, October 27, 2015

WSOPE Gewinner in Berlin

Dietrich Fast holte bei der WSOPE 2015 das erste Bracelet nach Deutschland (Bildquelle: WSOP.com)

Es war das Poker-Highlight 2015 auf deutschem Boden. Der Ableger der wichtigsten Poker Turnierserie der Welt, die World Series of Poker Europe (WSOPE), kam im Oktober 2015 das erste Mal nach Deutschland, genauer gesagt nach Berlin. Gespielt wurde vom 8. bis zum 24. Oktober in der Spielbank Berlin am Potsdamer Platz. Zehn Bracelets wurden vergeben. CasinoOnline.de blickt auf die erste WSOPE in Deutschland zurück.

Rekord und erstes Bracelet für Deutschland

Schon beim Event #2 der World Series of Poker Europe 2015 in Berlin fielen die ersten Rekorde. Mit 2.144 Teilnehmern wurde das “€550 Oktoberfest”-Turnier zum größten Event in der Geschichte der WSOP Europe. Der Preispool lag bei € 1.039.840.

An dem Finaltisch nahmen unter anderem die drei Deutschen Dietrich Fast, Adrian Apmann und Jörn Winter sowie der Schweizer Sandro Wüst Platz. Winter erwischte es im Finale als ersten der deutschsprachigen Spieler auf Platz 8. Kurz darauf folgte ihm der Schweizer Wüst auf Platz 7. Und der nächste Seat Open gehörte Adrian Apmann, der sich im Juni 2015 bei der WSOP in Las Vegas sein erstes Bracelet geholt hatte.

Doch der letzte Deutsche am Tisch, Dietrich Fast, schickte dann den Tschechen Vojtech Cervinka auf Platz 4 an die Rails und eliminierte den Brasilianer Rodrigo Caprioli. Am Ende setzte er sich im Heads-up gegen John Gale durch und holte sich das Bracelet soewie ein Preisgeld von € 157.749.

Drei Bracelets für Griechenland

Die WSOPE 2015 in Berlin sollte das Turnier der Griechen werden. Vor Beginn der World Series of Poker Europe in der Spielbank Berlin gab es keinen griechischen Bracelet-Gewinner. Jetzt gibt es drei. Bracelet Nummer 1 für Griechenland gab es beim WSOPE Event #1, dem “€2.200 NLH 6-max”. Hier siegte Makarios Avramidis vor den Deutschen Frederic Schwarzer und Paul Michaelis. Für Platz 1 kassierte er € 105.000. Den zweiten griechischen Bracelet-Gewinner gab es beim WSOP Event #6, dem “€3.250 No Limit Hold’em Event”. Hier konnte sich Pavlos Xanthopoulos durchsetzen. Für seinen Sieg gab es € 182.510. Georgios Sotiropoulos holte schlussendlich Bracelet Nummer 3 und gewann den WSOPE Event # 8, das “€1.100 No Limit Hold’em Turbo”-Turnier. Dieser Sieg wurde mit einem Preisgeld von € 112.113 belohnt.

313 Spieler beim Main Event – € 883.000 für den Sieger

Highlight der WSOPE war natürlich der € 10.450 No Limit Hold’em Main Event. Insgesamt hatten sich 313 Spieler registriert. Somit wurde um einen Preispool von € 3.067.400 gepokert. Auf den Sieger wartete das begehrte Bracelet sowie ein Preisgeld von € 883.000. Die besten 32 sollten ins Geld kommen. Der Minimum-Cash lag bei € 20.000 Euro. Nach Tag 3 des Events und zahlreichen ausgeschiedenen Favoriten waren noch 21 Spieler an den Tischen, darunter auch 888poker-Profi Dominik Nitsche und vier weitere deutsche Spieler. Nach Tag 4 stand der Finaltisch fest: Kevin MacPhee ging als klarer Chipleader ins Finale. Aus deutschsprachiger Sicht nahmen Kilian Kramer und Felix Bleiker am Final Table Platz. Zuvor waren schon fünf deutsche Spieler ins Geld gekommen. Johannes Becker beendete den Main Event auf Platz 9 für € 60.000. Das gleiche Preisgeld kassierte Nikolaus Teichert für Platz 10. Robert Zipf landete auf Platz 18 und bekam ebenso wie 888poker-Profi Dominik Nitsche auf Platz 20 ein Preisgeld von € 23.500. Der erste Deutsche im Geld war Mario Puccini auf Platz 30. Für diesen kassierte er € 20.000.

Der Senior Vice President Itay Pazner von 888poker, dem offiziellen Online Partner der WSOP, freute sich über das gute Ergebnis von so vielen Online-Qualifikanten:

„Bei 888poker wollen wir unseren Hobbyspielern möglichst viele Chancen bieten, sich mit niedrigen Buy-Ins für live Events zu qualifizieren. Die Verzahnung unserer online Games mit erstklassigen Live Events läuft hervorragend, und als Hauptsponsor der WSOPE Berlin sind wir sehr stolz darauf, dass sich gleich 24 unserer Spieler über unsere Online-Satellites für Berlin qualifizieren konnten.“

PokerStars Pro Theo Jörgensen reist vorzeitig ab

Doch es gab auch Kritik an der WSOPE. Der dänische PokerStars Pro Theo Jörgensen jedenfalls war von der Veranstaltung so genervt, dass er vorzeitig die Heimreise antrat. In einem Twitter-Beitrag kritisierte Jörgensen das Turnier heftig und beschrieb, warum er vorzeitig abreiste, obwohl er sein Hotel schon für die ganze Zeit bezahlt hatte. Jörgensen empfahl, den „Typen“, der für die Vergabe der WSOP Europe nach Berlin verantwortlich ist, rauszuschmeißen. Überweisungen seien nicht möglich, so musster der Pokerprofi die ganze Zeit mit einer Menge Geld durch die Gegend fahren. Zudem dürfen Profis in der Spielbank keine Werbung machen und müssen ohne ihre Patches spielen. Als Ersatz gab es nur einen „Spielbank Berlin“-Aufkleber und keinen neutralen Ersatz. Auch beklagte sich Jörgensen über die Erhöhung der Rakes. In den niedrigen Partien sei sie mit € 30 doppelt so hoch wie sonst und in den teuren Partien würden die Veranstalter 50 Prozent mehr nehmen als normal. Und darüber hinaus kostet eine Flasche Evian ganz € 10.

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