank seinen Sieg im Heads-Up gegen Leng dann dingfest gemacht.

 

Nächster deutschsprachiger Vertreter ist der Schweizer Armin Mette auf dem 62. Platz sowie der Münchener Student Sebastian Supper auf Rang 70. Von 1.698 Entries gab es schließlich 258 Geldränge. In der Gesamtwertung der WSOP haben lediglich die USA, Kanada und Großbritannien bisher mehr Bracelets gewonnen als Deutschland. In dieser Saison haben bereits neun Nationen ein Bracelet geholt, darunter nun dank Chris Frank auch Deutschland.

 

22-jähriges Pokertalent aus Deutschland

Bereits vor seinem Sieg bei der WSOP konnte Chris Frank auf eine stolze Poker-Bilanz zurückblicken. Mit gerade einmal 22 Jahren hat der gebürtige Niedersachse, der mittlerweile in Österreich lebt, bereits Live-Gewinne von rund 1,1 Million Dollar eingefahren. Mit seinem jüngsten Triumph holt er seinen bisher größten Live-Gewinn nach Hause und belegt aktuell Platz 34 der „Germany All Time Money List“ in der Pokerdatenbank Hendon Mob.

 

Seit seinem 14. Lebensjahr spielt er bereits Poker. An professionellen Live-Turnieren nimmt er seit 2012 teil. Zu seinen größten Erfolgen zählen ein 6. Platz bei der European Poker Tour in London im März 2013, ein 1. Platz  bei der partypoker World Poker Tour National in Wien 2014 sowie sechs Geldränge bei der WSOP 2016.

 

Auch Kollege Christoph Vogelsang erfolgreicher denn je

Christoph Vogelsang beim Super High Roller

Christoph Vogelsang (Bildquelle)

Der Sieg von Christopher Frank ist nicht der einzige Erfolg, den deutsche Pokerspieler in letzter Zeit feiern konnten. Ende Mai legte bereits der 31-jährige Christoph Vogelsang aus dem westfälischen Münsterland mit dem ersten Platz beim teuersten Turnier des Jahres, dem 300.000 $ No Limit Hold’em Super High Roller Bowl im Aria Resort & Casino in Las Vegas, eine beeindruckende Leistung aufs Parkett.

 

Er setzte sich gegen 56 Konkurrenten durch und nahm unglaubliche 6.000.000 $ Siegprämie mit nach Hause. Sein Landsmann Stefan Schillhabel konnte sich über 2.400.000 $ freuen und belegte einen tollen 3. Platz. Als neuer Markenbotschafter von PokerStars war auch der amerikanische Comedian Kevin Hart mit von der Partie und spielte am TV-Tisch. Mit rund 13,7 Millionen US-Dollar in Preisgeldern ist Christoph Vogelsang der erfolgreichste deutsche Spieler hinter Fedor Holz mit 22,9 Millionen.