, 06.12.2013

Pläne für das Eurovegas in Spanien

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Diesen Monat (Dezember 2013) hätte eigentlich der Grundstein für das Eurovegas-Projekt in der Nähe von Madrid  gelegt werden sollen, aber mittlerweile wird von diesem Datum gar nicht mehr gesprochen. Der geplante Hotel- und Casino-Komplex soll bis 2020 in mehreren Phasen fertiggestellt werden und sieht eine Investition von 17 Milliarden Euro vor. Die Pläne für den gigantischen Komplex umfassen 12 Hotels mit 36,000 Betten, 6 Casinos, 7 Theater, 3 Golfplätze, ein Kongresszentrum, ein Stadium und eine Anzahl von Restaurants. Darüber hinaus sollen insgesamt ca. 260.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Eurovegas-Projekt wäre von großer Bedeutung für die spanische Wirtschaft und die hohe Arbeitslosigkeit von 26 % auf der iberischen Halbinsel.

Wo liegt das Problem?

Der 80-jährige Casino-Tycoon Sheldon Adelson besteht darauf, dass auf allen Spieletagen der Casinos geraucht werden darf. Er ist nicht bereit davon abzuweichen und hat dies in Verhandlungen mit dem spanischen Premierminister Mariano Rajoy immer wieder betont.

Dem gegenüber gibt es in Spanien allerdings seit einigen Jahren ein striktes Rauchverbot. Es darf in geschlossenen Räumen, die öffentlich zugänglich sind, nicht geraucht werden. Hierfür gibt es keinerlei Ausnahmen und Raucherlokale wie in Deutschland existieren in Spanien nicht.

Damit sind der spanischen Regionalregierung die Hände gebunden. Sie hat bereits einige Vorschriften und Regulierungen abgeändert, um Sheldon Adelson und Las Vegas Sands entgegenzukommen, aber sie kann das Rauchverbot für dieses Projekt nicht aufheben, wenn es ansonsten überall streng durchgesetzt wird. Darüber hinaus ist die Zentralregierung für Gesetze dieser Art zuständig.

Der Chef der Regionalregierung, Ignacio González, ist ernsthaft besorgt, dass Spanien das gesamte Projekt verlieren könne. Er sagte: „Es besteht ein ernsthaftes Risiko, dass der Komplex in einem anderen Land errichtet wird.“

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Bisher hat die spanische Zentralregierung immer noch nicht klar zu diesem Problem Stellung genommen. Es wurde in Spanien sogar spekuliert, dass das Ganze ein finanzielles Problem sein könnte, und dass Adelson und Las Vegas Sands möglicherweise nicht die Mittel für dieses Riesenprojekt auftreiben könnten.

Die Parteien der spanischen Opposition sind außerdem besorgt, dass der Komplex als ein Instrument der Geldwäsche benutzt werden könne. Darüber hinaus wird das Projekt von der katholischen Kirche und Teilen der Regierungspartei PP abgelehnt, da die Sorge besteht, dass ein solches Projekt die Mafia anziehen und Prostitution fördern könne.

Es bleibt abzuwarten, welche Entscheidung die Regierung treffen wird.