, 10.03.2015

Jackpot Slot Machine

Ein Mann feierte seinen Jackpot Gewinn mit Alkohol und Drogen mit fürchterlichen Konsequenzen

Ein Mann hat seinen riesigen Jackpot Gewinn auf die denkbar schlechteste Art und Weise gefeiert – mit Alkohol, Drogen und einer Autofahrt, die in einem schweren Unfall endete. Der 51 Jahre alte Mann muss sich nun für seine Taten vor Gericht verantworten.

Erst Gewinner, dann Geisterfahrer

Der vermeintlich glückliche Gewinner stammt aus Hessen und endete nach seiner exzessiven Feier als Geisterfahrer auf der A3. Er verursachte einen schweren Unfall, der sechs Menschen verletzte und einer weiteren Person das Leben kostete. Nach dem fatalen Unfall war der Mann zuerst flüchtig, stellte sich aber am folgenden Tag selbst der Polizei. Die Details des Unfalls, an dem insgesamt fünf Fahrzeuge beteiligt waren, werden nun vor dem Wiesbadener Landgericht geklärt. Für den Täter sieht es finster aus – er muss sich nicht nur wegen fahrlässiger Tötung, vorsätzlicher gefährlicher Körperverletzung und einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr verantworten, es könnte sogar zu noch schwereren Anklagen kommen.

Gewinn als Anlass für Exzess

Der Abend hatte gut für den 51-jährigen Mann aus Hessen angefangen. Er hatte in der Nacht von den vierten auf den fünften November im Jahr 2011 in der Spielbank Wiesbaden einen Spielautomaten Jackpot von einer halben Millionen Euro gewonnen – um genau sein 514.242,06 Euro.

Der zuvor schwer verschuldete Mann begann nach seinem Gewinn auf eine mehrere Stunden andauernde Fahrt. Er machte an mehreren Stationen Halt und feierte exzessiv mit Alkohol und Kokain, so teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit.

Er besuchte zudem auch eine weitere Spielbank in Bad Homburg und gewann erneut Geld. Danach begab der Mann sich in seinem Rauschzustand auf eine lange Tour, um bei mehreren Bekannten seine Schulden zu begleichen und fuhr dabei bis nach Kaiserslautern.

Tödlicher Unfall

Gute 19 Stunden nach seinem Spielautomaten Gewinn kam es dann schließlich auf der A3 zwischen Idstein und Niedernhausen zum fatalen Unfall. Die Anklage stellte fest, dass der stark alkoholisierte und unter Drogen stehende Mann mit seinem Wagen von Frankfurt nach Köln unterwegs war, als er ohne Vorwarnung auf der dreispurigen Autobahn eine Wendung vollführte und gegen die Fahrtrichtung in Richtung Wiesbaden fahren wollte. Nur wenige Augenblicke später kam es zu dem unvermeidlichen Frontalzusammenstoß. Der 56 Jahre alte Fahrer des entgegenkommenden Fahrzeuges starb noch an der Unfallstelle, seine 54 Jahre alte Ehefrau und sein 17 Jahre alter Sohn mussten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nach dem Zusammenstoß setzte der Täter seine Fahrt weiter fort und kollidierte Sekunden später mit einem weiteren Fahrzeug. Andere Autos wurden von Wrackteilen getroffen, mehrere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Polizei sprach in ihrer ersten Bestandsaufnahme von „Bildern wie auf einem Schlachtfeld“.

Mordanklage nicht ausgeschlossen

Der Verursacher des Unfalles wurde selbst schwer verletzt und floh nach der Karambolage zu Fuß. Am folgenden Tag stellte sich der Täter der Polizei. Beim Verhör gestand der Mann, sich nicht mehr an alle Details der Nacht und des Unfalles erinnern zu können. Durch die Schwere seiner Vergehen kann es nun sogar sein, dass der vermeintlich glückliche Gewinner sich wegen Mordes verantworten muss. Ob es tatsächlich zu einem solch harten Urteil kommt, wird allerdings erst der weitere Verlauf der Gerichtsverhandlung im Landgericht Wiesbaden zeigen.

Sicher ist auf jeden Fall, dass es sich hier um ein Paradebeispiel dafür handelt, wie man mit seinem Jackpot-Gewinn nicht umgehen sollte.

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