, June 20, 2016

Fedor Holz Aria

Der deutsche Pokerprofi Fedor Holz hat einen unglaublichen Lauf. Mit einer tollen Siegsträhne setzte er sich auf Platz 1 der deutschen Poker-Geldrangliste und des GPI. (Bildquelle)

Der aktuelle Superstar der weltweiten Pokerszene kommt aus Deutschland. Der deutsche Pokerprofi Fedor Holz hat wahrlich einen Lauf. Durch zahlreiche Erfolge in den letzten Wochen und Monaten hat er nicht nur den ersten Platz in der deutschen All-Time-Moneylist übernommen, sondern auch die Pole Position beim Global Poker Index, der Weltrangliste der Pokerszene.

Fedor Holz wurde am 25. Juli 1993 in Saarbrücken geboren. Er wuchs in der Nähe von Saarbrücken auf und besuchte das Theodor-Heuss-Gymnasium in Sulzbach. Inzwischen wohnt er in Wien, Österreich, wo er offiziell auch als Student eingeschrieben ist. Seine ersten Erfolge feierte er in der Onlinepokerszene. Unter seinem Nick „Crownupguy“ gewann Fedor Holz beispielsweise im Oktober 2014 das wohl wichtigste Onlinepoker-Turnier der Welt, das World Championship of Online Poker auf PokerStars und war mit diesem Sieg um 1,3 Mio. Dollar reicher.

Mai 2015: Zwei große High Roller Cashes innerhalb weniger Tage

Sein erster Eintrag im Hendon Mob, der weltweit größten Livepoker Datenbank, stammt vom 6. September 2012. Bis zum April 2015 war Holz zwar bei zahlreichen Turnieren ins Geld gekommen, hatte aber nur maximal fünfstellige Beträge gewonnen. Seine Live-Cashes standen somit bei etwa 440.000 Dollar. Aber dann schaltete Holz einen Gang hoch und nahm den Fuß nicht mehr vom Gas. Innerhalb weniger Tage landete er beim European Poker Tour (EPT) Grand Final in Monte Carlo 2015 im Mai bei zwei Super High Roller-Events in den Top 7. Mit diesen Ergebnissen verdiente er insgesamt über 740.00 Dollar.

Im gleichen Jahr kam er bei der World Series of Poker (WSOP) zweimal für knapp über 250.000 Dollar ins Geld. Die WSOP 2015 war seine erste Teilnahme am wichtigsten Pokerturnier des Jahres, da man in Las Vegas erst ab 21 Jahren in den Casinos mitspielen darf. Im Dezember 2015 gewann der Deutsche dann das World Poker Tour (WPT) Alpha8 Las Vegas Event und holte sich mit einem Preisgeld von 1,5 Mio. Dollar den größten Live-Cash seiner Karriere.

Bester Europäischer GPI-Spieler des Jahres 2015

Keine zwei Wochen später siegte er beim Super High Roller Turnier des WPT National Philippines Events für sage und schreibe 3,4 Mio. Dollar. Bei der Verleihung der Global Poker Index (GPI) European Poker Awards 2015 im Mai dieses Jahres im Monte-Carlo Bay Hotel & Resort erhielt Fedor Holz den Award als bester europäischer Spieler des Jahres.

Danach begab sich Fedor Holz Ende Mai 2016 nach Las Vegas und übernahm dort sämtliche Spitzenpositionen. Bei seinem ersten Turnier, dem $ 50.000 High Roller Event im Aria, wurde er Siebter für 122.000 Dollar. Wenige Tage später sicherte er sich beim $ 300.000 Super High Roller Bowl den zweiten Platz für 3,5 Mio. Dollar. Danach folgten am fünften Juni 637.392 Dollar für den Sieg beim $ 50.000 Super High Roller 9 Turnier. Am 10. Juni folgte der nächste Triumph. Der deutsche Pokerprofi gewann das $ 25.000 High Roller Event für 393.120 Dollar. Der Hattrick folgte am 17. Juni. Hier entschied Fedor Holz das $ 25.000 ARIA High Roller XXXIV für sich und kassierte dafür 276.012 Dollar. Und viele Kollegen und Pokerexperten sind sich sicher, dass Holz in diesem Sommer bei der WSOP auch sein erstes Bracelet gewinnen wird.

Holz löst Schemion und Reinkemeier auf Platz 1 ab

Mit knapp über 13 Mio. Dollar hat Fedor Holz inzwischen Platz 1 in der Deutschen All-time-Moneylist des Hendon Mob übernommen. Er löste den Führenden Ole Schemion ab. Zuvor hatte lange der deutsche Pokerprofi Tobias Reinkemeier die deutsche Geldrangliste angeführt. Zur gleichen Zeit übernahm Holz auch den ersten Platz im Global Poker Index mit 4.368,23 Punkten. Und er scheint noch lange nicht am Ziel angekommen. Zudem ist Holz in diesem Sommer erst 23 Jahre alt und hat eine große Zukunft noch vor sich.

Auf seinem Twitter-Account kommentierte Holz den Hattrick wie folgt:

„Might look like a repost, but it’s not. #backtobacktoback.“

Alle seine Follower, die entweder ein Déjà-Vu oder einen alten Post vermuteten, konnten beruhigt sein. Der junge deutsche Pokerspieler konnte in den letzten Tagen und Wochen einfach oft Siegesbilder über seine Social-Media-Kanäle verbreiten.