, May 27, 2014

Pokerweltmeister Phil Ivey

Foto: http://www.cardplayer.com/

Das Borgata Hotel und Spa in Atlantic City verklagt Phil Ivey Junior. Das Hotel hat am Dienstag eine Bundesklage gegen Phil Ivey Jr. eingereicht. Ivey ist einer der besten Pokerspieler der Welt. Das Resort behauptet, dass der Weltmeister einen Fehler in den Karten des Herstellers in Kansas City ausnutzte. Der Fehler in der Sortierung und Ordnung von guten und schlechten Karten in dem Spiel Baccarat ermöglichte Phil den $9.6 Millionen-Gewinn.

Das Borgata Casino behauptet in seiner Klage, dass die fehlerhafte Kartentechnik Ivey einen unfairen Vorteil verschafft hätte. Diese Kartentechnik nutzte er zwischen April und Oktober im Jahr 2012 für sich aus. Laut den Glücksspiel-Regeln in New Jersey sei diese Technik, die als „Edge sorting“ bezeichnet wird, angewandt worden. Der Vizepräsident, Joe Lupo, wollte sich zu der Klage nicht äußern. Iveys Anwalt hatte am Freitag auch jegliche Kommentare dazu abgelehnt.

Die eingereichte Klage behauptet, dass die Karten defekt waren und das Muster auf der Rückseite der Karten nicht einheitlich war. Auf den Karten sind Reihen von kleinen weißen Kreisen aufgedruckt, die wie Diamanten aussehen. Das Borgata behauptet, dass einige dieser Karten jedoch nur mit halben und viertel Diamanten versehen waren. Der Kartenhersteller ist Gemaco Inc.

Ein weiteres Casino in Atlantic City, das Golden Nugget, hat auch bereits eine Klage gegen das Unternehmen laufen. Sie behaupten, dass der Hersteller ungemischte Karten zur Verfügung gestellt hat, die einem Spieler zu einem Gewinn in Höhe von $1.5 Millionen verholfen haben.

Gemaco hat keine Stellung zu der Anschuldigung genommen.

Die Klage beschuldigt Ivey, einen Händler dazu angewiesen zu haben, die Karten in einer besonderen Weise zu manipulieren. Als gute Karten gelten die Zahlen 6, 7, 8 und 9. Bei der Manipulation werden schlechten Karten in verschiedene Richtungen geschnipst, so dass nach mehreren Kartenblättern die guten Karten in einer bestimmten Weise angeordnet sind. Somit konnte Ivey erkennen, welche Karten von dem geschmierten Händler stammten. Ivey bestand darauf, dass die Karten von einer automatischen Kartenmischmaschine gemischt werden, da die Maschine die Ausrichtung der Karten nicht verändern würde.

Die Genting Group in Malaysia beschuldigt Ivey in einem ähnlichen Fall. Sie behaupten, er hätte im Jahr 2012 beim Baccarat auch betrogen. Er hätte mit einem Komplizen in ihrem Casino ca. 12 Millionen US-Dollar unehrlich gewonnen. In dieser Angelegenheit hat Ivey jegliche Anschuldigungen bestritten.

Phil Ivey hat neun Weltmeisterschaften im Poker gewonnen. Er vergleicht sich auf seiner eigenen Website mit Michael Jordan, Tiger Woods und Muhammad Ali.