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Glücksspiel Statistik — Deutschland, Österreich & Schweiz

CasinoOnline.de: Glücksspiel Statistik
Was ist Glücksspiel?
Würfelspiele

Würfelspiele: Sic Bo, Craps Poker Dice

Roulette

Roulette: Französisches, Europäisches, Amerikanisches und weitere

Kartenspiele

Kartenspiele: Blackjack, Baccarat, Punto Banco, Casino War, Red Dog

Poker

Poker: Draw Poker, Texas Hold'em, Omaha, Pai Gow, Seven Card Stud etc.

Gewinnlose und Lotterien

Gewinnlose und Lotterien: Rubbellose, Lotto, Bingo, Keno

Glücksrad

Glücksrad und Varianten

Wetten

Wetten: Sportwetten, Pferdewetten, Totalisator Wetten, Wetten auf sonstige Ereignisse

Definition

Unter dem Begriff Glücksspiele sind Spiele zusammengefasst, deren Ausgang oder Ergebnis überwiegend vom Zufall bestimmt wird. Dabei kann dem Zufall oder eben dem Glück ein variabler Einfluss zukommen.

Wie sieht der typische Glücksspieler aus?
Unterschied zwischen männlichen und 
                        weiblichen Glücksspielern im Alter von 21-25 Jahre.
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Wachstumsprognose für Glücksspiel in Europa
Wachstumsprognose für Glücksspiel in Europa
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Wo gibt es die meisten neuen Lotto-Millionäre?
meisten neuen Lotto-Millionär
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Was für Glücksspiele gibt es?

Was für Glücksspiele gibt es

Unter dem Begriff Glücksspiele sind Spiele zusammengefasst, deren Ausgang oder Ergebnis überwiegend vom Zufall bestimmt wird. Dabei kann dem Zufall oder eben dem Glück ein variabler Einfluss zukommen: Würfelspiele, Glücksrad oder Roulette haben gänzlich zufällige Ergebnisse, während Spieler von Glücksspielen wie Blackjack, Poker oder auch Sportwetten mit Geschick, Wissen und Taktik bessere Ergebnisse erzielen können.

Bei der rechtlichen Bewertung spielt nicht nur das Glück eine Rolle, sondern auch, ob vom Spieler ein Echtgeld Einsatz für die Chance auf eine Gewinnsumme gefordert wird.

Bekannte und verbreitete Arten und Varianten von Glücksspielen sind etwa:

  • Würfelspiele: Sic Bo, Craps oder Würfel Poker bzw. Poker Dice
  • Glücksrad
  • Roulette und Varianten wie französisches, europäisches oder amerikanisches Roulette
  • Kartenspiele: Blackjack, Baccarat, Punto Banco, Casino War, Red Dog
  • Poker in seinen zahlreichen Varianten wie Draw Poker, Five Card Stud, Seven Card Stud, Texas Hold'em, Omaha oder Pai Gow Poker
  • Poker gegen einen Bankhalter: Casino Poker, Caribbean Stud bzw. Tropical Stud oder Oasis Poker und Easy Poker
  • Gewinnlose und Lotteriespiele: Rubbellose, Lotto, Bingo oder Keno
  • Wetten: Sportwetten und Pferdewetten, Totalisator Wetten, Wetten auf sonstige Ereignisse
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Sind Glücksspiele illegal?

Deutschland

In Deutschland erfordert die öffentliche Veranstaltung von Glücksspielen eine behördliche Erlaubnis. Das gilt für terrestrische Angebote wie auch für Internet Anbieter. Durch die nötige staatliche Zulassung ergibt sich ein Staatsmonopol. Vorschriften zum deutschen Glücksspielwesen sind im Glücksspielstaatsvertrag der 16 Bundesländer festgehalten.

Im Jahr 2019 befindet sich dieser in der dritten Überarbeitung, die bis 2021 abgeschlossen sein soll. Lizenzen für private Casino und Sportwetten Anbieter sind in Deutschland prinzipiell möglich, allerdings gibt es aktuell kein einheitliches Verfahren für die Vergabe.

Veranstaltung und Teilnahme ohne die erforderliche Zulassung sind in Deutschland illegal. Nicht alle Aspekte des deutschen Glücksspielrechts sind aktuell mit dem Europarecht konform, etwa der Marktausschluss von Online Casinos ohne mit dem Spielerschutz stimmiges Vergabeverfahren.

Aufgrund der Rechtsunstimmigkeiten unterscheidet man zwischen dem regulierten und nicht-regulierten Markt. Anbieter mit einer Zulassung nach nationalem Recht zählen zum regulierten Markt, während Anbieter mit einer EU Lizenz aber ohne deutsche Zulassung zum nicht-regulierten Markt gerechnet werden.

Österreich

In Österreich regelt das Glücksspielgesetz das Glücksspiel als Monopolwesen mit Zuständigkeit des Bundes beim Bundesministerium für Finanzen. Die öffentliche Veranstaltung von Glücksspielen erfordert eine Konzession, ansonsten handelt es sich um illegales Glücksspiel.

Das Recht in Österreich kennt zwei wesentliche Besonderheiten. Zum einen wird bei der Regulierung zwischen kleinem und großen Spiel unterschieden, also zwischen Geldspielgeräten mit geringen Einsätzen und Glücksspiel mit hohen Einsätzen.

Die einzelnen Landesregionen behandeln das kleine Spiel unterschiedlich, während das große Spiel dem staatlichen Anbieter Casinos Austria vorbehalten ist. Das Staatsmonopol gilt ebenso für Online Glücksspiel. Allerdings sind Sportwetten in Österreich vom Monopol ausgenommen, da sie als Geschicklichkeitsspiele gelten.

Schweiz

In der Schweiz regelt das schweizerische Bundesgesetz über Geldspiele, das Geldspielgesetz oder BGS, die Zulassung und Durchführung von Geldspielen. Die öffentliche Veranstaltung von Glücksspiel erfordert eine Erlaubnis. Es gibt die Regulierungsstelle Comlot für Wetten und Lotterien, während das Bundesamt für Glücksspiel für Casino Spiele, Poker und sonstige Glücksspielarten zuständig ist.

Mit dem neuen Glücksspielgesetz von 2019 gibt es Lizenzen für Online Glücksspiel, allerdings werden diese bis 2024 nur an landbasierte Casinos in der Schweiz vergeben. Anschließend sind weitere Zulassungen möglich, jedoch müssen ausländische Unternehmen entweder eine Präsenz in der Schweiz aufbauen oder mit einem Schweizer Anbieter kooperieren. Illegale Glücksspiel Angebote im Internet sollen mit Online Sperren verhindert werden.

Landbasiertes Casino vs. Online Casino?

Landbasiertes Casino vs. Online Casino

Das terrestrische Glücksspiel Angebot verteilt sich über Spielbanken und landbasierte Casinos, Spielhallen mit Automaten sowie Lotterie- und Wettannahmestellen.

Das “Große Spiel” bezeichnet das klassische Casino Spiel wie Roulette, Blackjack oder Poker mit Croupier oder Dealer, während das reine Automatenspiel ohne Bankhalter auch “Kleines Spiel” genannt wird.

Online Glücksspiel Seiten bieten Casino Spiele, Sportwetten und Online Poker als verschiedene Spielformen, wobei gerade größere Anbieter auch mehrere davon offerieren können, etwa Casino Games und Wetten.

  • In Deutschland gab es im Jahr 2017 laut der European Casino Association 65 landbasierte Casinos. In Österreich liegt die Zahl der terrestrischen Spielbanken bereits seit dem Jahr 2010 bei konstant 12 Spielstätten der Casinos Austria AG. Im selben Zeitraum betrug die Anzahl in der Schweiz 19 bis 21 Casinos.

    Dazu kommen Geldspielgeräte in Spielhallen und Gastronomie. In Deutschland gab es zum 1.1.2018 noch 8.862 Spielhallenstandorte. Über 13.691 Konzessionen wurden an 143.778 Spielautomaten in Spielhallen und 62.077 Geldspielgeräte in der Gastronomie betrieben.

    Die Anzahl steuerpflichtiger Unternehmen rund um Spielhallen und Spielautomaten lag in Deutschland im Jahr 2017 bei 6.056. Diese Zahlen werden jührlich vom Arbeitskreis gegen Spielsucht e. V. erhoben.

    Anzahl der Standorte, Konzessionen und Geldspielgeräte
    in Deutschland zum 1.1.2018
    Bundesrepublik Deutschland
    Spielhallenstandorte 8.862
    Spielhallenkonzessionen 13.691
    Geldspielgeräte in Spielhallen 143.778
    Geldspielgeräte in Gastronomie 62.077
  • Im Jahr 2019 richten sich mehr als 1.000 deutschsprachige Online Casino Seiten an Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In der Europäischen Union betrug der Marktanteil von Online Glücksspielen im Jahr 2017 20,7 %, während der Rest von 79,3 % auf landbasierte Casinos und Glücksspiel Angebote entfiel.

    Anteil des Online Glücksspiels am gesamten Glücksspielmarkt in der EU
    Anteil des Online Glücksspiels am gesamten 
                                                        Glücksspielmarkt in der EU
  • Bei der Teilnahme an Glücksspielen liegt in Deutschland das gewerbliche Spiel vorn. Eine Befragung für eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA aus dem Jahr 2017 zeigt, dass rund 74 % der Bevölkerung gewerbliches Glücksspiel nutzen.

    Die Verbreitung nach Altersgruppen zeigt, dass im Jahr 2017 vor allem ältere Deutsche spielen: 81 % erreichten die 55-65-Jährigen, während die Teile der Bevölkerung im Alter von 26-35 Jahren, 36-45 Jahren und 46-55 Jahren zu knapp unter 80 % teilnehmen. Lediglich die Hälfte der deutschen 18-20-Jährigen nimmt an Glücksspielen teil.

    Verbreitung der Teilnahme an Glücksspielen in Deutschland von 2013 bis 2017
    nach Altersgruppen laut BZgA
    Verbreitung der Teilnahme an Glücksspielen in 
                                                    Deutschland von 2013 bis 2017 nach Altersgruppen laut BZgA
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    Im Jahr 2016 betrug die Anzahl der Besucher eines terrestrischen Casinos in Österreich rund 3 Millionen, seitdem ist die Zahl leicht rückläufig. Die am stärksten frequentierten Standorte sind Wien, Linz, Graz und Bregenz. Interessant ist, dass vielerorts die Zahl der internationalen Gäste überwiegt.

    Knapp 1 % der österreichischen Bevölkerung spielt täglich, während knapp 27 % ein bis zweimal pro Woche spielen. Weitere Zahlen aus dem Jahr 2015 zeigen die Verteilung nach Altersgruppen: Knapp mehr als 40 % der 31-47-Jährigen und 48-65-Jährigen hatten in den letzten Monaten gespielt. In der Altersgruppe 14-30 Jahre lag die Teilnahme nur bei rund 35 %.

    Teilnahme an Glücksspielen in Österreich nach Altersgruppen im Jahr 2015
    laut institut fur interdisziplinare Sucht - und Drogenforschung
    Teilnahme an Glücksspielen in Österreich nach 
                                                    Altersgruppen im Jahr 2015 laut institut fur interdisziplinare 
                                                    Sucht - und Drogenforschung
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    In der Schweiz bewegte sich die Zahl der Casino Besucher in den Jahren 2004 bis 2016 zwischen 4 und knapp 6 Millionen. 2016 waren es 4,8 Millionen Eintritte. Interessant ist, dass bei einer Erhebung im Jahr 2012 vor allem Jüngere an Glücksspielen teilnahmen. Rund 55 % der 20-39-Jährigen hatten in den letzten 12 Monaten Geldspiele genutzt. Unter den 65-59-Jährigen waren es dagegen knapp 40 %.

    Anteil der Nutzer von Geldspielen nach Altersgruppen in der Schweiz 2012
    laut Eidgenössische Spielbakenkommission
    Anteil der Nutzer von Geldspielen nach Altersgruppen in der 
                                                    Schweiz 2012 laut Eidgenössische Spielbakenkommission
  • Da die verschiedenen Begriffe schnell für Verwirrung sorgen können, geben wir Ihnen hier eine kurze Zusammenfassung und Übersicht:

    Landbasierter Anbieter

    Landbasierter Anbieter

    Ein terrestrisches und stationäres Angebot, das an einer Spielstätte veranstaltet wird. Die Spieler suchen diesen Ort für das Spiel auf.

    Online Anbieter

    Online Anbieter

    Eine Internetseite, die Glücksspiel veranstaltet oder vermittelt, etwa Casino Spiele oder Sportwetten. Die Spieler nehmen per Internet bzw. Datenverbindung am Spiel teil.

    Casino Spielbank

    Casino ⁄ Spielbank

    Eine Spielstätte für zugelassenes Glücksspiel mit Croupiers und Dealern wie etwa Roulette, Blackjack, Glücksrad und Poker sowie weiteren Kartenspielen, typischerweise “Großes Spiel” genannt.

    Spielhalle Spielothek Spielsalon Automatencasino

    Spielhalle ⁄ Spielothek ⁄ Spielsalon ⁄ Automatencasino

    Eine Spielstätte mit zugelassenen Spielautomaten mit Echtgeld Einsätzen und Gewinnen, typischerweise “Kleines Spiel” genannt.

    Stationäres Geldspielgerät

    Stationäres Geldspielgerät

    Ein Spielautomat, der mit Zulassung außerhalb einer Spielhalle aufgestellt ist, etwa in einer Gaststätte.

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Was sind die beliebtesten Online Glücksspiele?

Was sind die beliebtesten Online Glücksspiele?

Betrachtet man nur den Markt für Online Glücksspiele ohne stationäre, terrestrische Angebote, so dominieren weltweit die Sportwetten mit einem Marktanteil von 50 %. Bemessungsgrundlage sind die globalen Bruttospielerträge im Jahr 2016. Ein Viertel des Marktes entfällt auf Online Casinos, während die staatlichen Lotterien zehn Prozent einnehmen. Online Poker macht dagegen gerade mal 6 % aus, bedingt durch einen Rückgang des Spiels seit einem Boom um die Jahrtausendwende.

Da Europa allerdings einen Anteil von rund 50 % am weltweiten Glücksspielmarkt hat, ist es interessant, die Region gesondert zu untersuchen. Im Jahr 2017 brachten es die Sportwetten in den EU Nationen auf einen Anteil von etwa 40 % am Online Markt, gefolgt von Casino Seiten mit rund 32 %. Die Lotterien lagen bei etwa 13 %, während der Wert für Online Poker mit 6 % in etwa dem globalen Marktanteil entspricht.

Beliebteste Online Glücksspiele der EU28 nach Spielform gemessen an den Bruttospielerträgen 2017
Beliebteste Online Glücksspiele der EU28 nach Spielform gemessen 
                                    an den Bruttospielerträgen 2017
  • Aufgrund der Unterscheidung zwischen reguliertem und nicht-reguliertem Markt in Deutschland ist die internationale Vergleichbarkeit eingeschränkt. Rechnet man jedoch beide Segmente zusammen, stehen die Online Casinos eindeutig an erster Stelle: Mit einem Marktanteil von knapp 55 % liegen sie weit vor den Sportwetten und staatlichen Lotterien mit einem Anteil von jeweils rund 14 %.

    Die sonstigen Lotterieanbieter erreichen knapp unter 12 % Marktanteil und Online Poker liegt wiederum bei etwas weniger als 6 %. Bemessungsgrundlage sind auch hier die Bruttospielerträge wie sie im Jahr 2015 die Glücksspielaufsichtsbehörde der Länder berichtete.

    Anteile der verschiedenen Spielformen am Online Glücksspielmarkt in Deutschland nach Bruttospielerträgen 2015
    Anteile der verschiedenen Spielformen am 
                                                            Online Glücksspielmarkt in Deutschland nach 
                                                            Bruttospielerträgen 2015
  • In Österreich sorgten Online Glücksspiele, also Casino Seiten und Sportwetten zusammen, für die größten Beiträge zum Wachstum des Glücksspielmarktes im Jahr 2018. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Bruttospielerträge in diesem Segment um fast 19 %. Betrachtet man jedoch die Marktanteile, so sind Lotterien mit 36,7 % die bei Österreichern beliebteste Form des Glücksspiels, gemessen an den Bruttospielerträgen.

    Spielautomaten und Geldspielgeräte erreichen 17,5 %, während Spielbanken und Sportwetten mit knapp mehr als 16 % gleichauf liegen. Online Glücksspiele erreichen dagegen nur knapp 13 % Marktanteil. In der Erhebung sind alle Formen des kleinen Glücksspiels enthalten, Online Poker ist aber ausgenommen.

    Bruttospielerträge am Glücksspielmarkt in Österreich nach Spielarten von 2013 bis 2018 in Millionen Euro
    Bruttospielerträge am Glücksspielmarkt in 
                                                    Österreich nach Spielarten von 2013 bis 2018 in Millionen Euro
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  • Die Bruttospielerträge nach Spielformen im Jahr 2016 zeigen, welche Glücksspiele bei Schweizern beliebt sind: Die Lotteriegesellschaften erzielten einen Umsatz von insgesamt 997 Millionen Schweizer Franken, während die Schweizer Casinos einen Ertrag von 689 Millionen Schweizer Franken erwirtschafteten. Dieser Betrag verteilt sich zu 557 Millionen auf Geldspielautomaten und zu 133 Millionen auf Tischspiele in Casinos. Aufgrund der restriktiven Regulierung tauchen die Online Glücksspiele nicht in der Markterhebung, sondern erst in der Spielerbefragung auf.

    In einer Studie der Eidgenössischen Spielbankenkommission gaben im Jahr 2012 in der Schweiz 65.280 Spieler an, bislang nur Casino Spiele genutzt zu haben. 78.990 Schweizer antworteten, Casino Spiele und anderes Glücksspiel wahrgenommen zu haben, während sich 189.600 Schweizer Spieler auf Computer- und Internetspiele beschränkt hatten. Nur Lotteriespiele und Sportwetten hatten bereits mehr als zwei Millionen Schweizer gespielt, während 1,76 Millionen noch niemals im Leben gespielt hatten.

    Anzahl der Nutzer von Glücksspielangeboten in der Schweiz im Jahr 2012
    in tausend laut Eidgenössische Spielbankenkommission
    Anzahl der Nutzer von Glücksspielangeboten in der Schweiz 
                                                    im Jahr 2012 in tausend laut Eidgenössische 
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    Was versteht man genau unter Bruttospielerträgen?

    Was versteht man genau unter Bruttospielerträgen?

    Die Bruttospielerträge geben das Umsatzvolumen eines Anbieters oder Marktes als Bruttogewinn an. Für die Wertermittlung werden von der Gesamtsumme der Spieleinsätze die Gewinnauszahlungen an Spieler abgezogen, nicht aber Steuern und sonstige Ausgaben. Die Summe der Bruttospielerträge aus Sicht der Anbieter bildet umgekehrt die Nettoverluste der Spieler ab.

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Wie viel Umsatz machen Glücksspiel Anbieter?

Wie viel Umsatz machen Glücksspiel Anbieter?

Hält man sich erneut den Anteil von rund 50 % von Europa am globalen Gesamtmarkt für Online Glücksspiel vor Augen, so wird deutlich, dass in Europa jährlich mehr als 20 Milliarden Euro mit Glücksspiel im Internet umgesetzt werden. Davon entfallen rund 30 % oder etwa 6 Milliarden Euro auf Online Casinos.

Bruttospielerträge im weltweiten Online Glücksspielmarkt von 2003 bis 2017 mit Prognose bis 2023 in Milliarden Euro laut H2 Gambling Capital
Bruttospielerträge im weltweiten Online Glücksspielmarkt von 2003 bis 
                            2017 mit Prognose bis 2023 in Milliarden Euro laut H2 Gambling Capital
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Die Umsätze einiger großer Online Glücksspiel Unternehmen, die international agieren, zeigt die Größenordnung der Erträge. Die Geschäftsberichte marktführender Unternehmen aus dem Jahr 2016 verzeichnen Umsätze von mehreren hundert Millionen Euro bis zu mehr als einer Milliarde Euro.

  • Umsätze ausgewählter Online Glücksspiel Unternehmen weltweit in den Jahren 2016 und 2017 in Millionen Euro laut Unternehmensangaben
    Umsätze ausgewählter Online Glücksspiel 
                                                    Unternehmen weltweit in den Jahren 2016 und 
                                                    2017 in Millionen Euro laut Unternehmensangaben
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    Der Jahresreport der Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder berichtet für das Jahr 2018 von einem Volumen von insgesamt 14,1 Milliarden Euro. Auch hier werden die Bruttospielertrüge zugrunde gelegt. Davon entfallen 78 % auf den regulierten, erlaubten Markt und 22 % auf den nicht-regulierten, unerlaubten Markt. In absoluten Zahlen entspricht das rund 11 Milliarden Euro für regulierte und 3,1 Milliarden Euro für nicht-regulierte Anbieter.

    Der Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass der nicht-regulierte Markt um 3 Prozentpunkte angewachsen ist. Die Umsätze sind von 11,2 Milliarden Euro im Jahr 2013 auf 14,1 Milliarden Euro 2017 angestiegen.

    Verteilung der Bruttospielerträge im gesamten Glücksspielmarkt
    in Deutschland im Jahr 2017 in Milliarden Euro
    Verteilung der Bruttospielerträge im gesamten Glücksspielmarkt 
                                                    in Deutschland im Jahr 2017 in Milliarden Euro
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    Bruttospielerträge im gesamten Glücksspielmarkt in Deutschland von 2013 bis 2017 in Millionen Euro
    Bruttospielerträge im gesamten Glücksspielmarkt in 
                                                Deutschland von 2013 bis 2017 in Millionen Euro
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    Diese Umsätze für das Jahr 2017 lassen sich weiter nach Spielformen aufschlüsseln. Der regulierte Markt wird von Spielautomaten in Spielhallen und in der Gastronomie bestimmt. Die Erträge von 5,85 Milliarden Euro entsprechen einem Marktanteil von 53 %. Staatliche Lotterien und Sportwetten nehmen mit 3,58 Milliarden Euro 33 % ein, wobei die Sportwetten mit einem Volumen von 71 Millionen Euro und 0,6 % Marktanteil zu vernachlässigen sind.

    Die sonstigen Lotterien erbringen 905 Millionen Euro und kommen auf 8 % Marktanteil. Die Spielbanken nehmen 6 % des regulierten Marktes mit 607 Millionen Euro Bruttospielerträgen ein. Das geringste Volumen von 0,4 % beziehungsweise 43 Millionen Euro entfällt auf die Pferdewetten.

    Verteilung nach Spielformen im regulierten Glücksspielmarkt in Deutschland in Millionen Euro im Jahr 2017
    Verteilung nach Spielformen im regulierten Glücksspielmarkt in 
                                                        Deutschland in Millionen Euro im Jahr 2017
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    Das Volumen des nicht-regulierten Marktes ist im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 626 Millionen Euro auf 3,18 Milliarden gewachsen. Online Casinos sind hier mit 55 % Marktanteil und 1,76 Milliarden Euro Umsatz Vorreiter, gefolgt von Sportwetten Anbietern mit 32 % Anteil und rund einer Milliarde Volumen. Auf Online Lotterien entfallen 279 Millionen Euro beziehungsweise 9 %, während Online Poker mit 118 Millionen Euro oder 4 % zum Markt beiträgt.

    Bruttospielerträge am nicht-regulierter Glücksspielmarkt in Deutschland im Jahr 2017 in Millionen Euro
    Bruttospielerträge am nicht-regulierter Glücksspielmarkt 
                                                        in Deutschland im Jahr 2017 in Millionen Euro
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  • In Österreich erzielten die Lotterien im Jahr 2018 Bruttospielerträge von 704 Millionen Euro, was einem Marktanteil von 36,7 % entspricht. Das Geschäft mit Spielautomaten erwirtschaftete Erträge von 336 Millionen Euro und besetzte damit 17,5 % des Marktes. Spielbanken und Sportwetten erreichten einen Umsatz von 314 und 313 Millionen Euro, was jeweils rund 16 % entspricht. Das Online Glücksspiel mit Ausnahme von Online Poker sorgte für Bruttospielerträge in Höhe von 247 Millionen Euro und hat damit den geringsten Marktanteil von 13 %.

    Bruttospielerträge am Glücksspielmarkt in Österreich nach Spielarten von 2013 bis 2018 in Millionen Euro
    Bruttospielerträge am Glücksspielmarkt in 
                                                    Österreich nach Spielarten von 2013 bis 2018 in Millionen Euro
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    Der Umsatz der österreichischen Spielbanken der Casinos Austria AG sank im Jahr 2018 auf 314,13 Millionen Euro von 330,14 Millionen Euro im Vorjahr. Die Novomatic AG, ein bekannter österreichischer Glücksspiel Konzern und Hersteller von Casino Games und Spielautomaten, erwirtschaftete im Jahr 2018 einen Umsatz von 2,61 Milliarden Euro.

    Umsatz der Novomatic AG von 2010 bis 2018 in Milliarden Euro laut Geschäftsberichten
    Umsatz der Novomatic AG von 2010 bis 2018 in Milliarden 
                                                    Euro laut Geschäftsberichten
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  • Die Bruttospielerträge der Schweizer Casinos waren im letzten Jahrzehnt rückläufig. Von rund einer Milliarde Schweizer Franken an Umsatz im Jahr 2007 sanken die erwirtschafteten Erträge auf 682 Millionen Euro im Jahr 2017 ab. Das entspricht Umsätzen von rund 935 Millionen Euro beziehungsweise 626 Millionen Euro.

    Ein Großteil von mehr als 500 Millionen Euro dieser Umsätze wurde durch Geldspielautomaten erzielt. Im Jahr 2017 betrugen die Bruttospielerträge durch Geldspielautomaten in Schweizer Casinos 553 Millionen Schweizer Franken, also rund 490 Millionen Euro.

    Bruttospielerträge durch Geldspielautomaten in Casinos in der Schweiz von 2004 bis 2016 in Millionen CHF laut Careplay.ch
    Bruttospielerträge durch Geldspielautomaten in Casinos 
                                                in der Schweiz von 2004 bis 2016 in Millionen CHF laut Careplay.ch
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    Die Schweizer Lotteriegesellschaften erzielen jährlich Umsätze von knapp unter einer Milliarde Schweizer Franken. Im Jahr 2018 beliefen sich die Bruttospielerträge der Swisslos auf 553 Millionen Schweizer Franken (rund 508 Millionen Euro) und der Loterie Romande auf 388 Millionen Schweizer Franken (356 Millionen Euro). Dazu kommen weitere kleinere Schweizer Lotterien.

    Aufgrund der bis zur Änderung des Glücksspielgesetzes restriktiven Politik in Sachen Online Glücksspiel liegen nur wenige Zahlen zu den Erträgen vor. Der Jahresbericht 2017 des Schweizer Casino Verbands spricht von einer stark wachsenden Konkurrenz für das stationäre Geschäft durch Online Casinos. Die Bruttospielerträge durch nicht-regulierte Angebote werden auf 250 Millionen Schweizer Franken, rund 230 Millionen Euro, geschätzt.

    Das illegale terrestrische Spiel soll es laut Bericht auf 150 Millionen Schweizer Franken, also in etwa 138 Millionen Euro, an Umsatz bringen. Dazu kommen die Casinos im umliegenden Ausland, die laut Schweizer Casino Verband jährlich für 100 Millionen Schweizer Franken, knapp 92 Millionen Euro, an abfließenden Bruttospielerträgen sorgen.

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Wer spielt Glücksspiele?

Wer spielt Glücksspiele

In der allgemeinen Tendenz spielen Männer häufiger und mehr Glücksspiele als Frauen. Das stationäre Spiel wird vornehmlich von älteren Spielern genutzt, während Online Angebote bei jüngeren Spielern beliebter und verbreiteter sind. Die folgenden Statistiken stellen eine nähere Betrachtung der Spielerprofile in Deutschland, Österreich und der Schweiz dar.

  • Ein Forschungsbericht der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Glücksspielverhalten in Deutschland liefert Einblick in die Teilnahme an Glücksspielen. Laut einer repräsentativen Befragung im Jahr 2017 haben rund drei Viertel, nämlich 75,3 % deutschen Bevölkerung zwischen 16 und 70 Jahren schon einmal ein Glücksspiel gespielt.

    Die Spielerfahrung wächst mit steigendem Alter. Ab 36 Jahren verleibt der Wert bei ca. 80 %. In allen Altersgruppen liegt der Anteil der männlichen Glücksspieler über dem der weiblichen Spieler. Der größte Geschlechterunterschied von 16,9 Prozentpunkten besteht in der Altersgruppe der 21- bis 25-Jährigen.

    Lebenszeitprävalenz der Teilnahme an irgendeinem Glücksspiel der deutschen Bevölkerung nach Altersgruppen und Geschlecht im Jahr 2017 laut BZgA
    Lebenszeitprävalenz der Teilnahme an irgendeinem 
                                                    Glücksspiel der deutschen Bevölkerung nach 
                                                    Altersgruppen und Geschlecht im Jahr 2017 laut BZgA
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    Große Unterschiede bestehen bei den einzelnen Spielformen. Das gewerbliche Glücksspiel haben demnach bereits 73,6 % der Bevölkerung bereits genutzt. Lotto “6 aus 49” und Sofortlotterien liegen hier mit 54,6 % beziehungsweise 35,7 % vorn. Spielautomaten haben 20,7 % schon einmal genutzt und ein landbasiertes Casino hatten 15,5 bereits besucht. Die Nutzung von Sportwetten lag bei 7 %, während Internet Casino Spiele inklusive Spielen um Punkte oder Spielgeld nur bei 4,8 % lagen.

    Lebenszeitprävalenzen von einzelnen Glücksspielen und
    Glücksspielkategorien nach Geschlecht im Jahr 2017 laut BZgA
    Glücksspiele % Gesamt % Männlich % Weiblich
    Gewerbliche Glücksspiele 73,6% 75,4% 71,7%
    Lotto “6 aus 49” 54,6% 56,1% 52,9%
    Sofortlotterien 35,7% 35,7% 35,7%
    Lotterien insgesamt 26,4% 26,5% 26,3%
    Spiel 77, Super 6, oder Sieger - Chance 24,7% 26,4% 22,8%
    Geldspielautomaten 20,7% 27,7% 13,5%
    Privates Glücksspiel 20,0% 27,5% 12,2%
    Glücksspirale 15,5% 16,6% 14,3%
    Glücksspirale 12,2% 13,3% 11,2%
    Großes Spiel in der Spielbank 11,7% 12,7% 10,8%
    Eurojackpot 11,6% 14,4% 8,8%
    Fernsehlotterien 11,3% 9,4% 13,3%
    Sportwetten insges. 7,0% 10,1% 3,9%
    Kleines Spiel in der Spielbank 6,7% 7,6% 5,7%
    Internet - Casinospiele 4,8% 7,1% 2,5%
    Klassenlotterien 4,7% 6,0% 3,4%
    Bingo 4,5% 4,3% 4,7%
    “andere Lotterien” 4,4% 4,2% 4,6%
    Oddset 2,6% 4,4% 0,8%
    Live - Wetten 2,5% 3,8% 1,1%
    “andere Sportwetten” 2,0% 3,2% 0,8%
    Toto 1,8% 2,6% 1,0%
    Pferdewetten 1,5% 1,5% 1,6%
    Keno 1,1% 1,3% 0,9%
    Euromillions 0,7% 1,0% 0,4%
    Deutsche Sportlotterien 0,3% 0,4% 0,1%
    Plus 5 0,2% 0,3% 0,0%
    “Lotterie Logeo” 0,2% 0,3% 0,0%
    “Lotterie Logeo” 0,1% 0,0% 0,1%
    “Umweltlotterien GENAU” 0,0% 0,0% 0,0%

    Die Intensität des Spielverhaltens der Deutschen lässt sich an den Angaben zur Häufigkeit ablesen. In den Jahren 2007 bis 2017 gab jeweils ein Großteil der Bevölkerung an, in den letzten 12 Monaten nicht gespielt zu haben. Die meisten Befragten spielten seltener als einmal im Monat. 2017 spielten 4,1 % einmal monatlich, weniger als 3 % spielten mehrmals wöchentlich.

    Landbasierter Anbieter

    Lebenszeitprävalenz

    Die Lebenszeitprävalenz ist eine Kennzahl für die Häufigkeit und besagt im Zusammenhang mit Glücksspiel, welcher Anteil einer bestimmten Bevölkerungsgruppe in ihrem Leben bereits mindestens einmal ein Glücksspiel genutzt hat. Quellen für derartige Angaben sind etwa repräsentative Umfragen, Hochrechnungen und Schätzungen.

  • Auch in Österreich spielen mehr Männer als Frauen. Bei einer repräsentativen Erhebung zum Glücksspielverhalten im Jahr 2015 gaben 41 % der Bevölkerung an, in den letzten 12 Monaten gespielt zu haben. In Bezug auf die letzten 30 Tage waren es 26,5 %. Während 45 % der männlichen Befragten im letzten Jahr gespielt hatten, waren es bei den Frauen lediglich 37 %. In Bezug auf die letzten 30 Tage lag das Verhältnis der männlichen zu den weiblichen Spielern bei 30,4 % zu 22,5 %.

    Teilnahme an Glücksspielen in Österreich nach Geschlecht im Jahr 2015 laut Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung
    Teilnahme an Glücksspielen in Österreich nach 
                                                    Geschlecht im Jahr 2015 laut Institut für 
                                                    interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung
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    Bei der Aufteilung nach Altersgruppen entfällt der größte Anteil auf die 31- bis 47-Jährigen, von denen 43,9 % in den letzten 12 Monaten gespielt hatten. Außerdem hatten 42,4 % der 48-65-Jährigen im letzten Jahr Glücksspiele genutzt, während es in der Altersgruppe 14-30 Jahre nur 35,7 % waren. Die Spielteilnahme in den letzten 30 Tagen fiel entsprechend geringer aber in etwa im gleichen Verhältnis aus.

    Was die Häufigkeiten angeht, so gaben 5 % an, 3- bis 4-mal pro Woche zu spielen. Immerhin 26,9 % spielten ein- bis zweimal pro Woche und 31,5 % einmal oder mehrmals monatlich. Seltener als einmal pro Monat spielten 35,4 %, während nur 1,1 % angaben, täglich Glücksspiele zu spielen.

    Teilnahme an Glücksspielen in Österreich nach Altersgruppen im Jahr 2015 laut Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung
    Teilnahme an Glücksspielen in Österreich nach Altersgruppen 
                                                    im Jahr 2015 laut Institut für interdisziplinäre 
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  • Für eine Studie für die Eidgenössische Spielbankenkommission der Schweiz wurden im Jahr 2012 repräsentative Teile der Bevölkerung zu ihrem Glücksspielverhalten befragt. 55,4 % der männlichen Befragten waren Geldspieler, während es bei den Frauen 41,8 % der Befragten waren.

    Die Betrachtung nach Altersgruppen ergibt, dass unter den 20- bis 39-Jährigen 55,2 % Nutzer von Geldspielen zu finden waren. Mit zunehmendem Alter nahm auch der Anteil ab und betrug 52,1 % in der Gruppe 40-64 Jahre, 39,7 % in der Gruppe 65-79 Jahre und 20,7 % in der Gruppe 80-99 Jahre. Bei den 15- bis 19-Jährigen gaben immerhin 36,4 % an, Glücksspiele zu spielen.

    Anteil der Nutzer von Geldspielen nach Geschlecht in der Schweiz im Jahr 2012 laut Eidgenössische Spielbankenkommission
    Anteil der Nutzer von Geldspielen nach Geschlecht in der Schweiz 
                                                    im Jahr 2012 laut Eidgenössischer Spielbankenkommission
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    Anteil der Nutzer von Geldspielen nach Altersgruppen in der 
                                                    Schweiz 2012 laut Eidgenössischer Spielbankenkommission
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    Was die Spielhäufigkeit angeht sind die Schweizer eher sporadische Geldspieler. 25 % der Befragten gaben an, noch niemals gespielt zu haben, während 22,2 % zwar schon einmal gespielt hatten, aber nicht in den letzten 12 Monaten. Den 16,9 % der Häufigspieler unter den Geldspielern standen 29,5 % Seltenspieler gegenüber. Als häufiges Spiel galt hier ein- bis 7-mal pro Monat oder mehr als einmal pro Woche. Die Online Spieler machten gerade einmal 3 % aus.

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Gewinn vs. Verluste beim Glücksspiel?

Gewinn vs. beim Glücksspiel

Die Gewinne und Verluste der Spieler beim Glücksspiel lassen sich nur bedingt gegenüberstellen. Zunächst ist zu wiederholen, dass die Nettoverluste der Spieler sich aus der Summe aller Einsätze abzüglich der Gewinnauszahlungen ergeben und damit den Bruttospielerträgen der Glücksspiel Unternehmen entsprechen.

Der obige Abschnitt zum Umsatz der Anbieter zeigt, dass es dazu durchaus einschlägige Zahlen auch zu den einzelnen Spielformen gibt. Die Gewinnauszahlungen über den gesamten Markt hinweg werden dagegen nicht berichtet. Aufschluss geben hier die Auszahlungen zu einzelnen Spielformen, etwa Lotto- und Jackpot-Gewinne, oder auch Geschäftsberichte einzelner Unternehmen.

In einem Ranking der Länder mit den weltweit größten Verlusten durch Glücksspiel im Jahr 2016 liegt Deutschland mit 11,2 Milliarden US-Dollar auf Platz sieben. Das entspricht Verlusten von 10,19 Milliarden Euro. Österreich und die Schweiz tauchen in dieser Übersicht nicht auf, aber ein Vergleich mit den Bruttospielergebnisse oben zeigt, dass es für diese zwei Nationen nicht für einen Platz unter den Top 15 gereicht hat.

  • Ranking der Länder weltweit mit den größten Verlusten durch Glücksspiel im Jahr 2016 in Milliarden US-Dollar
    Ranking der Länder weltweit mit den größten 
                                                    Verlusten durch Glücksspiel im Jahr 2016 in Milliarden 
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    Der Deutsche Lotto- und Totoblock veröffentlicht in der jährlichen Jahresbilanz Zahlen zu Lotterie Gewinnern und Gewinnen. Das Jahr 2018 bescherte Deutschland 152 neue Lotto Millionäre. 963 Spieler erzielten einen Gewinn von 100.000 € und höher.

    22,8 % der Deutschen setzen pro Monat mehr als 10 € für Glücksspiele ein, aber nur 4,3 % beziehungsweise 4,4 % spielten für mehr als 100 € oder für 50 bis 100 €. Ein Kapital von 20 bis 50 € gaben 7,5 % an, während es bei 10 bis 20 € 6,6 % waren. 13,2 % der Befragten spielten für weniger als 10 € und 62,7 waren Nicht-Spieler.

    Geldeinsätze der Deutschen für Glücksspiele pro
    Monat von 2007 bis 2017 laut BZgA
    Geldeinsätze der Deutschen für Glücksspiele pro 
                                                Monat von 2007 bis 2017 laut BZgA
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  • In Österreich veröffentlicht die Österreichische Lotterien in ihrem Geschäftsbericht jährlich Zahlen zu den Gewinnern. Im Jahr 2017 gewann eine Anzahl von 284 Personen 100.000 € oder mehr. 55 Personen gewannen einen Millionenbetrag. Im Jahr 2015 setzten die Österreicher durchschnittlich 56,90 € für Glücksspiele ein, der Einsatz an mittlerer Stelle lag bei 26 €. Die Männer spielten für deutlich mehr Geld mit im Schnitt 74,10 €, während es bei den Frauen ein Mittelwert von 33,50 € waren.

    Monatlicher Geldeinsatz für Glücksspiele in Österreich nach Geschlecht im Jahr 2015 laut Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung
    Monatlicher Geldeinsatz für Glücksspiele in 
                                                    Österreich nach Geschlecht im Jahr 2015 laut Institut 
                                                    für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung
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  • In der Schweiz publiziert die Swisslos Zahlen zu den Lotterie Gewinnern. Im Jahr 2017 wurden 25 Spieler mit dem Glücksspiel Swiss Lotto zu Millionären, während es mit dem Joker Glücksspiel 4 Millionäre waren. Rekordgewinne bis ins Jahr 2017 bei Swisslos Glücksspielen gab es beispielsweise bei EuroMillions mit 157.096.282 Schweizer Franken, Swiss Lotto mit 48.598.076 Schweizer Franken und Joker mit 5.889.151 Schweizer Franken.

    Rekordgewinne und Rekordjackpots einzelner Glücksspiele von Swisslos bis ins Jahr 2017 in Schweizer Franken
    Rekordgewinne und Rekordjackpots einzelner Glücksspiele 
                                                    von Swisslos bis ins Jahr 2017 in Schweizer Franken
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Was ist die Wahrscheinlichkeit Spielsucht zu entwickeln?

Was ist die  Wahrscheinlichkeit Spielsucht zu entwickeln

Glücksspiele können bei Spielern zu Problemen und Schwierigkeiten führen bis hin zum Kontrollverlust über das Spiel und den Drang dazu. Man sprich dann von einer Spielsucht oder Pathologischem Glücksspiel. Jedoch entwickeln nur ein Bruchteil der Menschen, die Glücksspiele Nutzen, ein problematisches Spielverhalten oder eine Sucht. Außerdem ist zu beachten, dass bei der Entstehung viele weitere, persönliche Faktoren und Stress oder sonstige Erkrankungen eine Rolle spielen.

Prinzipiell kann jede Art von Glücksspiel süchtig machen oder zu problematischen Spielverhalten führen. Jedoch ist mit unterschiedlichen Spielformen eine höhere oder niedrigere Wahrscheinlichkeit für eine Suchterkrankung verbunden. Das sogenannte Gefahrenpotenzial wird jeweils im Vergleich zu anderen Glücksspielarten gemessen:

  • Das Risiko von Spielsucht bei Geldspielautomaten in Spielhallen und Gaststätten ist um das 6,3-fach erhöht
  • Bei Poker liegt der Faktor bei 5
  • Sportwetten haben einen 4,7-fachen Faktor
  • Glücksspielautomaten in Casinos haben einen Faktor von 4,1

Die Bewertung des Gefährdungspotenzials von Glücksspielen lässt sich an folgenden Faktoren und ihrer Ausprägung festmachen:

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Schnelle Spielabfolge

Je schneller die Spiele oder Ereignisse erfolgen, desto mehr hat das Spiel den Charakter einer “Hatz” nach Gewinnen.

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Geringes Auszahlungsintervall

Muss nicht auf die Gewinnauszahlung gewartet werden, kann der Spieler sein Spiel sofort fortsetzen.

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Interaktivität

Eine aktive Rolle im Spiel kann dazu führen, dass der Spieler eine falsche Vorstellung von seiner Kontrolle hat.

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Beinahe-Gewinne

Geht eine Runde nur knapp verloren, kann der Spieler eine falsche Vorstellung von der Gewinnwahrscheinlichkeit bekommen.

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Gewinnsumme

Bei hohen möglichen Gewinnen kann es zu einer höheren Gefährdung und zu irrationalen Spielentscheidungen kommen.

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Abstrakte Spieleinsätze

Das Spiel mit (virtuellen) Münzen oder Jetons sowie abstrakte Zahlungen ohne Bargeld erhöhen das Gefährdungspotenzial, da dem Spieler das Gefühl für Geld abhandenkommen kann.

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Verfügbarkeit

Die Wahrnehmung der Möglichkeit zum Spiel sowie die uneingeschränkte Verfügbarkeit (etwa ohne Zwangspausen) erhöhen die Gefährdung.

Für eine Studie wurden Personen mit Glücksspielproblemen zur Spielform befragt, die am meisten zu ihrem pathologischen Spiel beigetragen hat. An erster Stelle standen hier Geldspielautomaten, gefolgt von Poker, dem Kleinen Spiel und dann dem Großen Spiel im Casino sowie dem Oddset Angebot des Deutschen Lotto- und Totoblocks.

Eine Spielsucht tritt seltener auf als andere Suchterkrankungen und Suchtprobleme wie etwa die Sucht nach Alkohol, Cannabis oder sonstigen Drogen. Dies legen nicht nur die folgenden, absoluten Zahlen zum Pathologischen Spiel in Deutschland, Österreich und der Schweiz nahe, sondern auch eine Erhebung der Deutschen Suchthilfestatistik.

Im Jahr 2016 wurden Personen im Kontakt mit ambulanten Beratungs- und Behandlungsstellen nach ihrem vorrangigen Suchtproblem befragt. Die Spielsucht lag mit weniger als 10 % bei Männern und Frauen auf Platz vier.

Vorrangiges Suchtproblem aus Sicht der Bezugsperson in der ambulanten Beratung oder Behandlung in Deutschland 2016 laut Deutscher Suchthilfestatistik
Suchtproblem Männer Frauen Absolut Prozent
Alkohol 39,7 % 42,0 % 12.934 41,5 %
Cannabis 28,9 % 24,7 % 8.019 25,7 %
Sonstige Drogen 19,2 % 19,5 % 6.051 19,4 %
Pathologisches Spielen 8,2 % 9,9 % 2.967 9,5 %
Essstörung 2,5 % 2,7 % 837 2,7 %
Medikamente 1,3 % 0,9 % 311 1,0 %
Tabak 0,3 % 0,2 % 73 0,2 %
Gesamt absolut 7.446 23.746 31.192 100 %
Gesamt Prozent 23,9 % 76,1 % 100 %  
  • In Deutschland fasst der Bericht zum Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht der Bundeszentrale die Ergebnisse repräsentativer Umfragen im Jahr 2017 zusammen. Die Forschung kommt zu dem Schluss, dass das Ausmaß von Problemen rund um Glücksspiel mit den personalen Merkmalen männliches Geschlecht und Alter unter 25 Jahren korrespondiert.

    Weiterhin tragen geringer Bildungsabschluss, Erwerbslosigkeit, Migrationshintergrund, monatliche Geldeinsätze über 100 Euro und regelmäßiges Spiel zu einem erhöhen Suchtrisiko bei. Bei den einzelnen Spielformen sind vor allem stationäre Casinos, Online Glücksspiel und Geldspielangebote im Zusammenhang mit problematischem Spielverhalten zu sehen.

    Für die Untersuchung des problematischen und pathologischen Glücksspiels wurden nur die Personen berücksichtigt, die in den letzten 12 Monaten gespielt hatten. Im Jahr 2017 wurden demnach 0,87 % der erwachsenen Bevölkerung bis 70 Jahre als mindestens problematische Glücksspieler eingestuft, wobei 0,31 % als pathologische Spieler und 0,56 % als Spieler mit problematischem Spielverhalten galten.

    Auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet entspricht das in absoluten Zahlen circa 326.000 problematischen und circa 180.000 wahrscheinlich pathologischen Spielern. 3,73 % der Befragten wurden als auffällige Glücksspieler eingeordnet.

    Diverse Studien zu unterschiedlichen Zeitpunkten in Deutschland lieferten abweichende Ergebnisse zur Glücksspielsucht. Den Schwankungen der Werte liegen aber vielmehr unterschiedliche Herangehensweisen in der Methodik zugrunde als wirklich signifikante Ab- und Zunahmen.

    Es ist davon auszugehen, dass sich die Zahl der Spieler mit problematischem und pathologischem Spielverhalten in Deutschland in einem Erwartungsbereich von rund 300.000 beziehungsweise rund 175.000 bewegt und über die Jahre relativ konstant bleibt.

    Anzahl der pathologischen und problematischen Glücksspieler verschiedener Repräsentativbefragungen* in Deutschland in den Jahren 2007 bis 2018 (in 1.000)
    Anzahl der pathologischen und problematischen Glücksspieler 
                                                    verschiedener Repräsentativbefragungen* in 
                                                    Deutschland in den Jahren 2007 bis 2018 (in 1.000)
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    Bei der Aufteilung nach Geschlecht zeigt sich, dass die männlichen Befragten gerade bei den pathologischen Spielern und den Spielern mit Auffälligkeiten überwiegen. Die Aufschlüsselung der Spieler mit mindestens problematischem Verhalten nach Spielformen rückt die Casino Spiele mit 26,9 % im Jahr 2017 an erste Stelle, gefolgt vom Kleinen Spiel in der Spielbank mit 22,2 %. Die Spielbanken insgesamt erreichen 12,6 %, während Geldspielautomaten 7,9 % erreichen.

    Anteil der pathologischen und problematischen Glücksspieler nach South Oaks Gambling Screen (SOGS)* im Jahr 2017 nach Geschlecht
    Anteil der pathologischen und problematischen Glücksspieler
                                                    nach South Oaks Gambling Screen (SOGS)* im Jahr 2017 nach Geschlecht
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    Anteil der mindestens problematischen Glücksspieler* in Deutschland bei einzelnen Glücksspielen im Jahr 2017
    Anteil der mindestens problematischen Glücksspieler* in Deutschland bei 
                                                    einzelnen Glücksspielen im Jahr 2017
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  • In Österreich berichteten 98,91 % der Befragten im Jahr 2015 von unproblematischem Spielverhalten. In Bezug auf die letzten 12 Monate waren es 97,34 %. Problematisches Spielverhalten zeigten dagegen 0,47 % und 1,15 % in den letzten 12 Monaten. Pathologisches Spielverhalten lag bei 0,62 % überhaupt und 1,51 % in den letzten 12 Monaten.

    Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung
    Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung
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    Was die Verbreitung angeht, nahmen die Anteile der Spieler mit riskantem, problematischen oder pathologischem Spielverhalten mit zunehmenden Alter tendenziell ab. Bei einer Einteilung der Befragten in die Altersgruppen 14-30 Jahre, 31-47 Jahre und 48-65 Jahre wies die letzte Gruppe durchweg den geringsten Anteil an Problemspielern auf.

    Verbreitung von glücksspielbezogenen Problemen in Österreich
    nach DSM-IV-Kriterien und Altersgruppen im Jahr 2015
    Verbreitung von glücksspielbezogenen Problemen in 
                                                Österreich nach DSM-IV-Kriterien und Altersgruppen im Jahr 2015
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    Die Aufschlüsselung nach Spielformen bei den behandelten Spielsüchtigen in Österreich in den Jahren 2018 bis 2016 zeigt einen Rückgang der Spielautomaten und einen Anstieg der Online Glücksspiele auf jeweils rund 60 % im Jahr 2016.

    Problematische Glücksspielarten von behandelten Spielsüchtigen
    in Österreich von 2010 bis 2016 laut Spielsuchthilfe
    Problematische Glücksspielarten von behandelten 
                                                    Spielsüchtigen in Österreich von 2010 bis 2016 laut 
                                                    Spielsuchthilfe
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  • In der Schweiz kam eine Umfrage zur Geldspielproblematik zu dem Ergebnis, dass 25,8 % der Befragten noch nie gespielt hatten, während 61,9 % als risikoarme Spieler eingestuft wurden. Das moderat risikoreiche Spiel kam auf 2,9 %, das problematische Spiel auf 0,7 % und das pathologische Spiel auf 0,4 %. Das entspricht in absoluten Zahlen 28.062 Spielsüchtigen. Nur 0,1 % der Befragten gaben an, in den letzten 12 Monaten eine Beratung oder Behandlung im Zusammenhang mit Glücksspielproblemen in Anspruch genommen zu haben.

    Angaben zur Beratung oder Behandlung im Zusammenhang mit Spielsucht
    in der Schweiz im Jahr 2012 laut Eidgenössischer Spielbankenkommission
    Angaben zur Beratung oder Behandlung im Zusammenhang mit 
                                                    Spielsucht in der Schweiz im Jahr 2012 laut Eidgenössischer 
                                                    Spielbankenkommission
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    Hilfsangebote zur Spielsucht in der Schweiz

    Landbasierter Anbieter

    Was ist Spielsucht?

    Als Spielsucht bezeichnet der Volksmund das Pathologische Spielen oder zwanghaftes Spielen. Von der Krankheit Betroffene sind unfähig, dem Drang zum Spiel zu widerstehen. Eine Vorstufe ist das problematische Spielverhalten, bei dem der Spieler noch eine gewisse Kontrolle über das Spielen ausüben kann. Die Glücksspielsucht beziehungsweise Glücksspielstörung, wie sie inzwischen auch genannt wird, ist durch den Kontrollverlust gekennzeichnet.

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Wachstumsprognose

Wachstumsprognose

Die Prognose für das Wachstum des europäischen Glücksspielmarktes insgesamt zeigt ein erwartetes Anwachsen sowohl des stationären als auch des Online Geschäfts. Jedoch legen die Bruttospielerträge der Online Anbieter ungleich mehr zu und sollen im Jahr 2023 33 Milliarden Euro betragen, während die terrestrischen Umsätze nur langsam von 81 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf 82 Milliarden Euro im Jahr 2023 anwachsen sollen.

Bruttospielerträge im europäischen Glücksspielmarkt von 2003 bis 2017 und Prognose bis 2023 (in Milliarden Euro)
Bruttospielerträge im europäischen Glücksspielmarkt von 2003 bis 
                            2017 und Prognose bis 2023 (in Milliarden Euro)
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  • Erhebungen des Bundesamtes für Statistik und des IWF zeigen eine Prognose des regulierten deutschen Glücksspiel Marktes mit einem Anstieg der Umsätze auf 18,3 Milliarden Euro im Jahr 2021. Das bislang starke Wachstum des Online Marktes wird sich in Deutschland auch in Zukunft fortsetzen mit einer Zuwachsrate von mehr als 10 %. Abzuwarten bleibt, wie sich der für 2021 erwartete dritte Glücksspielstaatsvertrag auf die Regulierung des Glücksspiels auswirken wird. Eine Liberalisierung des Marktes könnte das Wachstum weiter beflügeln.

    Prognostizierte Umsatzentwicklung in der Glücksspielbranche
    in Deutschland in den Jahren von 2007 bis 2021
    Prognostizierte Umsatzentwicklung in der Glücksspielbranche
                                                    in Deutschland in den Jahren von 2007 bis 2021
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  • Der Markt für Glücksspiel in Österreich hat ein großes Wachstumspotenzial. Die Branchenradar Studie “Glücksspiel & Sportwetten in Österreich 2019” zeigt das robuste Wachstum im Jahr 2018 auf.

    Die Bruttospielerträge von Glücksspiel und Wetten erhöhten sich um 5,2 % gegenüber dem Vorjahr und stiegen damit auf 1,91 Milliarden Euro. Den größten Beitrag zum Wachstum lieferte der Online Markt, der einen Anstieg von 19 %, also 58 Millionen Euro, verzeichnen konnte. Auch der Lotterie Sektor verbuchte steigende Bruttospielerträge mit 4,1 % Wachstum, was 28 Millionen Euro entspricht.

    Eine sinkende Nachfrage bei Spielbanken und dem stationären Sportwettengeschäft sorgte hier für stagnierendes Wachstum mit einem Plus von lediglich 0,9 % beziehungsweise 8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr 2017. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Wachstumstrends in den kommenden Jahren entsprechend fortsetzen werden, jeweils in Abhängigkeit von etwaigen Änderungen an Glücksspiel Gesetzgebung oder Marktregulierung.

  • Für den Fall der Schweiz lässt sich nur schwer sagen, wie sich der Markt mit der neuen Glücksspiel Regulierung in 2019 entwickeln wird. Seit dem 1. Juli 2019 greifen die Blockaden für illegale Online Casinos, die den Zugriff auf Casino Seiten von der Schweiz aus verhindern sollen.

    Als wirksames Mittel ist die Methode aber fraglich. Anders als etwa in Großbritannien sind in der Schweiz viele Dinge rund um den Spielerschutz noch nicht endgültig geregelt, es fehlen beispielsweise ein einheitliches Register für den Spielerausschluss oder eine Streitschlichtungsstelle sowie ein Dienst zur Lizenzüberprüfung.

    Da die Schweiz nicht Mitglied der EU ist, können weder europäische Gerichte noch Europäische Kommission auf den Markt Einfluss nehmen und in der Schweiz ausländische Unternehmen unterstützen. In der Vergangenheit hat der Schweizer Markt jedoch auch allen Verboten und Einschränkungen widerstanden und wird sicherlich auch unter der neuen Regulierung anwachsen.

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