, May 5, 2017

Das Bild zeigt Pokerpieler Fedor Holz.

Fedor Holz ist die deutsche Nummer 1. (Bildquelle)

Noch vor dem großen Finale hat sich die deutsche Delegation bei der PokerStars Championship (PSC) an der französischen Riviera als siegreich erwiesen. Philipp Gruissem gewann das 25.500 € Single Day High Roller und konnte nach Ende der Partie stolze 485.135 € sein Eigen nennen. Sein Kollege Fedor Holz entschied das 5.200 € Hyper Turbo Shot Clock für sich und sahnte ein Preisgeld in Höhe von 57.140 € ab. Ende April hatte Holz bei der PSC bereits den 4. Platz beim 50.000 € No Limit Hold’em – Eight Max Shot Clock geholt, der mit rund 320.000 € dotiert war. Dritter im Bunde ist Stefan Schillhabel, der sich beim 4.200 € NLH Turbo Super Knockout durchsetzte und danach um 41.120 € reicher war. Das Event findet aktuell im schillernden Monte-Carlo Casino in Monaco statt. Die Spiele sind am 25. April gestartet und laufen noch bis heute, den 5. Mai. Das Fürstentum ist bekannt als Turnierlocation und hostet unter anderem auch das Finale der European Poker Tour.

 

Phil Gruissem ist vierterfolgreichster deutscher Spieler überhaupt

Das Bild zeigt das PokerStars Championship Logo.

Die PokerStars Championship in Monte Carlo war bisher ein voller Erfolg für das deutsche Team. (Bildquelle)

Philipp Gruissem setzte sich beim No Limit Hold‘em gegen 58 andere Spiele durch, wovon allein 27 es mit einem Re-Entry erneut versuchten. Insgesamt gab es elf Platzierungen auf den Geldrängen. Im Finale hatte sich das Feld auf ihn und den Iren Steve O’Dwyer reduziert. Man einigte sich schließlich auf einen Deal in Form von 485.135 € für Gruissem und 494.665 € für O’Dwyer, der es aber dennoch nur auf den zweiten Platz brachte. Sein deutscher Teamkollege Oliver Weis belegte den 5. Platz und gewann immer noch stolze 162.450 €. Der 30-jährige Phil Gruissem stammt gebürtig aus dem nordrhein-westfälischen Krefeld bei Düsseldorf und spielt für gewöhnlich unter dem Pseudonym „philbort“. Er kann bereits Geldgewinne aus Live-Turnieren in Höhe von über 10 Millionen US-Dollar auf sich verbuchen. Damit liegt er, gemessen nach Preisgeldern und laut Angaben des Pokerindexes Hendon Mob, auf Rang 4 der Liste der erfolgreichsten deutschen Spieler überhaupt.

 

Fedor Holz mit 23 Jahren einer der besten der Welt

Fedor Holz verwies beim No Limit Hold’em – Hyper Turbo Eight Max 38 Konkurrenten in die Schranken und sicherte sich den 1. Platz, gefolgt von dem Franzosen Jonathan Bensadoun auf Rang 2. Von allen Teilnehmern wurden insgesamt sieben Platzierungen mit Barem belohnt. Der gerade einmal 23-jährige Holz hat mit diesem Sieg einmal mehr unter Beweis gestellt, dass er nicht umsonst als einer der besten Turnierspieler der Welt gilt. Einer seiner größten Erfolge war der Triumph beim High Roller for One Drop während der World Series of Poker im Juli 2016. Sein Sieg über 182 Rivalen bescherte ihm nicht nur ein Preisgeld von gut fünf Millionen US-Dollar, sondern auch sein erstes Bracelet. Insgesamt hat der junge Mann aus Saarbrücken über 22 Millionen Dollar in Turnieren eingefahren, was ihm einen unangefochtenen ersten Platz im Hendon Mob Ranking einbringt. Mit gut 12 Millionen liegt Ole Schemion abgeschlagen auf Rang 2, gefolgt von Tobias Reinkemeier auf Platz 3 mit 11 Millionen. Sein Erfolg erlaubt es Fedor Holz mittlerweile, sich anderen Dingen zu widmen, als nur dem reinen Turniersport:

„Pokerspieler sind für gewöhnlich profitorientiert, denn das ist unsere Bemessungsgrundlage für Erfolg. Es hat mich eine Menge Zeit und Selbstreflexion gekostet, bis ich an dem Punkt angelangt war, an dem ich heute bin. Der Erfolg macht es einem definitiv einfacher. Ich weiß nicht, ob es möglich ist, zu dem gleichen Schluss zu kommen, wenn man noch im Hamsterrad gefangen ist. Ich möchte mich heute mehr darauf konzentrieren, Zeit mit meinen Freunden zu verbringen, ein gutes Spiel zu machen und dabei Spaß zu haben.“

Stefan Schillhabels Erfolg hält an

Das Bild zeigt Pokerprofi Stefan Schillhabel.

Stefan Schillhabel beim Shooting Star Finale. (Bildquelle)

Stefan Schillhabel komplettiert die illustre Runde in Monaco. Der Pokerprofi bekam es beim No Limit Hold’em – Turbo Eight Max Super Knockout mit  92 Teilnehmer und sieben Re-Entries zu tun. Am Finaltisch machte er schließlich vor dem Italiener Nicola Grieco den ersten Platz und über 40.000 Euro dingfest. Insgesamt gab es 17 bezahlte Plätze. Steffen Sontheimer schaffte es als zweiter Deutscher noch knapp auf Rang 16. Der 30-jährige Schillhabel hat mit fast 2,5 Millionen US-Dollar in Preisgeldern Platz 22 der erfolgreichsten Deutschen inne. Einer seiner größten Erfolge ist der Sieg bei der Shooting Star Championship während der World Poker Tour 2016 im Bay 101 Casino in San Jose.

 

Main Event mit deutscher Beteiligung

Die Entscheidung beim Main Event steht zwar noch aus, doch die Chancen für die deutschen Spieler stehen nicht schlecht. Mit dabei sind aktuell noch Andreas Klatt, Stefan Schillhabel und Moritz Dietrich sowie der Schweizer Diego Zeiter. Beweisen müssen sie sich gegen Größen wie Davidi Kitai, Sergio Aido und Bertrand Grospellier, besser bekannt als ElkY. Monaco steht auch auf der Liste des finnischen Pokerprofis Patrik Antonius ganz oben. Nicht nur, dass der 36-Jährige sich mit seiner Familie dort niedergelassen haben soll, er soll auch Pläne hegen, dort einen Poker Room für High Roller zu eröffnen, wie er kürzlich verlauten ließ.