, 26.03.2021

Sachsen und Schleswig-Holstein haben diese Woche dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 ihre Zustimmung gegeben. Damit gaben bereits 13 der 16 Bundesländer grünes Licht für das neue Gesetz und einer Verabschiedung dürfte nichts mehr im Wege stehen. Doch auch der Lockdown und die damit verbundenen wirtschaftlichen Probleme der Spielhallen gehörten zu den zentralen Themen. Im Nachbarland Österreich dominierte das geplante neue Glücksspielgesetz die Nachrichten.

 

Deutschland

 

13 Bundesländer stimmen für Glücksspielstaatsvertrag 2021

Der Weg zum Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland scheint geebnet. 13 der 16 Bundesländer haben sich für das Gesetz ausgesprochen. Nun stehen die Entscheidungen der Bundesländer Länder Nordrhein-Westfalen, Saarland und Sachsen-Anhalt noch aus.

 

Sachsen und Schleswig-Holstein stimmen Glücksspielstaatsvertrag zu

Der sächsische Landtag sowie das Bundesland Schleswig-Holstein haben diese Woche dem Glücksspielstaatsvertrag zugestimmt. Damit haben sich nun 13 der 16 Bundesländer für das neue Gesetz entschieden.

 

Änderung des Glücksspielstaatsvertrags NRW: Qualität der Spielhallen ist wichtiger als Mindestabstände

Nach der Parlamentsdebatte am 1. März, an der auch Vertreter aus der Branche teilgenommen haben, sind einige Anpassungen am Glücksspielstaatsvertrag vorgenommen worden. So sei nun die Qualität der Spielhallen ausschlaggebend und weniger der Abstand zu anderen Spielstätten. Der Entwurf wurde dem Landtag am Mittwoch vorgelegt.

 

Automatenkaufleute diskutieren über den Glücksspielstaatsvertrag

Die Änderungen im Glücksspielstaatsvertrag waren Anlass für Automatenkaufleute aus Berlin und Ostdeutschland, sich im Rahmen einer Mitgliederversammlung auszutauschen. Bei den Diskussionen ging es unter anderem um das bundesweite Sperrsystem und neue Beschränkungen für Spielhallen.

 

Deutsche Automatenwirtschaft e.V. fordert Perspektiven für Unternehmen

Die Lage ist aufgrund des andauernden Lockdowns für zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Glücksspiel und Gastronomie überaus schwierig. Der Vorstandssprecher des Automatenverbands Georg Stecker fordert nun verlässliche Perspektiven für die Automatenbranche.

 

Spielhallen-Angestellte in Mecklenburg-Vorpommern in Sorge um ihren Arbeitsplatz

Nicht nur aufgrund der Lockdown-bedingten Restriktionen, sondern auch wegen der strikten Regeln des neuen Glücksspielstaatsvertrags sorgen sich zahlreiche Mitarbeiter von Spielhallen um ihren Job. Die Mindestabstände von 500 Metern zwischen den einzelnen Spielstätten könnten zur Schließung zahlreicher Spielstätten führen.

 

Hamburger Automaten-Verband rät zu rechtlichen Schritten gegen Spielhallen-Schließungen

Der Hamburger Automaten-Verband (HAV) hat seine Mitglieder aufgefordert, gegen die Schließungen der Spielhallen vorzugehen und Rechtsmittel einzulegen. Die Spielhallen-Betreiber sollten sich zeitnah juristischen Beistand suchen. So bestehe die Chance, die Schließungen anzufechten.

 

Gefährden Spielhallenschließungen in Berlin den Spielerschutz?

Die Anzahl der Spielhallen in Berlin ist seit 2016 bis heute von 584 auf 222 gesunken. Vertreter der Branche warnen, dass die Schließungen regulierter Spielstätten den Kanalisierungsauftrag gefährden und die Spieler sich illegalen Glücksspiel-Angeboten zuwenden könnten.

 

Entzog NRW-Regierung Kapital von WestSpiel und beantragte Corona-Hilfe?

Westspiel rückte diese Woche wieder in den Fokus. Die Regierung von Nordrhein-Westfalen soll 35 Mio. Euro aus dem Unternehmen abgezogen und anschließend Coronahilfen von der Bundesregierung beantragt haben. Allerdings seien von den beantragten 2 Mio. Euro bisher nur 100.000 Euro ausgezahlt worden, was beim Unternehmen einen Liquiditätsengpass verursacht habe.

 

Spielhallen im Saarland bald wieder geöffnet

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans kündigte Lockerungen der Corona-Einschränkungen an. So sollen auch Spielhallen im Saarland ab dem 6. April wieder geöffnet werden. Voraussetzung sei ein negativer PCR-Test.

 

Interview mit dem Manager der Sächsischen Spielbanken

In einem Interview mit CasinoOnline.de äußert sich der Geschäftsführer der Sächsischen Spielbanken Frank Schwarz zum Glücksspielstaatsvertrag und dem Corona-Lockdown. Nach Angaben des Managers stehe die Branche vor großen Herausforderungen.

 

Muttermord wegen Spielsucht: Lebenslange Haft für Frau aus Paderborn

Das Landgericht Paderborn hat am Montag eine Frau aus Borchen bei Paderborn zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt. Die 48-Jährige soll aus Habgier ihre 76-jährige Mutter brutal ermordet haben, um früher an ihr Erbe zu kommen. Das Geld soll die Frau zur Tilgung ihrer Spielschulden benötigt haben.

 

Lockdown an Ostern und die Fußball-Bundesliga: DFL erweitert Hygiene-Konzept

Im Rahmen der Überlegungen, die Lockdown-Maßnahmen an den Osterfeiertagen zu verschärfen, zogen Bund und Länder auch eine Pause für den Profisport in Betracht. Doch der DFL wolle vorzugsweise sein medizinisch-hygienisches Konzept erweitern.

 

Konrad-Adenauer-Stiftung und Esports Player Foundation starten Initiative für mehr Werte im E-Sport

E-Sportlerinnen und E-Sportler sollen aktiv unterstützt werden und ambitionierten Gamern als Vorbild dienen. Zu diesem Zweck haben die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Esports Player Foundation eine Initiative ins Leben gerufen. Geplant seien Workshops und Materialien gegen „Hate-Speech“ und „Toxicity“.

 

Deutscher Tech-Gigant TeamViewer sponsert Manchester United

Das deutsche Softwareunternehmen TeamViewer wird in der kommenden Saison den britischen Premier League Verein Manchester United sponsern. Es seien noch weitere Deals geplant. Die Börse schien nicht überzeugt, denn nach der Bekanntgabe fiel der Aktienkurs um rund 8 %.

 

Österreich

 

Branche fordert Mitwirkung am neuen Glücksspielgesetz in Österreich

Bereits im Frühjahr dieses Jahres soll ein Entwurf des neuen Glücksspielgesetzes für Österreich vorgelegt werden. Vertreter der Branche kritisieren mangelnde Transparenz und fordern die Einbindung in die Reform.

 

Neues Glücksspielgesetz verunsichert Kioskbetreiber

Österreich ist gerade dabei, die Glücksspielgesetzgebung zu reformieren. Nun befürchten Inhaber von Tabakwarengeschäften und Kiosken wirtschaftliche Nachteile, denn die Glücksspielreformen sollen auch Steuererhöhungen und Werbeverbote beinhalten.

 

Sport besorgt wegen Glücksspiel-Werbeverbot in Österreich

Die Neuregelung des Glücksspiels in Österreich könnte ein Werbeverbot für das Glücksspiel nach sich ziehen. Das Tabakgesetz soll dafür als Vorbild dienen. Sportvereine sind nun besorgt, da dadurch die Einnahmen durch das Sponsoring wegfallen könnten.

 

Klagen gegen illegale Online-Casinos in Österreich erfolgreich?

Spieler, die viel Geld beim Online-Glücksspiel verloren haben, könnten in Österreich größeren Erfolg auf Entschädigungszahlungen haben. Bisher gebe es 40 Verfahren, nach denen die Casino-Betreiber den Spielern die Einsätze hätten erstatten müssen.

 

Ex-Finanzvorstand Peter Sidlo klagt gegen Casinos Austria

Der ehemalige Finanzvorstand der Casinos Austria AG Peter Sidlo ist gegen den Glücksspielkonzern vor Gericht gezogen. Sidlo wolle Gehaltsansprüche in Höhe von 2,3 Mio. Euro einklagen, auf die er trotz seines vorzeitigen Rücktritts aufgrund mutmaßlicher Verstrickungen in die Ibiza-Affäre Anspruch habe.

 

Schweiz

 

Schweizer Suchtexperten warnen vor Glücksspiel-Werbung

Nachdem die Werbung für das Online-Glücksspiel im Jahre 2019 erlaubt worden war, konnte insbesondere in der Corona-Krise eine starke Zunahme beobachtet werden. Sowohl die quantitative Zunahme als auch die Inhalte der Werbebotschaften könnten für die Spieler eine Gefahr darstellen.

 

International

 

Großbritannien: Buchmacher verzeichnen Rekordwetten auf das Cheltenham Festival 2021

Auch wenn die Fans nicht live auf der Rennstrecke beim Cheltenham Festival 2021 zugegen sein konnten, verzeichneten die Buchmacher einen großen Erfolg. Nach Angaben von Scientific Games sei auf der OpenSports-Plattform eine Steigerung der Wettaktivitäten von 53 % im Vergleich zum Vorjahr beobachtet worden.

 

Corona-Schäden nicht beglichen: Caesars verklagt Versicherungen

Der Glücksspiel-Konzern Caesars Entertainment will mehrere Versicherungen verklagen. Das Unternehmen habe keine Zahlungen für die durch die Corona-Pandemie erlittenen Schäden erhalten, obwohl ein Versicherungsschutz für alle Risiken abgeschlossen worden sei.

 

Snooker Weltmeisterschaft 2021: Stephen Hendry trifft bei Qualifikationsturnier auf Jimmy White

Bei den Qualifikationsspielen der Snooker-Weltmeisterschaft 2021 im Crucible Theatre in Sheffield, England, werden die beiden alten Kontrahenten Jimmy White und Stephen Hendry gegeneinander antreten.

 

In anderen News

 

Studie: Franzosen spielen mehr im Lockdown  

 

Eine Studie der französischen Glücksspielaufsicht Autorité nationale des jeux (ANJ) hat gezeigt, dass die Franzosen während des Lockdowns mehr in Online-Casinos gespielt hätten. Zahlreiche Menschen sollen aufgrund des Lockdowns mit dem Spielen begonnen haben.

 

Griechenland verwendet die Glücksspielsteuer zur Subvention des Profisports

 

Das griechische Finanzministerium hat beschlossen, einen Teil der Glücksspielsteuer in den Amateur- und Profisport fließen zu lassen. Nutznießer sollen Fußball-, Basketball-, Volleyball-, Wasserball- und Handballmannschaften sein, die durch die Pandemie wirtschaftliche Probleme haben.

 

Dänemark sperrt 55 illegale Glücksspiel-Webseiten

 

Die dänische Glücksspielaufsicht Spillemyndigheden hat 55 Webseiten gesperrt. Dies wurde zusätzlich von einem Gericht bestätigt. Die Online-Casino-Betreiber sollen ohne Lizenz Sportwetten und Casinospiele angeboten haben.

 

Investment-Gigant Blackstone bietet 8 Mrd. AUD für Crown Resorts

 

Der US-amerikanische Investment-Konzern Blackstone will Crown Resorts erwerben und hat einen Kaufpreis von 8 Mrd. AUD geboten. Das Management von Crown bestätigte den Erhalt des Angebots und wolle es nun einer Prüfung unterziehen.

 

Großbritannien lockert Corona-Restriktionen im Pferdesport

 

Ab kommender Woche ist es in Großbritannien bis zu zwei Besitzern pro Pferd wieder erlaubt, Pferderennen live auf den Rennstrecken zu verfolgen. Die British Horseracing Authority (BHA) bezeichnete dies als bedeutenden Schritt auf dem Weg zur Normalität.

 

Entain übernimmt Glücksspiel­Konzern Enlabs

 

Der britische Glücksspiel-Gigant Entain wird das schwedische Unternehmen Enlabs für ca. 363,9 Millionen Euro (ca. 5,12 Euro pro Aktie) erwerben. Die Abwicklung der Transaktion wird voraussichtlich Ende des Monats erfolgen.

 

Britische Glücksspiel-Unternehmen engagieren sich für Windhunde

 

Die Mitglieder des Betting and Gaming Council (BGC) BetVictor, Kindred Group, 888 Holdings und Betway wollen den British Greyhound Racing Fund (BGRF) mit einer Million Pfund unterstützen. Das Geld soll für Wohlfahrts- und Integritätsprojekte verwendet werden.

 

Niederländische Glücksspielbehörde will 35 Online-Casinos lizenzieren

 

Die Glücksspielaufsicht der Niederlande Kansspelautoriteit (KSA) hat bekanntgegeben, noch in diesem Jahr Lizenzen für 35 Online-Glücksspiel-Angebote ausstellen zu wollen. Entsprechende Vorbereitungen hätten bereits begonnen.

 

YGAM: Das neue Projekt gegen Spielsucht für ethnische Minderheiten

 

Die britische Jugendhilfe für Glücksspiel-Aufklärung Young Gamers & Gamblers Education Trust (YGAM) will mit ihrem Projekt „Preventing Gambling Harm in Diverse Communities“ (Prävention gegen Glücksspiel-Schäden in kulturell gemischten Gemeinschaften) insbesondere ethnische Minderheiten über die Gefahren des Glücksspiels informieren.

 

Großbritannien: Die National Lottery unterstützt die Rugby Football League

 

Die britische National Lottery will im Rahmen einer Partnerschaft Rugby Teams unterstützen. Im Fokus sollen Frauen- und Mädchen-Teams stehen, die unter den Folgen der Corona-Pandemie ganz besonders gelitten hätten.

 

Spanien: Real Madrid plant Casino im Estadio Santiago Bernabéu

 

Der spanische Fußballclub Real Madrid will im Santiago-Bernabéu-Stadion ein Casino beherbergen. Die Glücksspielstätte soll dem Verein rund 120 Mio. Euro im Jahr einbringen.

 

Sexismus-Problem im Leistungssport

 

Eine Umfrage des Südwestrundfunks unter 719 Sportlerinnen hat ergeben, dass es immer noch Unterschiede zwischen Männern und Frauen beim Spitzensport gebe. So erhielten Frauen weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen. Auch sei das Training nicht an die Bedürfnisse der Sportlerinnen angepasst.

 

„Game House“ in Rom als Treffpunkt für E-Sportler

 

In Rom soll in wenigen Wochen ein „Gaming House“ eröffnet werden. Damit solle ein Treffpunkt für Profi-Gamer geschaffen werden, in dem sie gemeinsam trainieren und sich austauschen können. Federführend bei der Aktion ist das italienische S-Sport-Unternehmen Mkers.

 

Fusion zwischen Glücksspiel-Giganten Gamesys und Bally’s

 

Die Glücksspiel-Unternehmen Gamesys und Bally’s haben eine milliardenschwere Elefantenhochzeit angekündigt. Mit der Kombination aus moderner Technologie und dem Know-how in Bezug auf das terrestrische Glücksspiel wolle die kombinierte Gruppe ihre Chancen auf dem rasant wachsenden US-Markt optimieren.

 

Geht Glücksspiel-Betreiber Lottoland an die Börse?

 

Das Unternehmen Lottoland soll den Gang an die Londoner Börse planen, um seine Position auf dem Markt zu festigen. Das Anbieter betreibt unter anderem die in Deutschland verbotenen Zweitlotterien.

 

Mord wegen Spielsucht: Tennisprofi Robin Haase über Ex-Trainier

 

Der niederländische Tennisprofi Robin Haase berichtet in einem Blog-Beitrag über seinen ehemaligen Trainier Mark de Jong, der 2016 wegen Mordverdachts inhaftiert und zwei Jahre später wegen Mordes verurteilt worden war. De Jong hatte nach Ansicht des Gerichts einen reichen Geschäftsmann getötet, um seine Spielschulden zu begleichen.

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