, 09.12.2014

Katmandu

Die vielen verschiedenen Gesichter von Katmandu (Bildquelle: ADAM PERVEZ/HappynessPlunge)

Alle Zeichen stehen gut für die Zustimmung des Staates und die Pläne von Hong Kong’s Silver Heritage Limited, das Shangri-La Casino zu übernehmen. Das Casino gehört zu dem Shangri-La Hotel & Resort, einer asiatischen Luxus- Hotelkette.

Der Name der Hotelkette bezieht sich auf den Roman „Der verlorene Horizont“ von James Hilton, in dem Shangri-La für das Paradies steht. Das Unternehmen betreibt heute über 70 Hotels, überwiegend in Asien.

In Katmandu wird derzeit nun über das neueste Projekt entschieden, in dem Hong Kongs Silver Heritage Limited – zusammen mit einem nepalesischen Unternehmen – ein Joint Venture für die Leitung des Casinos innerhalb des Shangri-La Hotel & Resort eingehen will.

Die Bewerbung für das Projekt wurde laut dem Tourismusverband bereits an das Registrierungsbüro weitergeleitet. In dem Antrag sind alle Informationen, einschließlich von Investitionen in Höhe von über RS1 Milliarde, erhalten.

Das Silver Heritage hat neben diversen Unternehmungen im asiatisch-pazifischen Raum auch Aktienanteile an lizensierten Casino-Unternehmen in Indien, Vietnam und den Philippinen.

Tulasi Gautam ist der Vorsitzende des Tourismusverbands und hat vor kurzem Stellung zu den Neuigkeiten genommen: „Das Unternehmen erfüllt alle notwendigen Kriterien. Sobald das Joint Venture offiziell registriert ist, werden wir die Bewerbung für die finale Genehmigung an das Tourismusministerium weiterleiten.“

Viele Casinos wurden in den letzten 10 Jahren geschlossen, meist aufgrund fehlender Beiträge und der Weigerung Steuererklärungen offenzulegen. Der Staat bemüht sich die Regelungen und Verfahren für Casinos zu vereinheitlichen und wünscht sich mehr Transparenz. Casinos, die sich nicht an die Regeln und Gesetze halten, werden allerdings als illegal deklariert und müssen daraufhin schließen. 3.500 Mitarbeiter aus 10 verschiedenen Casinos, davon 8 in Katmandu und 2 in Pokhara, verloren im letzten Jahrzehnt auf diese Weise ihre Arbeitsplätze.

Trotz der Schwierigkeiten wurde die Branche vom Staat in Bezug auf Tourismus und Arbeitsplätze jedoch als äußerst wichtig anerkannt. Gautam sagte: „Da Casinos mitunter der wichtigste Touristenaspekt sind, wollen wir den Betreibern helfen, zu wachsen und einen internationalen Standard einzuhalten. Der Staat ist jetzt bereit, die Schwierigkeiten anzugehen und sie gemeinsam mit den Betreibern zu beheben.“

Der Staat forderte voriges Jahr noch höhere Gebühren von den Unternehmen. Unterschieden werden dabei Casinos und Spielhallen, sogenannte Mini-Casinos. Die Gebühren für die Casinos belaufen sich auf ca. RS40 Millionen und für die Mini-Casinos auf ca. 30 Millionen. Zukünftig werden die Gebühren um je RS10 Millionen sinken, da Betreiber bemängelten, es sei unmöglich ein Casino mit solch hohen Gebühren an den Staat profitabel zu betreiben,.

Die Region erhofft sich mit dem neuen Casino natürlich auch einen Aufschwung in der Tourismusbranche, denn diese erlitt deutliche Einschläge in der Vergangenheit.