, December 16, 2013

Frauen verwetten mehr virtuelles Geld als Männer

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Eine gerade veröffentlichte Studie von International Game Technology und Double Crown Casino hat aufgezeigt, dass Frauen in den USA 30 % mehr virtuelles Geld in Social Online Casinos verwetten als Männer. Social Casinos sind Webseiten, die traditionelle Casinospiele wie Roulette, Poker und Spielautomaten im Rahmen der sozialen Medien anbieten, bei denen um virtuelle Chips, also nicht um richtiges Geld, gespielt werden kann.

Der Social Casino Indexes ist die erste Studie, die sich mit dem relativ neuen Phänomen der Social Casinos befasst hat. Die Studie beruht auf den Erkenntnissen, die aus dem Spielverhalten von 6 Millionen Menschen gewonnen wurde, die jeden Monat beim DoubleDown Casino über Facebook spielen.

Die Frauen, die die meisten virtuellen Chips verspielen, sind in der Altersgruppe von 45 bis 55 Jahren. Während Männer bis zu 7,6 Millionen Spielgeld verspielen, sind es bei Frauen dieser Altersgruppe bis zu 10 Millionen pro Spiel.

Aus dieser Studie, die die erste seiner Art ist, können interessante Schlüsse in Bezug auf Spielerverhalten gezogen werden. Die Ergebnisse sind natürlich aus den USA, aber man kann davon ausgehen, dass es in Europa ähnlich aussehen dürfte.

  • 60 % der Spieler in Nevada sind Frauen
  • Einwohner der Staaten Nevada, North Dakota, Oregon, Washington und Wyoming spielen hauptsächlich in Casinos der sozialen Medien
  • Auf Hawaii spielen 20 % mehr Leute auf ihren mobilen Geräten als in anderen Staaten
  • In Maine spielen 25 % weniger Leute auf ihren mobile Geräten als in anderen Staaten

Die Ergebnisse der kompletten Studie können hier auf English gefunden werden:

http://www.igt.com/company-information/news-room.aspx

Es wird generell davon ausgegangen, dass mehr Männer der Spielsucht zum Opfer fallen als Frauen. Die Erkenntnisse dieser neuen Studie wird aber möglicherweise bei solchen Organisationen Besorgnis erregen, die davon ausgehen, dass das Spielen mit virtuellem Geld zum Spielen mit echten Geld führen kann und damit der erste Schritt zur Spielsucht ist.  In diesem Zusammenhang wird weniger an Frauen der oben genannten Altersgruppe gedacht als an jüngere Spieler, denen vielleicht der Unterschied zwischen virtuellem Geld und Spielgeld nicht ganz so klar sein dürfte.

Es bleibt zu hoffen, dass jedermann den Unterschied zwischen echtem und virtuellem Geld im Auge behält.