, July 3, 2015

Paul Michaelis

Deutscher Bracelet Gewinner Paul Michaelis (Bildquelle: wsop.com)

Seit dem 27. Mai wird in Las Vegas die 46. World Series of Poker (WSOP) gespielt. Bis zum 14. Juli befindet sich alles, was in der Poker-Szene Rang und Namen hat, beim wichtigsten Turnier des Jahres. Als Highlight beginnt am Sonntag, den 5. Juli, der Main Event, der am 14. Juli mit den November Nine sein zwischenzeitliches Ende findet. Ob es mal wieder ein deutscher Spieler an den wichtigsten Finaltisch des Jahres schafft, kann noch keiner voraussagen. Bis Anfang Juli waren schon 57 von 68 Bracelets vergeben. Zwei Stück gingen bisher nach Deutschland. CasinoOnline.de berichtet über die zwei deutschen Siege und weitere Erfolge von deutschsprachigen Spielern bei der WSOP 2015.

Paul Michaelis gewinnt Event #8

Das erste Bracelet für Deutschland gab es beim Event #8, dem „$1.500 Pot-Limit Hold’em“. 639 Spieler hatten bei dem Turnier für einen Preispool von $862.650 gesorgt. Bis zum 3. Tag hatte sich das Teilnehmerfeld auf 15 Spieler ausgedünnt. Der in Berlin geborene Student Paul Michaelis ging an Tag 3 als Chipleader an den inoffiziellen Finaltisch. Zusammen mit dem US-Amerikaner Tom Marchese eliminierte er dann am Final Table alle Gegner persönlich.

Im Heads-up trafen dann mit Michaelis und Marchese die dominanten Spieler des Finales aufeinander. Seine Führung musste der Deutsche nur kurz abgeben und lag drei Hände später wieder vorne. In der Hand darauf fiel dann die Entscheidung. In der finalen Hand hatte Michaelis 9-9 und konterte das All-in von Marchese, der Q-Q hatte. Das Board brachte K-8-3-9-A und damit den Sieg für den Deutschen. Für Platz 1 gab es neben dem Bracelet ein Preisgeld von $189.818.

Der 24-jährige Michaelis, der aktuell in Wien lebt, konnte somit seinen ersten WSOP Finaltisch gleich gewinnen. Zuvor war er beim Colossus-Event der WSOP 2015 mit Platz 1.295 das erste Mal ins Geld gekommen. Vor der WSOP 2015 war der größte Erfolg von Michaelis der Sieg beim “PokerFirma Open €500 + 50 No Limit Hold’em”-Main Event 2012 in Berlin für $48.758. Michaelis hat vor kurzem seinen Bachelor in Medien- und Kommunikations-Management gemacht. Er möchte aber vermutlich weiter studieren. Im Juli will er auf jeden Fall noch das WSOP Main Event spielen.

Adrian Apmann gewinnt Event #42

Adrian Apmann

Deutscher Bracelet Gewinner Adrian Apmann (Bildquelle: wsop.com)

Ziemlich genau drei Wochen dauerte es, bis die deutschen Spieler das zweite Bracelet bei der WSOP 2015 nach Hause fahren konnten. Sieg Nummer 2 gab es beim Event #42, dem „$1.500 Extended Play No-Limit Hold’em“-Turnier, dem ersten Extended Play-Turnier in der Geschichte der WSOP. Das Teilnemerfeld lag bei 1.914 Spielern und der Preispool bei $2.583.900. Eigentlich war das Event auf drei Spieltage angesetzt, am Ende wurden fünf daraus.

Nach Tag 3 war der Deutsche Adrian Apmann immer unter den Top 10 im Chipcount zu finden. In den fünften und finalen Tag ging er dann sogar als klarer Chipleader. Nach nur sieben Händen hatte sich das Feld am letzten Tag von sieben Spielern auf drei verringert. Doch zu Dritt ging es dann zwischen Apmann, dem englischen Bracelet-Gewinner Barney Boatman und dem Franzosen Yehoram Houri fast fünf Stunden hin und her. Schließlich musste Boatman seinen Seat räumen und Apmann ging als massiver Chipleader ins Heads-up gegen Houri.

Houris Gegenwehr hielt nicht allzu lange. Der Franzose ging in der entscheidenden Hand mit 7-7 All-in. Apmann callte mit A-10. Das Board brachte 10-9-A-5-5 und somit den Sieg für den Deutschen. Für Apmann gab es sein erstes Bracelet sowie ein Preisgeld von $478.102.

Apmann spielt seit dem Jahr 2005 Poker, als er im TV das erste Mal eine WSOP-Berichterstattung verfolgte. Seit 2009 lebt er in Wien und genießt dort die Tatsache, dass viele deutsche Poker-Profis in der österreichischen Hauptstadt leben. Zwischen diesen Spielern sei eine großartige Community entstanden, bei der man sich gegenseitig hilft sein Poker-Spiel zu verbessern.

Weitere Top-Ergebnisse für deutschsprachige Spieler

Neben den beiden Siegen für die deutschen Spieler gab es noch einige tolle Platzierungen für Spieler aus Deutschland und Österreich. Beim Event #7, dem „$10.000 Limit 2-7 Triple Draw Championship“ wurde der deutsche Poker-Pro Ismael Bojang Dritter für ein Preisgeld von $130.851. Sein Landsmann Fedor Holz holte sich den gleichen Platz beim Event #37, dem „$10.000 No-Limit Hold’em 6-Handed Championship“. Er freute sich über ein Preisgeld von $268.463. Ein Platz hinter ihm landete der Österreicher Thomas Mühlöcker für $182.448.

Beim Event #46, dem „$3.000 Pot-Limit Omaha 6-Handed“ gab es ein weiteres Top-Resultat für Österreich. Andreas Freund wurde ebenfalls Dritter und kassierte dafür ein Preisgeld von $171.626. Beim Event #51, dem „$3.000 No-Limit Hold’em 6-Handed“ verpasste der Deutsche Alexander Debus das Treppchen nur knapp. Er wurde am Ende Vierter für $164.863. Und auch Fußball-Nationalspieler Max Kruse konnte einen Erfolg landen: Er landete beim Event #54, dem „$10.000 Pot-Limit Omaha Championship“ auf Platz 26 und kassierte dafür $23.500.