, October 16, 2017

Daniel "Bubu" Butenko und Kai "Hensoo" Hense mit ihren FC Nürnberg Trikots

“Bubu” und “Hensoo” haben beim FC Nürnberg unterschrieben. (Bildquelle)

Der 1. FC Nürnberg tut es anderen deutschen Vereinen gleich und hat sein erstes eigenes eSports Team aufgestellt. Der Club hat pünktlich zur Veröffentlichung von FIFA 18 am 29. September 2017 zwei Profispieler verpflichtet. Es handelt es sich um Daniel „Bubu“ Butenko und Kai „Hensoo“ Hense. Die beiden Gamer werden zukünftig für den FNC auf nationalen und internationalen Turnieren der Fußballsimulation antreten. Dabei werden sie auf Gegner anderer deutscher Vereine stoßen, darunter Spieler des VfB Stuttgart, VfL Wolfsburg oder Schalke 04. Die Franken sind damit der sechste deutsche Proficlub, der eine eigene eSports Abteilung einrichtet.

 

Deutscher Meister Bubu für den FCN

Der 18-jährige Daniel „Bubu“ Butenko und sein Kollege Kai „Hensoo“ Hense sind das neue eSports Team des 1. FC Nürnberg. Mit Daniel Butenko aus Neumarkt-Sankt Veit hat der Club sich den Deutschen Meister der TAG HEUER Virtuellen Bundesliga / FIFA 16 ins Boot geholt. Zu Butenkos größten Erfolgen gehören außerdem die Teilnahmen an der Weltmeisterschaft „FIFA Interactive World Cup“ für FIFA 15 und der Weltmeisterschaft der Esports World Convention für FIFA 17. Auf seinen neuen Spielpartner angesprochen, sagte „Bubu“:

„Ich werde alles dafür geben, dem Club viele Erfolge einzubringen. Ich freue mich ein Teil dieses Vereins zu sein!“

Sein Teamkollege, der 19-jährige Kai Hense stammt aus Loope und steht noch am Anfang seiner Karriere. Dennoch kann er auf eine Teilnahme an der virtuellen Bundesliga 2017 sowie mehrere Turniersiege bei Offline-Turnieren in NRW und verschiedenen ESL Ligen zurückblicken. Einen eigenen Trainer gibt es indes nicht für die beiden Talente. Wie auch bei den meisten anderen Abteilungen für eSports im deutschen Fußball sind die beiden Spieler selbst für ihr Training zuständig.

 

Bereits sechs Clubs bei FIFA vertreten

Der 1. FC Nürnberg ist einer von Deutschlands Traditionsvereinen und kann auf eine bewegte Clubgeschichte zurückblicken. Lange Jahre als Rekordmeister mit neun Titeln gefeiert, ist der FCN mittlerweile zum Wackelkandidaten geworden und tänzelt zwischen 1. und 2. Bundesliga. Seit 2014 spielen die Franken wieder in der 2. Bundesliga. Dennoch belegen sie in der ewigen Tabelle der Bundesliga immer noch Rang 14. Mit seinem eSports Team ist der Verein der zweite Zweitligist, der sich im Bereich eSports engagiert. Mitte September hatte der VfL Bochum bereits eine eigene eSports Abteilung gegründet. Pionier ist der VfL Wolfsburg mit seinem Einstieg im Jahr 2015 gefolgt vom FC Schalke 04, dem VfB Stuttgart und RB Leipzig. Kaufmännischer Vorstand beim FCN Michael Meeske sieht in dem neuen eSports Team auch eine Chance, eine neue Zielgruppe anzusprechen und den Verein weiter auf Kurs zu bringen:

„Wir sind davon überzeugt, dass wir mit dem Engagement vor allem die der digitalen Generation angehörenden jungen Fans ansprechen und zugleich Werbepartner von der Attraktivität und dem Potenzial von eSports überzeugen können.“

Die Leitung der neuen eSports Abteilung obliegt Sebastian Seifert und Timo Weber. Die beiden sind für Merchandising, Vertriebsmarketing und Digitalisierungsprojekte innerhalb des Vereins zuständig.

 

Auch McDonals an eSports interessiert

Angesichts des anhaltenden und stetig wachsenden Erfolgs von eSports sind nicht nur Fußballvereine als prädestinierte Sponsoren auf den Zug aufgesprungen. Sogar seitens der Fast-Food-Kette McDonalds soll es heißen, dass man über die Aufstellung eines Teams nachdenke. Auf diese Weise soll dem Besucherrückgang in den Restaurants entgegengewirkt und die wichtige Zielgruppe der sogenannten „Millenials“ verstärkt angesprochen werden. Auf der diesjährigen Gamescom in den Kölner Messehallen war das Unternehmen bereits mit einem Stand vertreten. Neben dem Gastroriesen sollen auch andere deutsche Clubs die Einrichtung einer eSports Abteilung prüfen, darunter der FC Bayern München, der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach.