Spielsüchtiger Mönch wird zu 30 Monaten Gefängnis verurteilt

, Juli 27, 2016

Khang Nguyen Le

Mönch Khang Nguyen Le (links) bekannte sich schon im März schuldig. Nun wurde er zu 30 Monaten Gefängnisstrafe und der Zahlung von 260.000 Dollar verurteilt. (Bildquelle)

Khang Nguyen Le, der leitende Mönch der Vietnamesischen Buddhistischen Gemeinde in Lafayette, Louisiana, war im September des vergangenen Jahres am Flughafen LaGuardia International Airport in New York verhaftet worden. Er hatte zwischen Januar 2013 und August 2014 mehr als 260.000 Dollar an Kirchengeldern gestohlen und damit seine Blackjack-Spielsucht finanziert. Nun wurde der Mönch zu 30 Monaten Gefängnisstrafe verurteilt. Zudem muss er die gestohlenen Gelder zurückzahlen.

Khang Nguyen Les Tätigkeit als Vorsteher der Buddhistischen Gemeinde wurde mit etwa 1.000 Dollar im Monat bezahlt. Doch dieses Gehalt reichte natürlich nicht für regelmäßige und verlustreiche Casino-Besuche aus. Le hatte aber über die Jahre eine Spielsucht entwickelt und begab sich alle zwei bis drei Tage ins L’Auberge Casino in Lake Charles zum Blackjack-Spielen. Dort verzockte er jeweils zwischen 5.000 und 10.000 Dollar. Dazu bediente er sich an den Konten der Gemeinde. Er sei immer alleine ins Casino gegangen und habe versucht sich dort sehr unauffällig zu verhalten, da er nicht wollte, dass andere Mitglieder der Gemeinde von seiner Spielsucht Wind bekommen.

Khang Nguyen Le wird am Flughafen New York verhaftet

Die Polizei erwischte ihn am Flughafen New York als er gerade von Dallas kam und nach Toronto weiterfliegen wollte. Er gestand, dass er die Konten seiner Kirche seit 2011 regelmäßig geplündert habe. Insgesamt soll er mehr als 370.000 Dollar verzockt haben. Vor Gericht ging es aber „nur“ um 264.000 Dollar. Nachdem er immer wieder mal in den Casinos gewonnen hatte, wollte er eigentlich die Gelder der Gemeinde zurückzahlen. Ob und wie viel er zurückgezahlt hat, kann nicht nachvollzogen werden.

Die Polizei hatte ihn schon im Jahr 2014 verhört und hatte ihn unter Beobachtung. In den Gerichtsunterlagen berichtet ein Bundesagent:

“Le hatte uns gestanden, dass er 2011 oder 2012 mit dem Spielen begonnen hatte. Er brauchte für jeden Casino-Besuch zwischen 5.000 und 10.000 Dollar. Und das alle zwei bis drei Tage. Er spielte nur an den Blackjack-Tischen. Er hatte damals schon über seine Spielsucht Bescheid gewusst. Er hatte auch zugegeben, die Spielsucht mit Geldern der Gemeinde finanziert zu haben.“

Warum die Behörden aber bis September 2015 brauchten, bis sie Khang Nguyen Le endlich in Gewahrsam nahmen, ist nicht klar.

Mönch wird nach Schuld-Geständnis verurteilt

Im März dieses Jahres bekannte sich Khang Nguyen Le dann vor Gericht schuldig. Er hatte die Kontrolle über drei Bankkonten der Gemeinde. Niemand habe ihn hier kontrolliert. Keiner wollte Kontoauszüge sehen. Anfang dieser Woche fiel nun das Urteil in dem Fall. Richter Donald Walter verurteilte Khang Nguyen Le zu einer Strafe von 30 Monaten im Gefängnis sowie zur Rückzahlung von 264.000 Dollar. Le war von 2010 bis zum Oktober 2014 leitender Mönch der Vietnamesischen Buddhistischen Gemeinde in Lafayette. Als erste Verdächtigungen auftraten, gab er sein Amt auf. Nach dem Ende seiner Gefängnisstrafe droht ihm eine Ausweisung zurück in seine Heimat Vietnam.