, November 21, 2013

Das Capitol, Washington D.C., USA

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Der Republikaner Joe Barton schlägt sich auf die Seite der Pokerfans.

Der texanische Republikaner stellte am Donnerstag im Kongress einen Gesetzentwurf vor, der es Bundesstaaten ermöglichen würde, Online Poker zu legalisieren, ohne ein Einschreiten von ganz-amerikanischen Behörden befürchten zu müssen.

Bereits zum zweiten Mal wurde somit in diesem Jahr ein derartiger Gesetzentwurf zur Legalisierung von Online Glücksspielen vorgestellt. Im Juni stellte der republikanische Kongressabgeordnete Peter King aus New Work einen ähnlichen Gesetzentwurf vor, den sogenannten “Internet Gambling Regulation, Consumer Protection and Enforcement Act of 2013“.

Der entscheidende Unterschied zwischen beiden Entwürfen ist jedoch, dass Kings Entwurf eine weitgehende Legalisierung von jedweden Casinospielen vorsah, während Bartons Entwurf bezieht sich nur auf die Legalisierung von Online Poker bezog.

Im Jahre 2011 griff die amerikanische Bundesregierung mit aller Härte gegen Online Glücksspiele durch, doch noch im selben Jahr legte das amerikanische Justizministerium mit einem Beschluss fest, dass Online Glücksspiel legal sei, solange es durch die Gesetze des jeweiligen Bundesstaates zugelassen sei.

Nevada, New Jersey und Delaware haben Online Glücksspiele bereits zum Teil legalisiert und andere Bundesstaaten sind im Begriff, ähnliche Gesetze durchzusetzen.

Bartons Gesetzentwurf, der sogenannte „Internet Poker Freedom Act“, bezieht sich nur auf die Legalisierung von Online Poker und würde Bundesstatten erlauben, sich vom bundesweit geltenden Gesetz loszulösen.

Der texanische Abgeordnete begründete seinen Gesetzentwurf damit, dass er die Sicherheit von Spielern und die Integrität des Spiels garantieren würde. Des Weiteren würde gewährleistet, dass fragwürdige, ausländische Anbieter keinen Fuß fassen könnten, und dass ein verwirrender, bundesstaatlicher Gesetzesflickenteppich, wie man ihn von den Casinogesetzen her kennt, verhindert werden könne.

„Poker ist der Inbegriff eines amerikanischen Spiels. Ich selbst habe es während meiner Schulzeit erlernt und spiele es auch heute noch zum Zeitvertreib. Viele Millionen Amerikaner lieben dieses Spiel, da es Strategie und Können mit einander verbindet“, sagte er in einem Interview. „Ich werde auch weiterhin für alle Amerikaner kämpfen, die Poker Online spielen wollen. Sie alle verdienen ein legales, inländisches System, dass faires, ehrliches und sicheres Pokern gewährleistet.”

Bereits im Jahre 2012 stand der Kongress kurz davor, einem Entwurf für Online Glücksspiele zuzustimmen, doch letzten Endes wurde er nach Unstimmigkeiten innerhalb der Branche und nach unendlichen, politischen Manövern abgelehnt. Nach dem Scheitern des Gesetzentwurfes begannen Bundesstaaten, ihre eigenen Gesetze zu entwerfen, und spalteten sich weitgehend von ganz-amerikanischen Gesetzen ab.

Online Poker ist weiterhin eine gesetzliche Grauzone, für die keinerlei Vorlagen und Regulierungen vorliegen.

Morgan Stanley sagt für 2020 voraus, dass Online Glücksspiele auf dem amerikanischen Markt Einnahmen im Wert von 9,3 Milliarden US-Dollar generieren werden, das wären die Gesamtheit der Einnahmen von Las Vegas und Atlantic City zusammen. Stanley warnt jedoch davor, dass Bundesstaaten kein Alleingang erlaubt werden sollte. Um einen stetigen Strom von Einnahmen zu generieren, müsste der gesamte amerikanische Markt mit denselben Gesetzen abgedeckt sein.

Bis zum Ende des Sommers wird ein dritter Gesetzentwurf zur Legalisierung von Online Glücksspielen erwartet.

Der demokratische Senator Harry Reid, der die Legalisierung von Online Poker einmal als wichtigsten Kernpunkt für das Überleben Nevadas als Glücksspielmekka seit Yucca Mountain bezeichnete, arbeitet derzeit mit dem republikanischen Senator Dean Heller aus Nevada an diesem dritten Gesetzentwurf.

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