, December 29, 2015

Poster Boxkampf des Jahres

Floyd Mayweather und Manny Pacquiao lieferten sich den Fight des Jahres! (Bildquelle: Plakat HBO)

Das Jahr neigt sich stark dem Ende zu. Es ist viel passiert im Jahr 2015. CasinoOnline.de blickt noch einmal auf die spannendsten, kuriosesten und interessantesten Geschichten aus den Bereichen Poker, Sportwetten und Casino zurück. In Teil 2 widmen wir uns dem Thema Sportwetten.

460 Euro Einsatz: Münchner gewinnt mit 9er Kombi 152.500 Euro

Wer träumt nicht davon, dass er einmal im Leben auf die perfekte Sportwette setzt und damit eine große Summe Geld gewinnt? Wie das geht, zeigte 2015 ein Sportwetter aus München. Der Wetter setzte bei einem Buchmacher im Mai 2015 460 Euro auf eine 9er Kombi. Die Kombi beinhaltete diverse Langzeitwetten wie „Wer gewinnt die Champions League 2015?“ (FC Barcelona) oder „Österreich wird Gruppensieger in der Qualifikation zur EM 2016“. Hinzu kamen Wetten wie auf den „Eishockey Weltmeister der Herren 2015“ (Kanada), den „NBA Western Conference Gewinner 2014/15“ (Golden State Warriors), den Sieg von Sevilla im Europa League-Halbfinale 2015 gegen den AC Florenz, den Sieg von Norwich gegen Ipswich im britischen Championship Play-off Final 2015, den Sieger der „Baseball NL Central 2015“ (St. Louis Cardinals) sowie den Sieger der „Baseball NL East 2015“ (New York Mets). Ende Oktober 2015 erfüllte sich die finale Wette: Der FC Dundalk wurde Fußballmeister in Irland. Somit war die 9er Kombi gewonnen und der Münchner hatte aus 460 Euro einen Gewinn von 152.500 Euro gemacht. Herzlichen Glückwunsch!

PokerStars und Telekom starten Sportwettenangebot in Deutschland

Im Jahr 2015 traten zwei neue Anbieter auf den deutschen Sportwettenmarkt: PokerStars und die Telekom. PokerStars hatte das neue Angebot schon im Frühjahr 2015 im Zuge der Umwandlung von der reinen Online Pokerseite zu einem kompletten Online Glücksspielangebot angekündigt. Rechtzeitig zum Start der neuen Bundesliga Saison 2015/16 war es dann soweit. Ab Mitte August 2015 können die deutschen PokerStars Kunden über den Pokerclient auch Sportwetten abgeben. Schon Ende April dagegen startete die Telekom ihr Sportwettenangebot. Unter dem Namen Tipp3 gab es einen neuen Player auf dem deutschen Markt. Betreiber von Tipp3 ist die Deutsche Sportwetten GmbH (DSW). Die DSW gehört zu 64 Prozent der Telekom und zu 36 Prozent der Österreichische Sportwetten GmbH, die zur Casinos Austria Gruppe gehört.

bwin, Tipico und bet-at-home – Kommen und Gehen in der Bundesliga

Viele der großen und etablierten Sportwettenanbieter haben inzwischen Partnerschaften mit deutschen Profifußball Teams geschlossen. Eine besonders lange, fruchtbare und erfolgreiche Partnerschaft bestand zwischen dem FC Bayern München und Wettanbieter bwin. Wechselte doch bwin Direktor Jörg Wacker im Mai 2013 in den Vorstand des Rekordmeisters. Im Frühjahr 2015 wurde dann bekannt, dass zur Saison 2015/16 der Vertrag der Bayern mit bwin nicht verlängert wird. bwin begründete den Rückzug als strategische Entscheidung, nicht zuletzt aufgrund der hohen Kosten und einer bereits hohen Markenbekanntheit. Man wollte zukünftig neue Schwerpunkte setzen. Es dauerte nicht lange bis ein Nachfolger gefunden war: Sportwettenanbieter Tipico zog sich von seinen Sponsoring Engagements mit der TSG Hoffenheim und dem SV Werder Bremen zurück und wurde neuer Glücksspiel Partner des FC Bayern München. Und mit dem Wettanbieter bet-at-home kehrte zudem ein alter und traditionsreicher Bekannter in die Bundesliga zurück. Zur Saison 2015/16 wurde bet-at-home als Nachfolger der Deutschen Bahn Trikotsponsor bei Erstligisten Hertha BSC Berlin. Der Deal wurde für drei Jahre geschlossen. Pro Saison soll der Wettanbieter 6 Mio. Euro für das Sponsoring bezahlen.

Betkick stoppt Sportwetten-Lizenzvergabe in Deutschland

Auch ohne offizielle Lizenz waren 2015 wieder zahlreiche Sportwettenanbieter in Deutschland präsent und aktiv. Und wie auch schon zuvor, war 2015 wieder kein gutes Jahr für den deutschen Glücksspielstaatsvertrag, der schon im Juli 2012 beschlossen worden war. Eigentlich sollten der deutsche Sportwettenmarkt liberalisiert und im Mai 2013 20 bundesweite Sportwetten Lizenzen vergeben werden. Im September 2014 hatte das Innenministerium in Hessen dann endlich die Namen der 20 Anbieter bekannt gegeben, die eine bundesweite Lizenz für Sportwetten erhalten sollten. Doch zahlreiche Anbieter, die leer ausgegangen waren, reichten Klage gegen die Vergabe ein.

Vor allem ein Wettanbieter sorgte mit seinem Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden dafür, dass die komplette Konzessionsvergabe für Sportwetten in Deutschland gestoppt werden musste. Bis heute liegt das Verfahren immer noch auf Eis. Ob es je fortgesetzt werden kann, ist mehr als unklar. Wahrscheinlich wird zuerst ein neuer Gesetzesentwurf benötigt.

Im Juni 2015 wurde bekannt, wer dieser erste Kläger war: Der österreichische Wettanbieter Betkick steckte hinter der Klage. Das in Ried im Innkreis ansässige Unternehmen, welches unter dem Namen TIPLIX am Markt auftritt, war bei dem Vergabeverfahren auf Platz 21 gelandet und hatte so keine Konzession erhalten. Dagegen war man gerichtlich vorgegangen und hatte rechtbekommen. Hauptgründe der erfolgreichen Klage war die willkürliche Begrenzung der Lizenzen auf 20 Stück sowie die nicht nachvollziehbaren Bewertungskriterien des Hessischen Innenministeriums bei der Vergabe der Lizenzen.

Floyd Mayweather gegen Manny Pacquiao: Rekord Zahltag für die Buchmacher

Das Sportevent der Superlative war in dem Jahr 2015 der Boxkampf zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao. Die Beiden kämpften Anfang Mai im MGM Grand Hotel von Las Vegas um die drei WM-Gürtel der WBA, WBC und WBO. Mit einer unglaublichen Börse von insgesamt 250 Millionen Dollar ging der Fight als teuerster Boxkampf in die Geschichte ein. Mayweather bekam 150 Mio. Dollar Börse, Pacquiao 100 Mio. Dollar. Sechs Jahre und mehrere gescheiterte Vertragsverhandlungen hatte es gedauert, bis das Duell endlich zustande kam. Experten verglichen den Showdown mit dem Kampf zwischen Muhammad Ali und Joe Frazier. Keines der 16.000 Tickets befand sich im freien Verkauf. Die Sender HBO und Showtime übertrugen den Kampf und ließen sich das Match zwischen 90 und 100 Dollar kosten. Fast 5 Mio. Zuschauer nahmen dieses Angebot wahr.

Und wie erwartet, war der Fight auch für die Buchmacher ein Festtag, der sogar alle Erwartungen übertraf. Allein im Staat Nevada sollen zwischen 60 und 80 Mio. Dollar auf den Kampf gewettet worden sein. Der Rekord stammte bisher vom Kampf Mayweather gegen De La Hoya aus dem Jahr 2007. Und noch besser für die Buchmacher: Die großen Auszahlungen blieben aus, da der Kampf so ausging, wie viele es erwartet hatten. Einstimmiger Punktsieg für Mayweather nach 12 Runden.

Buchmacher Fusionen: Ladbrokes Coral – Paddy Power Betfair – GVC bwin.party

2015 war auch das Jahr der Buchmacher Fusionen. So übernahm Buchmacher Ladbrokes im Juli den britischen Wettbewerber Coral Group. Als Preis stand ein 2,3 Milliarden Pfund Share-Exchange Deal im Raum. Mit der Übernahme wurde das neue Unternehmen Ladbrokes Coral, was die Anzahl der Wettshops angeht, der größte Buchmacher in Großbritannien. So gehören nun 4.000 Wettbüros zu dem neuen Unternehmen.

Im September folgte dann die Fusion zwischen den beiden Buchmachern Paddy Power und Betfair. Der Deal hatte ein Finanzvolumen von 7,6 Milliarden Dollar. Der Buchmacher Paddy Power, der selbst durch den Zusammenschluss von drei bekannten irischen Wettanbietern entstand, übernimmt bei der Fusion offiziell Betfair. Das neue Unternehmen trägt nun den Namen „Paddy Power Betfair“.

Es gab auch eine Einigung zwischen GVC Holdings und bwin.party. Der Vorstand hatte die Anleger informiert, dass man sich entschieden habe, das GVC Angebot in Höhe von 1,53 Mrd. Euro anzunehmen. Zu bwin.party gehören vor allem der Online Pokeranbieter PartyPoker und der Sportwettenanbieter bwin. Die Fusionen von Paddy Power und Betfair sowie von GVC und bwin.party sind allerdings noch nicht endgültig. Der Deal zwischen GVC und bwin.party muss Ende Januar 2016 noch bei einer gerichtlichen Anhörung endgültig abgesegnet werden. Der Deal zwischen Paddy Power und Betfair muss 2016 noch von der britsch-irischen Wettbewerbskommission abgesegnet werden.

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