, November 30, 2013

Casino Royal, Spielbank Berlin

Foto © www.spielbank-berlin.de/

Die Spielbank Berlin, die sich heute am Marlene-Dietrich-Platz/Alexanderplatz im Zentrum der Stadt befindet, ist die größte Spielbank in Berlin. Sie wurde 1975 eröffnet und befand sich im damaligen West-Berlin im Europa-Center neben der Gedächtniskirche. Ein paar Jahre nach der Wiedervereinigung wurde 1998 umgezogen. Das heutige Casino umfasst 11.000 m², ist fast viermal so groß wie die ursprüngliche Spielbank im Europa-Center und erstreckt sich über vier Etagen.

Das Casino hat vier Bars, eine hervorragende Küche und ein Theater. Darüber hinaus finden viele Events in der Spielbank statt.

In der Spielbank können Casinospiele wie Roulette und Black Jack gespielt werden, und es gibt ein großes Angebot für Pokerspieler. Darüber hinaus hat das Casino über 350 Spielautomaten. Besucher haben außerdem die Wahl zwischen verschiedenen Packages, darunter einem für Anfänger und für Personen, die noch nie in einem richtigen Casino gespielt haben.

Trotz seines fantastischen Angebotes ist die Situation in der Berliner Spielbank heutzutage nicht allzu glücklich.

Pro Tag hat das Casino ca. 1.500 Besucher und etwas 2.000 am Wochenende, aber es waren früher einmal 3.000. Die Berliner Spielbank leidet wie viele andere Casinos unter der Konkurrenz vom Internet und sogar von Spielhallen, deren Automaten sich kaum noch von denen in Casinos unterscheiden. Einige deutsche Casinos mussten sogar schließen, und andere halten sich gerade noch über Wasser.

Bar in der Spielbank Berlin

Foto © www.spielbank-berlin.de/

Deutsche Casinos sind außerdem verpflichtet, auf Spieler mit Spielsucht zu achten und sie möglicherweise vom Spiel fernzuhalten, d.h. sie zu sperren. In der Berliner Spielbank sind zwei Angestellte nur damit beschäftigt, Spielsüchtige zu „spotten“. Diese Spieler sind ohnehin von geringem Interesse für Casinos, da sie selten lange Kunden bleiben. Die Spielbank Berlin sperrt aus diesem Grunde ca. 300 Spieler pro Jahr. Dieselben Kunden können dann allerdings ohne weitere Kontrollen in die nächste Spielhalle oder Kneipe gehen, um dort an den Spielautomaten weiterzuzocken.

Was den deutschen Spielbanken-Verband besonders verärgert, ist die Tatsache, dass Casinos viel strengeren Kontrollen unterliegen als Spielhallen, und dass das Glücksspiel im Internet ist immer noch nicht entsprechend reguliert ist. Darüber hinaus ist der Steuersatz für Casinos sehr hoch und Spielbanken zahlen jährlich Milliarden an den Staat mit Steuersätzen zwischen 80 und 91 % ihrer Bruttospielerträge.

Der Spielbanken-Verband hofft darauf, dass der Glücksspielstaatsvertrag noch einmal überarbeitet wird, damit er auch Spielhallen und das Glücksspiel im Internet erfasst. Seiner Meinung nach  würde dies einen positiven Schritt im Kampf gegen die Spielsucht darstellen und würde darüber hinaus den deutschen Spielbanken einen fairen Wettbewerb mit den Internet-Anbietern ermöglichen.