, 22.11.2013

Las Vegas

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Einnahmen von Las Vegas Casinos nehmen auch so stetig zu

Es scheint, als hätten sich die Zeiten für das Casino- und Hotelgeschäft wieder zum Guten gewendet. Am Montag stellte Wynn Resorts WYNN seine Zahlen für das zweite Quartal vor. Ein solides Wachstum von 0.36% im Vergleich zum Vorjahr wurde verbucht. Interessanterweise beruht Wynns Wachstum dieses Mal auf seinen Niederlassungen in Las Vegas, die deutlich mehr Einnahmen einbrachten als die Geschäfte im sonst so erfolgreichen Macau. Durch das überraschende Wachstum im amerikanischen Glücksspielparadies kann Wynn jetzt gelassener in die Gespräche mit Zynga gehen, wo eine Zusammenarbeit für Online Poker und Online Glücksspiel angestrebt wird.

 

Der Milliardär Steve Wynn kann derzeit sehr zufrieden mit der finanziellen Situation seiner Firma sein, doch vor allem wird ihn das Wachstum in Vegas freuen. Sein Hotel- und Casinobetreiber verzeichnete im zweiten Quartal einen vorsteuerlichen Anstieg seiner Immobilien um 10.8% auf 425,7 Millionen US-Dollar, während die vorsteuerlichen Einnahmen um 10% auf 152,9 Millionen US-Dollar anstiegen. Damit wurde im zweiten Quartal ein Gewinn pro Aktie im Wert von 1,51 US-Dollar erwirtschaftet.

 

Wynn verfehlte damit zwar das erhoffte Wachstum, das einen Gewinn pro Aktie von 1,55 US-Dollar vorsah, aber dennoch sind die vorgelegten Daten überzeugend. Die vorsteuerliche Gewinnspanne stieg im Vergleich zum Vorjahr von 30,6% auf 32% an. Die Einnahmen aus dem Casinogeschäft bilden derzeit 76,4% der Gesamteinnahmen, was wiederum eine Erhöhung von 40 Prozentpunkten ist. Nach diesen Zahlen könnte man annehmen, dass Wynn kein Online Glücksspiel braucht, denn die aktiven Geschäfte laufen besser denn je.

 

Die Nettoerträge stiegen um 6% auf 1,33 Milliarden US-Dollar und erfüllten damit die gesetzten Ziele, wobei der Anstieg hauptsächlich durch die Niederlassungen in Las Vegas erzielt wurde. Wynns Betreiber in Las Vegas verzeichneten einen sprunghaften Anstieg der Einnahmen von 16,2% auf 401,4 Millionen US-Dollar, während der vorsteuerliche Immobilienwert um 65,6% auf 135,7 Millionen US-Dollar anstieg. Das Management bestätigte die deutliche Verbesserung in Las Vegas über das vergangene Jahr, während sich die vorsteuerliche Bilanz dramatisch um 1.010 Prozentpunkte auf 33,8% erhöhte.

 

Wynn schaut derzeit auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück, denn Casinoeinnahmen stiegen um 44,7% und nicht-casino-bezogene Verkäufe stiegen um 4%. Das starke Wachstum im Glücksspielgeschäft schwächte Spekulationen über Wynns mögliche Zusammenarbeit mit Zynga. Gerüchten zufolge waren Mark Pincus, ehemaliger Zynga Vorstand, und Steve Wynn in Verhandlungen über eine mögliche Zusammenarbeit, um Wynns Online Glücksspiel voranzutreiben. Zyngas neuer Vorstand, Don Mattrick, erklärte jedoch vor kurzem, dass dies kein Weg sei, den Zynga einschlagen wolle. Bei Wynn muss man sich deswegen jedoch im Moment keine Sorgen machen, denn das Geschäft an den realen Tischen läuft blendend.

 

Wie bei allen anderen großen Casinobetreibern erwirtschaftete auch Wynn den Großanteil seiner Einnahmen in Asien. Wynns Betreiber in Macau erhöhten ihren Umsatz knapp um 2,6% auf 930,9 Millionen US-Dollar, während der eigentliche vorsteuerliche Gewinn sogar um 4% auf 290,1 Millionen US-Dollar zurückging. Als Hauptgrund für den Rückgang wird die schwächelnde chinesische Konjunktur angegeben, doch gingen auch die Einnahmen an Table Games um 1,6% zurück, womit die vorsteuerliche Bilanz am Ende um 210 Prozentpunkte auf 31,2% zurückging.

 

Ein finanziell schwächeres China könnte den Rückgang erklären, vor allem nachdem die chinesische Regierung das Wachstum potentiell einschränkte, im gleichen Moment steht diesem Fakt jedoch der geringe Einnahmenschwund von Las Vegas Sands LVS von nur -0,04% im zweiten Quartal gegenüber. Wynn setzt jedoch weiterhin auf China, denn das 4 Milliarden US-Dollar Projekt in Cotai wird weiter vorangetrieben. Im vergangenen Quartal investierte Wynn 113,3 Millionen US-Dollar in das Projekt und Management, sowie Projektleiter glauben, das vorgegebene Budget einhalten zu können und dass das Projekt sehr wahrscheinlich im Laufe des ersten Halbjahres in 2016 abgeschlossen werden könnte.