, March 26, 2014

Indianerstamm in Kalifornien

Foto: http://www.caltba.org/

Die California Tribal Business Alliance (CTBA), ein Verband der drei größten Indianerstämme des Staates, will jedwede Gesetze blockieren, die es PokerStars ermöglichen würden, in das Online Pokergeschäft in Kalifornien einzusteigen.

Dies gab die Vorsitzende des Verbandes, Leslie Lohse, bekannt, nachdem die Medien darüber berichtet hatten, dass PokerStars sich in Gesprächen mit den Morongo Band of Mission Indianern und drei großen Kartenclubs im Staat befände.

In Kalifornien wird gegenwärtig diskutiert, ob iGaming (Online Spiel) im Staat zugelassen und reguliert werden soll. Die kalifornischen Indianerstämme sind im Besitz des Großteils der Casinos in Kalifornien und haben sich schon seit langem gegen die Einführung von Online Poker- und Casinospielen im Staat gewehrt. Bisher darf in den Vereinigten Staaten lediglich in Nevada, Delaware und seit November letzten Jahres auch in New Jersey online gespielt werden.

Die CTBA ist der Auffassung, dass nur solche Unternehmen in Kalifornien eine Lizenz erhalten sollten, die den “höchsten regulatorischen Standards” entsprechen – denselben Maßstäben, die für die Regulierung der Stammes-Casinos angesetzt werden. Der Verband sagte, dass PokerStars sich nach Inkrafttreten des Unlawful Internet Gambling Enforcement Acts (UIGEA) nicht aus dem US-Markt zurückgezogen hätte, und dass ihre Webseite dann vom Staat im Jahr 2011 geschlossen werden musste. Es hatte bestimmte Vorwürfe gegen Isai Scheinberg, den Gründer von PokerStars, gegeben, die sich auf Verschwörung, Geldwäsche, Bankbetrug und Verstöße gegen den Wire Act bezogen.

Der CTBA räumte ein, dass PokerStars mit den US-Behörden zwar eine Einigung erreicht habe und 731 Millionen US-Dollar an den Staat gezahlt habe – dass das Unternehmen aber andererseits kein Fehlverhalten eingestanden habe.

“Deshalb werden wir jedwede Gesetzgebung ablehnen, die PokerStars eine Teilnahme erlauben würde”, sagte Lohse abschließend.

Die CTBA besteht aus den Pala Band of Luiseño Indianers, den Paskenta Band of Nomlaki Indianers und den Viejas Band of Kumeyaay Indianern. Zwei dieser drei Stämme haben dem Gesetzentwurf AB2291 zugestimmt, der es Kartenräumen und Stammes-Casinos erlauben würden, eine Lizenz für Online Poker zu erhalten. Ein konkurrierender Gesetzentwurf SB1366 würde es Plattform-Betreibern  sowie Pokerraum-Anbietern und Dienstanbietern ermöglichen, Lizenzen zu beantragen.

Der neue Gesetzentwurf sieht vor, dass Online Betreiber eine einmalige Gebühr in Höhe von 10 Millionen US-Dollar an den Staat zahlen müssen sowie 10 % ihres Bruttogewinns.

In New Jersey hat sich bereits die American Gaming Association gegen ein Wiedereintreten von PokerStars in den US-Markt ausgesprochen.

 

PokerStars ist weltweit der größte Anbieter für Pokerspiele und organisiert Pokermeisterschaften wie die PokerStars World Championship of Online Poker (WCOOP).  Der Firmensitz von PokerStars ist auf der Isle of Man, wo das Unternehmen eine Lizenz mit der Isle of Man Gambling Supervision Commission hat. Sie hat darüber hinaus staatliche Lizenzen in Dänemark, Frankreich, Belgien, Italien, Estonia, Spanien und Bulgarien. Anfang des Jahres 2012 gelang es PokerStars, eine europäische Lizenz zu erhalten, die von der Malta Lotteries and Gaming Commission vergeben wurde.